11. April 2017

Hoffentlich kommen sie alle bald wieder ….

(bmg) Kinder aus geflüchteten Familien waren zu Gast im Spandauer Yacht-Club, ein Berliner Segelverein an der Unterhavel. Mirko Schilbach, Vater eines Optiseglers und engagiert in der Jugendarbeit dieses Vereins, schickte uns einen Bericht:

“ Am letzten Märzwochenende besuchte eine Gruppe von 22 Kindern aus Afghanistan, dem Irak und Syrien den Spandauer Yacht-Club. Die Opti-Gruppe des Clubs hatte Training und wollte den Gästen im Alter zwischen fünf und dreizehn Jahren den Segelsport näher bringen und interessierte Jungen und Mädchen motivieren, in der nun beginnenden Saison bei uns Segeln zu lernen.

Zwar hatten die Clubmitglieder bereits vor einem Jahr klar entschieden, dass die Jugendabteilung sich für geflüchtete Kinder öffnen solle. Aber auch wenn wir bereit waren, schon letzten Sommer Kinder aus geflüchteten Familien bei uns aufzunehmen, so war die Umsetzung der Idee nicht ganz einfach. Zunächst galt es, Kontakte zu Behörden, Schulen und ehrenamtlichen Helfern zu knüpfen – aber Kindersegeln war angesichts ganz anderer Probleme verständlicherweise nicht die erste Priorität. Auch wir im Club waren nicht immer sicher, wie erfolgreich unser Projekt sein kann, da in den Herkunftsländern der in Deutschland ankommenden Familien der Segelsport nicht sonderlich populär ist. Auch wussten wir nicht, ob und wieviele der jungen Menschen denn schwimmen können – eine unabdingbare Voraussetzung, um sie eines Tages in einem Opti auf die Havel zu schicken. Wir machten uns auch Gedanken, dass sicher viele Eltern und Kinder auf der Flucht Traumata bei der Überfahrt mit Schlauchbooten erlebt hatten. Immerhin hatten wir vorgesorgt, was die Sprachmittlung angeht: Eine arabischsprachige Seglerin und Opti-Mama steht bereit.

Nach einigen Gesprächen – mit ehrenamtlichen Initiativen in Westend und der Sport-Integrations-Coachin des Landessportbunds für die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau – trafen wir an einem Freitagnachmittag erstmals unsere eigentliche Zielgruppe zu einer Präsentation unseres Clubs und des Segelsports in einer Unterkunft in Westend. Die hohe Motivation und die herzliche Offenheit der Kinder überraschte uns, ebenso ihre wunderbaren Deutschkenntnisse.

Und am Tag danach kamen sie alle, teils mit Eltern und Betreuern. Sie zogen sich Schwimmwesten an, bestiegen bei herrlichem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel unsere gesamte Trainerbootflotte und fuhren auf die Scharfe Lanke. Dort kreuzten Amelina, Joel, Caspar und Thierry in ihren Optis und wurden bald von “Schneller, schneller”-Rufen angefeuert. Dazu machten wir noch einen Abstecher mit dem Motorboot in Richtung Schildhorn.

Wieder auf festem Boden gab es im Jugendraum des Clubhauses Getränke und Pommes frites. Auf die Frage, wer denn gerne bei uns segeln möchte, reckten sich sehr viele Hände. Einige werden nun erst ihren Schwimmschein machen müssen und hoffentlich bald wiederkommen. Aber eine kleine Gruppe von vorerst sieben Kindern begann am 5. April mit dem Theorieunterricht.

Darüber sind wir glücklich – und ehrlich gesagt auch ein wenig gerührt, dass das nun geklappt hat. Wir, die wir das Projekt begleiten, sind nach all den Gesprächen auch dankbar für das Engagement der Helfer, die sich nun seit vielen Monaten um diese geflüchteten Familien gekümmert haben. Ohne diese Grundlage wäre der Tag im Spandauer Yacht-Club nicht so beeindruckend geworden – für alle Beteiligten.“

 

 

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