2015 European Team Racing Championship/Ledrosee

Text und Fotos: Antje Lenkmann

Montag, 17. August – Einstimmung auf die Meisterschaft

Teamfoto letzter Tag ETR

ETR, Mannschaft 2015 (vl.n.r.): Kristian Lenkmann, Laura Schuberth, Felix Nesveszko, Sophie Steinlein, Florian Krauss, im Hintergrund Trainer Ricky Stadel

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Das Mannschaftsquartier in einem idyllischen Bergdorf

Einen Tag vor Beginn der Meisterschaft traf das Team, bestehend aus Laura Schuberth, Sophie Steinlein, Florian Krauss, Felix Neszvecsko und Kristian Lenkmann im Hotel Prealpi, dem bereits im Vorjahr bewährten Mannschaftsquartier, etwas oberhalb des Ledrosees gelegen, ein. Sogleich gingen die Segler auf Entdeckungstour durch das Dorf und spielten Fußball mit einheimischen Jungs. Trainer Riky Stadel stellte die Gruppe anschließend in einer Vorbesprechung auf den Wettkampf ein. Als Etappenziel für die ersten Tage legte er den Einzug in die TOP 8 fest. Während Laura und Sophie sich bei Erreichen des Finales wünschen, erst die Jungs ins Wasser zu werfen und später noch einen Stadtbummel zu machen, wollen die Jungs im Falle des Sieges erst die Mädels und den Trainer mit Wasser versorgen, danach Kart-Fahren gehen. Nach einem gesunden Abendessen und Kartenspiel gingen alle schlafen, um Kraft für den Trainings- und Eröffnungstag zu tanken.

Dienstag, 18. August – Training und Eröffnungsfeier

Der Eröffnungstag begann für das Team mit einem entspannten Frühstück um 9 Uhr. Danach ging es in den ausrichtenden Club Associazione Vela Lago die Ledro in Pieve. Der Club richtet die Teamrace-EM übrigens bereits zum 9. Mal in Folge aus.Bei 16 teilnehmenden Teams war für jedes Land leider nur eine Trainingseinheit von 1,5 Stunden möglich. Vorher galt es, die vier Leih-Optis aufzutakeln. Dabei gab es einige Verwunderung unter den deutschen Seglern, die alle das erste Mal an einer Team-EM teilnehmen: nur eine Pütz im Boot, und eine andere Mastsicherung als gewohnt. Aber Riky half beim Trimmen und erklärte geduldig die Besonderheiten. Dann ging es schon aufs Wasser, denn Riky hatte eine der ersten Trainingseinheiten für sein Team ergattert. Auch auf dem Wasser zeigte der Trainer vollen Einsatz: zum Erklären der optimalen Technik der Wende und des „Stoppens“ stieg er selber in den Opti. Trotzdem war er zufrieden mit seinen Schützlingen und lobte besonders die Starts und die Wenden („perfekt“).

 Nach der zu kurzen Trainingseinheit durften wir noch eine Pizza in sonniger Seelage und auf der Hollywoodschaukel (!) genießen und stürzten uns voller Energie auf den Spielplatz.

Anschließend durften wir noch kurz ins Hotel – „Frischmachen“ (Mädels), Relaxen (Jungs) , danach erneut ein Theoriebriefing durch Riky, in dem er über Kurse und Besonderheiten informierte und die Taktik vertiefte.

Pünktlich um 17.30 Uhr fand sich das Team Germany im Zentrum von Pieve ein zur traditionellen Eröffnungsfeier. Abgesehen vom Beginn (Start mit deutlich mehr als einer halben Stunde Verspätung), genossen die Teilnehmer aus 16 Nationen eine sehr gut organisierte, beeindruckende Eröffnung. Los ging es mit einem Marsch der Teams mit Fahnen durch die alten Gassen des kleinen dörflichen Zentrums, der zum Marktplatz führte. Allen voran eine
Blaskapelle, die uns in Stimmung brachte. Endpunkt des Einzuges war ein Marktplatz, wo Bänke und eine Bühne aufgebaut waren. Auf dem weiteren Programm standen neben den zahlreichen (nach Meinung der Kinder viel zu
vielen) Begrüßungsreden unter anderem ein Kinderchor, der enthusiastisch die italienische Nationalhymne anstimmte sowie eine Volkstanzgruppe – die zu unserem Erstaunen – in Dirndl und Lederhosen – zu Volksmusik (u.IMG_1674a.
Holzhacker Buam, und ein eingängiger Song mit Waltraud und Sauerkraut) das Publikum in Stimmung brachte.
Florian und Krissi sowie Felix und Mathi (Krissis kleiner Bruder), fühlten sich dadurch gleichIMG_1673 zu einem Tänzchen animiert. Am besten gefallen hat uns Alen Kustic, der Principal Race Officer der IODA, der die EM feierlich nicht nur in Englisch, sondern auch in fließendem Italienisch, eröffnete und uns das Motto „Fair play und Enjoy“ mit auf den Weg gab.

Die Erfahrungen der deutschen „5“ mit dem Teamrace sind unterschiedlich: Waehrend Laura und Felix bislang nur trainiert haben, wurden Krissi und Sophie 2014 (gemeinsam mit Valentin Müller, Resi Steinlein und Philip Hall) bayerischer Meister im Teamrace. Auch Flo war mit einem Team des DTYC bei den bayerischen Teamrace Meisterschaften dabei und wurde Vierter. Laura hat immerhin im Trainingslager ihres Clubs in Rostock Teamrace trainiert und außerdem ja am gemeinsamen Trainingswochenende am Ammersee teilgenommen.

Alle fünf gehen aber gut gelaunt und motiviert gemeinsam in die nächsten Tage. Und noch eines haben sie den letztjährigen Teams voraus: in puncto Gewicht und Größe passen sie perfekt an den Ledrosee, an dem selten
Starkwind weht.Jetzt heißt es für Euch: Daumen drücken für unsere „5“ vom Sailing Team Germany! Wir halten Euch in den nächsten Tagen über unsere Erfolge auf dem Laufenden 🙂

Mittwoch, 19. August –  1. Wettfahrttag: Flaute, Regen, Licht und Schatten

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Erste Erfolge beim Kickern

Endlich Mittwoch, der erste Wettkampftag. Als wir pünktlich im Club ankamen, gehörten wir wie immer zu den ersten Teams. Nach einem Briefing durch Alen Kustic und Vorstellung der Jury-Mitglieder sah es zunächst so aus, als würde heute gar nicht gesegelt: 0 bis 1 Knoten, dazu Nieselregen, still und starr lag der Ledrosee. Da unser erster Start erst für 13 Uhr angesagt – und kein Wind in Sicht war, gönnten wir uns noch gemeinsam mit Frank Schuberth (unserem Logistiker, Lauras Vater) und Trainer Riky ein ordentliches Mittagessen in einer Pizzeria am See.

Kaum zurück, hieß es dann um 14 Uhr auf einmal doch: Auslaufen. Während die ersten vier Segler für Deutschland (Laura, Krissi, Felix, Flo) im Opti vom Club aus starteten, fuhr der Rest des Teams (Riky, Frank, Sophie und Betreuerin Antje Lenkmann) auf die gegenüberliegende Seite, den sogenannten Affenfelsen. Denn Trainer sind bei der Teamrace-EM nicht auf dem See, sondern nur am Ufer, zugelassen. Unterhalb der Wiese bzw. des Affenfelsens gibt es einen kleinen Steg, von dem aus die Teams per Motorboot zum Tausch der Boote auf den See gefahren werden. Dank Frank, der sogar an ein Zelt gedacht hatte, konnten wir nun trocken das Geschehen verfolgen.

 Die Kurse waren so kurz, dass eine Wettfahrt nur ca. 15 Minuten dauerte. Wir starteten mit einem Sieg von 17 Punkten über Dänemark, der sich komfortabler anhört, als er war. Flo musste kringeln, glücklicherweise aber kurz vor dem Ziel auch ein Däne, so dass wir insgesamt die Plätze 1,2,6 und 8 ins Ziel fuhren.

Die zweite Wettfahrt ging dann gegen die Schweizer. Hier konnten wir leider nicht punkten, sondern mussten uns mit 22 Punkten geschlagen geben (3-5-6-8). Wir waren diesmal alle nicht gut genug gestartet, und hatten durch einen Start zu weit rechts auch wieder die „rote Laterne“. Trotzdem konnten unsere Segler, insbesondere Laura, in diesem Rennen einige Wendeduelle gewinnen und hielt den anderen lange Zeit den Rücken frei. Erst auf der Zielkreuz entschieden die Schweizer dann das Rennen für sich.

Starke Italiener

In der dritten Wettfahrt gegen die sehr starken Italiener hatte Team Germany wenig Chancen auf Punkte. „Eine komplette Blamage“, kommentierte Felix das Ergebnis von 25 Punkten. Wieder hatten wir aber Fehler gemacht – und auch Pech gehabt: ein schlechter Start half den taktisch blendend aufgestellten Italienern, die uns direkt zu Beginn in die „Zange“ nahmen. Dazu kam noch ein Winddreher.

Wir lernen aus Fehlern

Nach Motivation und Manöverkritik durch den Trainer, gelang dann im vierten und letzten Rennen des ersten Tages gegen Irland ein souveräner Sieg. Wir hatten vieles richtig gemacht: ein guter Start, schnelle Wenden mit Wendeduellen, die wir zumeist gewannen und die Iren gut kontrolliert und wenig alleine gelassen. So sollte es weitergehen, gegen unsere nächsten Gegner in der Gruppe A, Spanien und Schweden. Leider kam es dann nicht mehr dazu. Die Wettfahrtleitung brach gegen 17.30 das Rennen ab wegen zu wenig Wind.

Unser Fazit: ein langer Tag mit Regen, viel Warten, kleinen und großen Fehlern und ersten Erfolgen für das deutsche Team. Morgen heißt es, das Gelernte noch besser umzusetzen. Wenn wir ins Finale kommen wollen, dann reicht es wahrscheinlich nicht, nur jedes zweite Rennen zu gewinnen. Von den anderen Teams konnten Spanien und Holland bislang alle vier Rennen gewinnen, gefolgt von Italien, der Türkei und Schweden, die immerhin drei Läufe für sich entscheiden konnten. Aber die fünf jungen deutschen Segler und ihr Trainer sind zuversichtlich, dass es Morgen gut weitergeht. Also: Weiter Daumen drücken! Für guten Wind und etwas mehr Sonne für alle.

Donnerstag, 20. August – 2. Wettfahrttag:  WF 1 und 2: complete desaster

 Das Team startete mit einem Frühstück, zu dem die abends noch sehr munteren drei Jungs eine Viertelstunde zu spät erschienen, in den Tag. Wieder sah es morgens nach kompletter Flaute aus, dafür hatten schien die Sonne. Bereits am Vormittag kam dann doch schon Wind auf, unser Team verlor gleich zu Anfang in Serie. Es ging los mit dem Rennen gegen Spanien, dass unsere Jungs und Mädels laut Trainer Riky eigentlich hätten gewinnen sollen (kleiner, schneller, wenig Wind). Hier verpennten die deutschen Vier im wahrsten Sinne des Wortes den Start. Während die Jungs noch auf dem Wasser mit anderen Nationen quatschten (Krissi), entdeckte Laura immerhin, dass Spanien nicht mehr in der Wartezone war, fuhr zum Startschiff und sah die leider nicht von der Wartezone einsehbare Tafel, auf der angezeigt war, dass Deutschland an der Reihe ist. In sprichwörtlich letzter Sekunde (30 Sek. vor Start) erreichte unser Team die Linie. Nach dem Start wurde das Rennen dann an der Luvtonne verloren, die Spanier deklassierten uns mit 1,2,3 und 5. Die Norweger waren bei auffrischendem Wind der nächste Gegner. Nach einem Start an 1 und 2 sahen die beiden vorderen nicht, dass Krissi in der Mitte in die Mangel genommen wurde und Sophie ganz hinten war. Diesmal fiel die Niederlage knapper aus mit 19 Punkten für Deutschland. Als das Team nach den beiden Niederlagen wieder an Land war, trafen sie auf einen verständlicherweise stocksauren Trainer. „Wie kann so etwas passieren? Wozu seid Ihr eigentlich hier? Wollt Ihr Urlaub machen?“, so empfing Riky die Vier. Die Ansprache, in der der Trainer dann sachlich alle Fehler aufführte, tat ihre Wirkung. Das Team war zerknirscht und nachdenklich.

WF 3 und 4: Tendenz zur Besserung, aber Niederlagen

In den Wettfahrten 3 und 4 gegen hatte das Team einen Teil der Lektion des Trainers schon versucht umzusetzen. Es gab Versuche, zu stoppen, wenn den zumeist an 1 und 2 liegenden Deutschen klar wurde, dass leider auch 7 und 8 zu ihnen gehörten. Auch deckten sie lange Zeit Gegner erfolgreich ab und gewannen einige Wendeduelle. Trotzdem gingen die Wettfahrten gegen die starken Türken (mit 21 Punkten) und die Schweden (etwas weniger deutlich mit 18 Punkten), verloren. Die an diese Niederlagen anschließende Manöverkritik von Riky fiel schon etwas positiver aus: „Gut gesegelt, aber mit Fehlern“, so der Trainer. Mit Hilfe von Müsliriegeln spielte er mit den Kids die Rennen nach.

WF 5-11: Eine gnadenlose Serie

Ob es an der Trainerkritik lag? Oder am Maskottchen Mathi (Krissis kleiner Bruder, der mit Freunden während der ersten 4 WF Tretboot fuhr)? Von Wettfahrt 5 an begann eine Serie, die sich sehen lassen kann: Sieg gegen die in den Vorrennen starken Briten (1,2,3,7), gegen Slowenien (17 Punkte), Kroatien (14 Punkte), die Niederländer (14 Punkte) und Frankreich (1,2,3,7). Mittlerweile war es schon 17.30 Uhr. Die letzten beiden Rennen gegen Israel und Finnland sollten darüber entscheiden, ob der Einzug ins Finale das erste Mal nach längerer Zeit für Deutschland gelingt. Auch hier nutzten Trainer und Kinder die Pause konzentriert, zur Analyse. Und tatsächlich: Die Siegesserie hält an und auch gegen Israel (eher schwacher Gegner, insgesamt Platz 13) und Frankreich (13 Punkte, Platz 8) können wir punkten.

Fazit:

Was für ein Tag! Nach einem gnadenlos schlechten Einstieg mit vier Niederlagen, können unsere 5 Segler das Ruder rumreißen und kämpfen sich ins Finale! Wahrscheinlich ist es nicht wie in der auf optiworld.org um 22 Uhr veröffentlichten Rangliste der 5. Platz, sondern der 6., aber im Vergleich zu den Vorjahren haben Trainer und Team das Ziel erreicht! Glückwunsch an Rik und das wohl jüngste Team dieser EM mit vier zwölfjährigen Jungs und zwei dreizehnjährigen Mädels. Alle 5 haben ihren Teil zum Ergebnis beigetragen, Riky hat gleichmäßig gewechselt, so dass jeder bei drei Rennen an Land saß und die Zeit mit dem Trainer nutzte, vom Affenfelsen aus das Geschehen zu analysieren.

Freitag, 21. August –  3. Wettfahrttag

Der Tag begann optimal: Gesundes Frühstück, alle Teammitglieder – auch die drei munteren Jungs – pünktlich, und die jungen Segler hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Die hatte ihnen Riky nämlich nach dem Auf und Ab des gestrigen Tages, an dem stellenweise sehr gut, aber dann wieder auch mit großen Fehlern gesegelt wurde, aufgegeben. Jeder sollte die Fehler, die er gemacht hatte, aufschreiben und auch gleich einen Lösungsvorschlag liefern. Der Trainer war mit der ArbeiIMG_1745t des Teams zufrieden, die Kids waren in ihrer Analyse sehr reflektiert. Alle freuten sich darauf zu zeigen, was sie drauf haben und das Gelernte umzusetzen.

Wieder ein schlechter Anfang

Wir starteten als sechstplatzierte der acht besten Nationen. Neben uns hatten es die Türkei, Spanien, die Kroatien, Schweden , Italien und die Niederlande in die Topgruppe geschafft. Als erste Aufgabe

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An Land: gute Stimmung zwischen ESP und GER

standen gleich die bis dahin drittplatzierten Spanier auf dem Programm. Leider schafften wir es wieder nicht, sie zu besiegen. Wir starteten nicht schlecht, aber dann gelang es einem Spanier, fast das ganze Team zu stoppen. Am Ende landeten wir im Ziel mit den Plätzen 3,4,5 und 7. Auch, weil es den beiden hinteren nicht gelang, den 6. Platzierten Spanier noch nach hinten zu segeln. Immerhin fiel diesmal die Punktbilanz besser aus als im ersten Rennen gegen Spanien gestern. Der deutsch-spanischen Segelfreundschaft, die sich dank Trainer Rik etabliert hat, tat das Ergebnis aber keinen Abbruch.

Auch das nächste Rennen gegen die eigentlich nicht so starken Kroaten ging leider verloren. Hier profitierten die Kroaten von Winddrehern, die Entscheidungen der Jury fielen auch eher gegen uns aus. Natürlich gab es aber auch jede Menge Fehler, für die das Team selber verantwortlich war. Noch eine Besonderheit dieses Rennens: der ganze Pulk fuhr um die falsche Tonne.

Hoffnung auf erfolgreichen Endspurt…

Gestärkt mit gesundem Imbiss und Motivation durch den Trainer ging es dann gegen Schweden. Hier gelang uns mit dem Endergebnis das, was Riky uns am ersten Tag gepredigt hat, umzusetzen. Wir endeten mit 3,4,5,6 anstatt mit 1,2,7,8. Allerdings war die Entscheidung denkbar knapp und auch dem Sachverhalt gedankt, dass ein Schwede kurz vor der Ziellinie kringeln musste.

Die positive Serie ging dann im nächsten Rennen gegen die Italiener weiter. Wir landeten mit 1,2,6 und 7 im Ziel! Auch das 5. Rennen, gegen die Niederländer, beendeten wir mit 1,2, 5 und 7 als Sieger. So sollte es eigentlich gehen…

…leider nur zum Teil erfüllt

Nach einer erneuten Pause ging es in den letzten beiden Rennen darum, durch zwei weitere Siege den Einzug in die TOP 4 zu schaffen. Leider riss hier die positive Serie ab, wir verloren deutlich gegen die unangefochten die Gesamtwertung anführende Türkei (24 -12). Einer unser Segler musste gleich zunächst zweimal (aus ihm unklaren Grund) kringeln. Als Strafe für die 2 nicht korrekt bzw. zu Ende ausgeführten Kringel gab es dann gleich zwei weitere Kringel.

Auch das letzte Rennen gegen Frankreich ging leider verloren, sogar deutlicher als erwartet (20 Punkte für uns). Zur Aufmunterung lud Logistiker Frank die Kids, die sich noch mehr erhofft hatten, auf ein Eis ein.

Fazit des Tages:

Wieder ein echter Krimi, den das junge Team hingelegt hat. Wieder Licht und Schatten, viel gelernt und auch teilweise schon umgesetzt und den erfolgreichen sechsten Platz gehalten. Wir müssen uns nicht verstecken. Die vor uns liegenden Teams trainieren oft das ganze Jahr zusammen, segeln z.T. auch mehrere Teamraces pro Jahr. Für morgen wünschen wir uns: weiter so kämpfen, Platz 6 verteidigen. Vielleicht sogar noch die Italiener von Platz 5 verdrängen. Geschlagen haben wir sie zwar schon, aber sie liegen heute mit 16,5 (Total Scoring) doch recht deutlich vor uns mit (13,5).

Alen Kustic, der IODA Pro, lobte das deutsche Team und Trainer Riky Stadel ausdruecklich während der Schlussbesprechung für seine sportliche Fairness. Hintergrund: Riky war gleich morgens auf die Jury zugegangen und hatte auf einen Rechenfehler hingewiesen, der das deutsche Team auf Platz 5, anstatt auf den eigentlich richtigen Platz 6 , geführt hatte.

Es bleibt spannend! Fest steht: bei der heutigen Party werden wir tanzen! Das dürfen nämlich die besten 8

Hier die Rangfolge der TOP 8: Türkei, Spanien, Schweden, Niederlande, Italien, Deutschland, Frankreich und Kroatien

Sonnabend, 22. August – 4. Wettfahrttag/Finaltag

Das fängt ja sehr gut an…

Wie schon Tradition, frühstücken wir alle gemeinsam um 9.30 Uhr, danach eine kurze Besprechung und ab in den Club zu den letzten Rennen. Erst dort erfahren wir, wie es für uns weitergeht. Wir hatten uns als 6. für das Rennen qualifiziert, eigentlich sollten die Plätze 5-8 ausgesegelt werden, auf einmal hieß es nun aber: wir segeln um die Plätze 5-9. Wir konnten also nunmehr nicht nur schlechtestens auf Platz 8, sondern auch auf Platz 9 zurückfallen. Unser Ziel für den heutigen Tag: Platz 6 mindestens halten, aber versuchen, die bis zum Vortag auf Platz 5 (mit 3,5 Punkten Vorsprung) liegenden Italiener anzugreifen.

 Vier Rennen standen für uns auf dem Programm. Als erstes gingen Laura, Sophie, Krissi und Felix aufs Wasser. Es ging gegen Kroatien darum, möglichst einen Sieg einzufahren. Und endlich gelang es unseren jungen Seglern, das erste Rennen des Tages zu gewinnen. Gegen Kroatien segelten sie mit 1,2, 3 und 8 ins Ziel. Das fing ja gut an! Auch das zweite Rennen gegen Frankreich konnten wir für uns entscheiden. Wieder ein guter Start, wir kommen ins Ziel mit 1,2,3 und 7 (Laura, Sophie, Felix, Flo). „Gut gesegelt, fast alles richtig gemacht“, lobte Riky sein Team. Jetzt kam es auf das dritte Rennen an. Auch hier siegten die vier (diesmal Laura, Krissi, Felix, Flo) sehr sourverän mit 1,2, 3 und 7.

 …und hört gut auf…

Im für uns letzten Rennen gegen Italien ging es dann um Platz 5. Leider reichte es trotz eines sehr guten Startes nicht ganz für den Sieg. Wir hatten – wie z.T. schon an den Vortragen leider 1,2,7 und 8 und gingen zwar punktgleich, aber als Verlierer vom See. Damit hatten sowohl die Italiener ihren 5. Platz als auch wir unseren 6. Platz verteidigt. Rik tröstete die Kids an Land. „Seid nicht traurig, Ihr seid super gesegelt heute und dass unter dem Druck von 6 noch auf 9 zurückzufallen! Ihr habt viel gelernt! Würde der Wettkampf heute beginnen, wären wir sicher unter den ersten drei oder vier. Wir waren gegen die drittplatzierten Schweden siegreich und die an vierter Stelle liegenden Niederländer haben wir gleich zweimal besiegt.“

 Ach ja: Das Endergebnis: Im letzten Rennen des Finales besiegte Spanien die bis dahin führende Türkei und setzte sich damit auf Platz 1 der Gesamtwertung. Glückwunsch, Espagna! Die Spanier, mit denen sich unsere Segler angefreundet haben, wünschen sich übrigens Deutschland als Finalgegner im nächsten Jahr. Wir sind damit einverstanden. Bei der Siegerehrung herrschte dann ausgelassene Stimmung, nicht nur bei Deutschland und Spanien. Riky bekam von Alen Kustic, dem IODA Pro, noch ein dickes Lob für sein Team. Sehr sympathische, sehr gute, junge und faire Segler!

Maskottchen im Wespennest

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Kletterpartie mit dramatischem Ende

Leider war es dann mit der Entspannung auch schon zu Ende. Die glücklichen Deutschen und Spanier kletterten auf einen steilen Grashügel gegenüber des Clubs um die Wette. Während bei den Spaniern Adolpho als Erster oben war, erklomm Felix für uns zuerst den Berg. Unser Team-Maskottchen, Mathi, Krissis kleiner Bruder, kletterte auch mit und blieb irgendwo in der Mitte sitzen. Während die anderen bis auf Sophie und Mathi schon wieder unten waren, begann Mathi plötzlich gellend zu schreien. „Wespen!!!!“ Er hatte sich in ein Wespennest gesetzt. Als Antje und Riky dann losspurteten, hatte Rik die Nase vorn. Barfuss kletterte er in einem irren Tempo den Berg hoch, erwischte Mathi am Oberarm und packte ihn. Auch als Mathi sicher bei Antje im Arm war, schrie er wie am Spieß weiter. Und tatsächlich: In seinen Haaren hatte sich noch eine Wespe festgesetzt. Das Ergebnis: drei Stiche am Ohr, einer am Kopf. Schock (und auch Erleichterung) bei allen. Immerhin war Sophie, die eine Wespenallergie hat, verschont worden. Danke Riky für die Rettung!

Kirmes und Fußball zum Schluß

Nachdem sich alle vom Schock erholt hatten, und Mathi mit Coldpacks versorgt und beruhigt war, hieß es auch dann schon Abschied nehmen von einem Teil des Teams: Logistiker Frank Schuberth fuhr mit Tochter Laura, Felix und Flo in Richtung Heimat. Ein großer Dank auch noch einmal an Frank, der das deutsche Team zumindest in punkto Logistik zum Sieger machte: mit einem Bus, einem deutschen Pavillion, Tisch, Chefsessel für den Trainer, Kamera und vielem mehr ausstattete und pünktlich überall hin brachte! Der Rest des Teams gönnte sich dann noch ein Fußballspiel mit den schwedischen und niederländischen Seglern und besuchte mit Riky und Antje die Kirmes.

Fazit und Dank an Leonardo

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EM-Starter Leo Honold zeigte große Sportlichkeit

 Alle Fünf hatten anstrengende, lehrreiche und spannende Tage, haben Freundschaften und Kontakte zu anderen Ländern intensiviert, ihr Englisch verbessert und haben als Team gekämpft. Gefehlt hat natürlich Leo Honold, der zum EM-Team gehört und eigentlich hätte mitfahren sollen. Er hatte mit Felix, Flo, Krischi und Laura am Ammersee trainiert. Danke, Leo, dass Du uns am Ammersee geholfen hast, in Form zu kommen und auch gegen das WM-Team nicht schlecht auszusehen.

Goodbye Ledro: Schade, dass es schon zu Ende ist. Alle haben eigentlich gleich „Bock auf das nächste Teamrace“, wie Felix es zusammenfasste.Nächstes Jahr: neues Spiel, neues Glück!

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