EM-Nachlese
| |
|
Jaja – da war doch noch was…..Irgendwie war unsere EM Berichterstattung noch gar nicht richtig abgeschlossen. Gar nicht so einfach, sich im trüben Hamburger Schmuddelwetter noch mal in das Gardaseefeeling hineinzuversetzen. Ich versuche es mal….
Der letzte Tag war wirklich spannend bis zuletzt. Doch die Jungs zuerst. Ole und Max konnten für sich selbst das letzte Rennen nicht wie gewünscht abschließen. Aber so ist das manchmal. Nicht alle Träume werden wahr. Maximilian und Max segelten noch mal super. Dann der erste Mädchenstart mit Paulina. Paulina ging locker ins Rennen, aber irgendwas war wohl doch anders als an den Tagen zuvor. Der Start war ne echte Grauseligkeit – ich musste spontan dran denken, wie sich Thomas wohl bei Julians letztem Start in Uruguay nach der Startschiffberührung gefühlt hatte. Aber spätestens seit Uruguay wissen wir auch: bis zum Ziel ist alles möglich. Paulina war dann nach gutem Rennen an der Leetonne auf sieben und im Ziel als neunte. Damit hatte sie Fanny auf jeden Fall hinter sich gelassen, aber was war mit Sara….. Das ganze Team war an der Ziellinie versammelt und wartete auf den Zieldurchgang der zweiten Mädchengruppe. Sara musste schlechter als 6 sein, wenn es zum ersten deutschen Europameisterschaftstitel reichen sollte… Und sie war….Die ersten sechs im Ziel abwarten, abklatschen, Miss Piggy danken, jubeln und dann mit zittrigen Händen die Deutschlandflagge (die überraschenderweise aus der neuseeländischen Tasche auftauchte) in der Spriet befestigt.
Auf dem Wasser die ersten Gratulanten und das deutsche Team mit Paulina in der Mitte Richtung Hafen. Ein komisches Gefühl – erst träumt man ein bisschen davon und plötzlich ist es wahr: Deutschland hat die erste Europameisterin. Am Hafen erwartete uns die deutsche Begleitmannschaft mit Jubel und Flagge. Paulinas Papa und Bruder und auch Philipp kamen ihr sogar schwimmend mit GER Flagge entgegen….
.Dann gab es eine kleine Sektdusche, die Kids badeten eine Runde im See und nach kurzem Anstoßen kam dann der unerfreuliche Teil des Verladens. Knapp vor der Preisverteilung war auch das geschafft. Noch schnell in die Teamkleidung und die Deutschlandbemalung aufgelegt. Leider blieb nicht mehr genug Zeit um alle künstlerischen Ideen umzusetzen. Und dann der große Augenblick. Paulina Rothlauf, Germany, ganz oben auf dem Treppchen, Hymne, Flagge und das ein oder andere Freudentränchen hier und da….Ein toller Moment! Irgendwie viel zu schnell vorbei…
Danach machten wir noch Teamfotos mit den 3 Pokalen und plötzlich fand ich mich im Wasser wieder. Allein war es aber nicht so nett mit dem Baden also lud ich Paulina auch ein (blöd nur dass ich sie erst mal einen gefühlten Kilometer tragen musste – so ein Optikind kann ganz schön schwer werden…).
Notdürftig umgezogen ein letztes Essen mit dem Team (schade dass Marvin schon los musste). Dann ein kurzer Zwischenstopp in der Villa Stella und wieder zum Hafen zum Feuerwerk. So ein Feuerwerk hab ich noch nie gesehen, das war wirklich mal end-, end-, endschön…Danach noch eine Weile Shirts tauschen, Unterschriften sammeln und Autogramme geben und dann vergnügte sich der Restbestand des Teams (Max und Paulina reisten irgendwann in der Nacht ab) noch im Hotel bis in die frühen Morgenstunden. Um 4.00 Uhr kam ich mir dann vor wie im falschen Film – es war ja noch dunkel draußen…. Hans fuhr den Bus mit 2 schlafenden Mädels und einer schlafenden Trainerin dann bis München – vielen Dank noch mal fürs frühe Aufstehen! Trainerin fuhr dann schlafende Mädels bis Hannover, wo alles wieder zurückgetauscht und zurückgegeben wurde. Abends war dann ein jeder wieder wohlbehalten in seinem Zuhause angekommen und die EM endgültig Geschichte.
An dieser Stelle ein Kompliment ans ganze Team: auch wenn Paulina mit ihrem Titel heraus sticht – ihr seid alle eine super EM gesegelt, es war eine echte Freude euch zu betreuen. So viele Tagessiege und Top Platzierungen gab es selten. Und niemand ließ sich entmutigen, wenn es mal nicht so lief, alle haben zu einer super Stimmung beigetragen. Ich denke, diese „Euphoriewelle“ war das entscheidende für dieses Ergebnis. Ihr habt an euch geglaubt und habt gekämpft und in jeder Minute alles gegeben. Respekt Jungs und Mädels! Weiter so!
Ein Kompliment auch an alle Heimtrainer, die ihre Segler und Seglerinnen so hervorragend trainiert und vorbereitet haben. Besonders Zizi kann sehr stolz auf seine geleistete Arbeit und den Erfolg von Paulina sein.
|
Ein riesiges Dankeschön gebührt der Teamleitung, die sich rund um die Uhr um organisatorische Probleme und unser Wohlergehen kümmerte. Wenn dann endlich alle schliefen, saß Sabine noch bis spät in die Nacht vorm Laptop, um die Berichte ins Netz zu stellen. Es ist toll, wenn man eine Teamleitung im Rücken hat auf die man sich 100% verlassen kann. Danke Sabine, danke Lutz.
Danke den mitgereisten Eltern, die uns unsere Arbeit machen ließen und ihre Kinder nach Kräften unterstützten. Und ein Dankeschön an alle Berichteleser, Talkschreiber und Daumendrücker daheim. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass so viele mitfiebern und in Gedanken ein kleines bisschen beim Team sind. Last but not least: ein Dank an Peter Frisch für die Teamkleidung – schick sahen wir aus gell?!
|
So, das wars von der EM 2008 – Miss Piggy ist inzwischen wieder rosa (schön dass die schwarz-rot-gold-Streifung wieder raus ging) und sitzt vor dem Computer bereit, um dem WM Team zumindest mental beizustehen. Wir wünschen euch eine tolle WM und genauso viel Spaß und Erfolg wie wir es hatten!
Gruß Grit
5. Wettfahrttag
|
Was für ein Tag. Für alle war klar, heute geht noch mal ne Menge. Nicht alle hatten ein glückliches Händchen. Leni hat ihr „Glücksstück“ von Miss Piggy an Pauli abgegeben. Nix war jut – Frühstart, gekentert und yellow flag – mehr geht eigentlich wirklich nicht. Hoffentlich berappelt sie sich bis morgen und legt noch mal nen guten Abschluss hin.
Marvin wieder mit steigender Tendenz und Plätzen in den 30ern. Finja zurück in alter Form, 13 und 15 – geht doch! Max konnte heute endlich seine 20er Serie brechen und fuhr einen 9. Das kam ihm dann wohl aber spanisch vor und im zweiten Lauf gabs wieder den gewohnten 20. Maximilian erwischte einen „Gute-Laune-Tag“ und strahlte nach 5 und 8 übers ganze Gesicht. Ole genießt seine letzten Stunden im Opti so richtig, kann er auch mit den Plätzen 8 und 6. Und Pauli? Kein Anflug von Nervosität – souverän die Starts, gut die Taktik und gehangen bis kurz vorm Sauerstoffzelt – zwei Siege. Geil! Da macht zugucken Spaß.
Kein Protest heute zum Glück, den Rest kennt ihr schon: Pool, Essen, Gute Nacht Küsse verteilen, Bericht schreiben.
|
Wir nähern uns dem letzten Wettfahrttag. Morgen ist noch unser 12. Rennen, dann gibt’s den zweiten Streicher. Die Ergebnisse findet ihr im Netz, rechnen könnt ihr bestimmt auch alle. Schaun mer mal dann sehn mer schon. Das Team schläft, egal was morgen ist, die Party morgen nacht haben die Kinder sich verdient...
Ich weiß ihr fiebert mit uns und ich hoffe morgen ab halb zwei wird jeder Daumen noch mal gedrückt, so doll ihr könnt.
Lieber Bernd – für den Triathlon wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg – ich wette beim Laufen kann man auch prima Daumen drücken. In Gedanken steh ich bei dir an der Strecke und feuer dich an.
Ein vorletztes mal eine gute Nacht von eurem EM Team aus der Villa Stella.
4.Wettfahrttag
Sangesfreudig starteten wir in den Tag – Oles Mama hatte Geburtstag und die Kids können nicht nur segeln sondern auch prima Ständchen singen. Frohen Mutes und bereit zu neuen Heldentaten begleitete uns wie immer italienisches Radio auf unserer Fahrt in den Club. Dort folgte eine kurze Not – OP von Miss Piggy – Fusseln im Ohr und Haare am Popo – jetzt ist alles wieder gut und unser Schwein sieht wieder anständig aus.
| |
|
Heute präsentierte sich der Gardasee von seiner eigentlichen Seite – Wind zwischen 15 und 20 Knoten. Das behagte einigen nicht so recht, anderen dafür um so mehr. Wie es eben immer so ist: des einen Freud, des anderen Leid. Die Mädels durften heute wieder vorfahren. Die Taktik war klar, die Ansage auch: kämpfen, hängen, Gas geben. Paulina startete mit einem Sieg und meldete sich in glänzender Form bereit zum angreifen. Mit einem 4. im zweiten Rennen hat sie sich um 2 Plätze in der Gesamtwertung von der sieben auf die fünf vorgeschoben. Genau so weiter bitte... Ole hatte endlich „seinen“ Wind – rasant arbeitete sich sein Kiwi durch die Wellen. Eigentlich wollte er mit zwei dritten Plätzen seiner Mutter ein tolles Geburtstagsgeschenk machen, allein ein kurzes abflauen und drehen des Windes auf der Zielkreuz konnte diesen Plan vereiteln und so rettete er einen 11. ins Ziel. Auch diese Sprünge in der Gesamtwertung (von 40 auf 23) dürfen noch anhalten. Herr Marcour: ihr werdet es raten: mit 26 und 22 gut gesegelt, aber mit etwas mehr hängen ist auch noch etwas mehr drin. Maximilian war nicht ganz so in Hochform, aber leider besteht halt der Kurs nicht nur aus Raum- und Vorwindgängen. Marvin hat irgendwie rechts und links verwechselt, wir haben es noch mal in Ruhe besprochen und setzen auf morgen. Und Leni und Finja waren mit ihren Plätzen wirklich unglücklich, ein brutaler Sturz auf der Ergebnisliste war die Folge.
Dass sie kurz darauf an Land beim traditionellen Melone essen, wieder mit allen anderen lachen, zeigt, wie gut die Stimmung unter den Kindern ist: man freut sich für den anderen und baut sich gegenseitig wieder auf. Klasse Kinder!
|
Unschön war noch eine Protestsituation mit der sich Ole beschäftigen musste. Eine klare Regel 10 Situation. Er hat den Protest gewonnen; noch unschöner war die folgende Reaktion der Eltern des anderen Kindes – inzwischen ist es aber bereinigt. Fair ist optimal....
Pool, Essen, Besprechung – alles wie immer. Allen ist hoffentlich noch mal klargeworden, dass die EM in drei Läufen zu Ende ist – dann kann man nix mehr ändern und alles lamentieren, „hätte ich doch nur noch ein bisschen mehr und überhaupt...“hilft dann auch nix mehr. Also gilt morgen: Pobacken zusammenkneifen, lächeln und Vollgas!
Vielen Dank für die vielen Grüße im Optitalk – toll auch, dass das EM Team 2007 so mitfiebert. Und liebe Moni – ich werd doch nicht die tolle griechische Hose auf dem Schlauchboot abnutzen; kannst die Kinder fragen, ich habe sie allabendlich zum Essen ausgeführt.
So, nun schnell schlafen, morgen brauchen wir jeden Nervenfetzen der verfügbar ist und jeden Daumen, der für uns drückt.
Euer italienisches EM Team
3.Wettfahrttag
|
Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt – heute war alles dabei. Beim Frühstück überraschte Maximilian mit einer Zusammenstellung aller in der Villa Stella erhältlichen Säfte, nach Farben sortiert. Scheint geholfen zu haben. Mit einem Sieg im ersten Rennen trumpfte er kräftig auf. Und der Höhenflug hielt an – ein 12. Platz im zweiten Lauf – ein super Tag für ihn. Ausgemacht ist ein leckeres Essen in einem Restaurant, welches die Kinder wählen dürfen, wenn in den verbleibenden 7 Rennen noch 10 deutsche Siege gefahren werden. Das erklärt auch Maximilians Ehrgeiz (grins) – er isst mindestens so gern wie ich...
|
Auch Paulina mag gutes Essen und gewann ihren Start; sch.... dass es ein Frühstart war. Kann man nicht ändern und was-wäre-wenn Überlegungen bringen nicht voran. Sie schaffte es prima, sich vom ersten Frühstart ihres Lebens (aber warum muss der ausgerechnet auf der Euro sein...) zu erholen und legte einen 6. nach.
|
Ole mit deutlichem Aufwärtstrend und einem Top Ten Platz, schade dass im zweiten nicht alles aufging, aber noch super gerettet. Finja weiter konstant vorn dabei; das darf so bleiben.
|
Marvin setzte den Hop oder Top Trend der Vortage fort; einmal grrrr einmal 13.
|
Leni hatte trotz Riesenschmatz auf des Glücksschweins Schnauze heute einen Wursttag erwischt – morgen greift sie wieder an
|
Und Max – ja ihr dürft raten – stimmt konstant zwischen 20 und 30 wie gewohnt. Vielleicht geben wir ihm morgen mal die Saftkombination von Maximilian, irgendwie muss man ihn doch noch mehr aus der Reserve locken können....
|
Miss Piggy hat Bauchweh, scheinbar verträgt sie nicht so viele Nektarinen, hoffentlich erholt sie sich bis morgen.
Nachdem heute ja nur zwei Läufe auf dem Programm standen, blieb endlich mal Zeit für die leckerste Eisdiele der Welt. Der zwar nur murrend ertragene Fußmarsch lohnte, es war wirklich köstlich. Abends fanden wir uns im gleichen Lokal wie gestern wieder und Maximilian aß das gleiche wie am Vorabend. Der Junge wird doch nicht den alten Aberglauben: „never change a winning Abendessen“ (Grüße an Familie Rojek und Mainka) übernommen haben..
Morgen abend erwarten wir noch mehr Elternverstärkung. Gute Reise und ja Hans du kriegst auch ein Eis wenn du magst. Zwei Rennen stehen morgen auf dem Zettel, wir freuen uns drauf, hoffen auf guten Wind und bitte drückt uns alle weiter die Daumen. Es hilft! Wirklich!
Viele Grüße sendet das hochmotivierte EM Team vom Gardasee
2.Wettfahrttag
|
Also heute hatte Miss Piggi wirklich alle Hände voll zu tun.
|
Schon bei der Fahrt zum Club wollte jeder unser Glücksschwein halten, streicheln und knuddeln. Der Wind kam zwar heute eher, aber genauso wenig typisch. Machte aber nix – wir sind ja flexibel. Und lernfähig. Jedenfalls meist.... Damit auch wirklich alles klappte, durfte Miss Piggi heute sogar aus der Tasche rauslinsen. Ach ja und endlich waren die heißersehnten Deutschlandaufkleber (danke Birgit!) für die Trinkflaschen angekommen. Da es für jeden nur einen gab (schluchz) setzte ich meinen als Preis für den ersten deutschen Tagessieg aus. Die Mädels starteten heute zuerst. Heiß auf den Aufkleber linsten Finja und Leni schon mal ganz nach vorn, verfehlten aber knapp. Pauli witterte ihre Chance und schwups war der Aufkleber ihrer.
|
Damit nun nicht sämtliche Motivation verloren ging, versprach ich auch eine besondere Überraschung für den nächsten Tagessieg. Ole zeigte endlich was er kann und rundete als erster die Leetonne. Leider musste er auf der Zielkreuz den Spanier noch ziehen lassen und wurde „nur“ zweiter. Nun kam Marvins Sternstunde – zweiter deutscher Tagessieg. Miss Piggi war echt in Form. (oder sollte es doch an der soliden und guten seglerischen Ausbildung der Kids liegen?).
|
Maximilian war schwer gehandicapt und hatte in den ersten beiden Läufen mit Übelkeit zu kämpfen. Zum Glück hat er durchgehalten, Miss Piggi noch mal doll in den Arm genommen und konnte so im dritten Rennen einen zweiten Platz für sich verbuchen.
|
Max segelte sehr konstant, allerdings glaube ich (und er hoffentlich auch), dass da noch mehr geht! Die genauen Ergebnisse findet ihr auf der Seite des Veranstalters.
|
Die taktischen Finessen des heutigen Tages will ich euch ersparen (und mir, weil ich ja sonst bis morgen früh beschäftigt wäre). Das deutsche Team präsentiert sich in guter Form, alle sind schon einen Top Ten Platz gefahren – an der Konstanz feilen wir weiter. Endlich glauben die Kinder mir, wenn ich sage, dass sie wirklich gut sind und hier jeden schlagen können.
Zum Essen ging es heute nach Nago – lecker! Erzählen wollte ich auch noch, dass wir täglich ein Wort des Tages wählen: z.B. „da kann man zu Fuß raufradeln“ oder „sie hat nur ganz normal gepumpt“. Und vielen Dank in die Heimat, dass ihr euch jetzt schon als „heute bin ich schuld“ Personen per mail anbietet. Aber die letzten 4 Renntage schaff ich noch (ich hab ja Nerven wie Drahtseile – zitter, ächz).
Miss Piggi hält ebenso wie die Kids schon ihren Leistungsschlaf. Morgen erwarten uns zwei Läufe und wir wollen topfit an den Start gehen.
Jute Nacht Euer EM Team
1. Wettfahrttag
Uff – geschafft. Die Euro läuft, der erste Tag liegt hinter uns. Nun also wurde es ernst. Die Fahrt zum Club verlief etwas ruhiger als gewöhnlich – wahrscheinlich aber nur, weil die Mädels etwas außer Puste waren, da ein kurzer Zwischensprint nötig war, um den pünktlich abfahrenden Teambus zu erreichen. In der Nacht hatte es stark gewittert, am Morgen erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und klare Sicht über dem Gardasee. Flink kamen noch die Sponsorenaufkleber an die Boote und die Rhomben in die Mädels Segel und dann gabs die letzte Teambesprechung.
Abgelegt wurde noch mit Nordwind, die Ora zeigte sich am ersten Regattatag vornehm zurückhaltend. Auf dem Wasser also erst mal Startverschiebung. Gegen 14.00 Uhr setzte die Ora dann doch noch ein, allerdings hatte sie nicht so richtig Puste. 9 Knoten war das Tagesmaximum.
Dann halb drei endlich der erste Start – aufgrund der schwächelnden Ora und der extrem schiefen Startlinie ging heute auch viel über links. Im ersten Jungsstart Maximilian und Marvin. Beide kamen gut weg, waren an der Leetonne mit 10 und 18 auch noch gut dabei, versemmelten aber leider die Zielkreuz etwas. Ole und Max im zweiten Start – sah auch gut aus, leider wurde Ole dann zwischen zwei Dänen eingequetscht und kam nicht mehr so recht in Schwung danach. Max fuhr blitzeschnell mit einem 6. ins Ziel. Bei den Mädels durfte Leni zuerst. Ein „Hilfe-ich-glaub-es-nicht-und-muss-gleich-laut-schreien-Fehler“ in der Nachstartphase vereitelte besseres, aber ein 14. Platz im Ziel zeigt, wie gut die Motivation auch nach diesem noch war. Finja und Paulina kamen gut weg, leider machte Finja einen s.o. Fehler.... Pauli war ganz vorn dabei, musste auf der Zielkreuz noch eine Italienerin passieren lassen und wurde dann 3.
|
Zügig startete das zweite Rennen, der Wind wurde schwächer und schwächer. Die Jungs kamen gerade noch so vom Start weg, die beiden Maxen vorweg. Leider setzte der Wind dann stark über links ein und da war keiner von den zweien. Max konnte sich noch ganz anständig retten, Maximilian hat es kalt erwischt. Im zweiten Start hatte Ole zwar einen prima Start in Lee, aber irgendwie lief einfach nix wie es sollte...Marvin hangelte sich von Windfeld zu Windfeld und auf der Zielkreuz zeigte sich, wie wichtig der Kuss auf Miss Piggis Schnauze wirklich war. Marvin war rechts, Wind war weg und nun ratet mal woher er dann wieder kam.... Als 6. erreichte er „endglücklich“ das Ziel. Finja hatte beim Schwein küssen wohl auch die richtige Stelle erwischt und beendete als 5. Paulinas Traumstart in Lee hätte eigentlich den ersten deutschen Tagessieg verdient gehabt, aber der schwächelnde und drehende Wind verhinderten dies und so wurde es „nur“ ein 5. Leni auf Platz 16. war auch mit sich zufrieden. Danach ein kleiner Powerschlepp in den Hafen, abriggen, Protestfrist abwarten, schnell zur Dusche und dann zum Essen ins al core oder so ähnlich (den Namen des Lokals muss man sich nicht wirklich merken). Wir bekommen jetzt immer gesagt, wo wir zu Abend essen, da ja nun offizielle Euroverpflegung ist.
Auf der Rückfahrt im Bus wurde deutlich, dass Max und Maximilian (sollte es mit dem Segeln längerfristig vielleicht nix werden) gemeinsam mit Miss Piggi noch eine ganz große Karriere als Tanzkünstler vor sich haben...
Jetzt liegen alle im Bett, Kräfte sammeln für morgen. Angesetzt sind 3 Rennen und wir hoffen auf einen Tick mehr Wind. Grad hab ich’s draußen wieder grummeln gehört, aber das Gewitter soll mal schön wegziehen – wir wünschen uns für morgen einen diesigen See, eine pünktliche Ora und am liebsten auch in gewohnter Stärke...
Mit den Gesamtplätzen 3 (Paulina), 13 (Finja), 18 (Max), 23 (Leni), 27 (Marvin), 58 (Maximilian) und 67 (Ole) sind wir als Team nicht ganz unglücklich, auch wenn wir natürlich wissen, dass man sich auf Plätze nach 2 Rennen eigentlich ein Ei backen kann – es kommen ja noch 10 (hoffentlich). Morgen geben wir wieder unser aller bestes, Ole hat es noch mal für alle deutlich gemacht: die Ente kackt hinten und auf einer Euro ist bis zum Schluss alles möglich. Danke fürs Daumen drücken in der Heimat, die Kinder brauchen weiter euer aller guten Wünsche. Ich muss jetzt das Schwein zu Bett bringen, damit es morgen wieder kräftig Glück bringen kann.
Gute Nacht wünscht das EM Team
Sonntag – Practise race, Eröffnung, Fussi
|
Heute nun ging es endlich ein bisschen los. Gestärkt und voller Tatendrang brachten wir die Boote noch mal richtig auf Vordermann. Das erste offizielle Trainer- und Teamleitermeeting brachte wenig neue Erkenntnisse. In der Besprechung überlegten wir zusammen noch mal genau, wofür ein Practise Race so alles gut sein kann
Apropos bayrisch – vielen Dank an Familie Ocyz für das nette Fax! – wir werden uns mühen!
Nach dem Segeln, gab es eine sehr kurze Pooleinheit zum entspannen und dann wurde kräftig angehübscht. Teamfotos mit und ohne Jacke, Cap, Brille, Shirt..... Dann die obligatorische Schminkeinheit vor der Eröffnung. Neben den schwarz-rot-goldenen Flaggen und Optizeichen auf Wangen und Armen gab es ein kreatives Highlight: ein Deutschland Herz. Danke für die Inspiration an den Mühlenberg...
Eigentlich dachten wir, wir liegen gut in der Zeit – schließlich erreichten wir 18.25 Uhr den Hafen, aber es wurde noch mal knapp, denn entgegen der sonst hier herrschenden italian time startete die Eröffnung pünktlich. Mit Flaggen, Schildern und jeder Menge gut gekleideten Teams führte die Kapelle uns durch Riva. Das deutsche Team konnte seinen Spitzenplatz vom Start bis ins Ziel halten. Weiter so morgen! Ich hatte nur etwas Bedenken, dass die deutsche Fahne irgendwann doch noch in die Tuba eingesaugt wird, so dicht war Ole den Musikanten auf den Fersen. Die Reden waren kurz und die Eröffnung schnell zu Ende. Die Kids ließen sich dann hinreißen und wetteten mit den Spaniern – na das Eis wird zu verschmerzen sein. Die Rückfahrt ins Hotel mit wehender Flagge und Hupkonzert hätte ich bei ebenso guter Stimmung nächsten Samstag gern noch mal.
Die Eltern besorgten inzwischen Pizzen – schließlich wollten wir um nichts in der Welt den Anstoß verpassen. Gestärkt waren wir bereit zum Jubeln. Aber siehe oben – es kam anders, so viel zum bejubeln war nach den ersten zehn Minuten nicht mehr zu sehen... Die Kinder (ich sag ja: die sind super intelligent) erkannten dies zeitig, überließen uns die Berichterstattung für morgen früh und verabschiedeten sich zum Leistungsschlaf.
Morgen um 13.00 Uhr soll nun das erste Startsignal sein. Drückt uns die Daumen, wir werden alles geben, aber ihr wisst ja: die Fans sind der 12. Mann...
Gute Nacht Euer EM Team
Freier Tag
|
Mönsch haben wir heute ne Menge erlebt – ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll....
Liebe Eltern von Leni: sie hat ihren „schuld-an-allem-Tag“ gut überstanden und ab Montag ist ja sowieso die Trainerin an allem schuld.
Nach Frühstück, Pool und Latein besprachen wir die Videos der letzten Trainingsrennen mit Schwerpunkt Starts, Tonnenrundungen und Vorwindtaktik. Bilder sind doch irgendwie klarer als Worte – ich glaube alle haben noch mal eine Menge mitgenommen.
|
Danach fing er so richtig an: unser freier Tag. Die Mädels samt Maximilian waren endlich am Ziel ihrer Sehnsüchte – im Shaka! (Für die einen ist es DAS SHAKA, für die anderen einfach nur ein Klamottenladen) Nachdem sie sich erst mal warmgeguckt hatten, folgte eine Stunde fröhlichen Powershoppens.... Mindestens genauso glücklich war des Rest des Teams nach ausgiebigem Poolbesuch.
Punkt 13.00 Uhr starteten wir zum Ausflug in luftige Höhen. Nach einem kurzen Mittagsimbiss analysierten wir das Revier samt Böen und Drehern von oben. Ich glaube, alle waren beeindruckt, was eine andere Perspektive so ausmacht. Ferngläser wurden rumgereicht, tolle Fotos gemacht, bei der Madonna um Beistand für die Euro gebeten und dann gings mit einer fröhlichen Polonaise zurück zum Bus.
![]() Mittagsimbiß im Hotel Rosalpina | ![]() grandioser Ausblick | ![]() Revierbeobachtung... | ![]() und Besprechung | |||
![]() Madonna mit Team Germany | ![]() aber mit vollem Körpereinsatz.. | ![]() ...sieht es dann so aus | ![]() Polonaise Italiana | |||
Die Fahrt verlief gesangstechnisch noch interessanter als gestern. Finja (war heute schuld) hatte nun ihren ersten Einsatz. Während sechs Kinder im See und in der Sonne badeten, lernte Marvin ne Menge über Segelvermessung, Bootsgewichte, die englische Sprache und wie man wartet.... und wartet... und wartet... Irgendwann hatten wir es fast geschafft – Segel durch, Ruder umgemeldet – wir sahen die Waage schon vor uns. Das französische Boot vor uns, erinnert nun mehr an eine Holzfabrik – das Mädchen fährt ab morgen nen ganzen Wald spazieren. Vielleicht hat schon die Madonna geholfen – Marvin jedenfalls brauchte nur! 100 Gramm Zusatzgewicht. Genau nach dem Einkleben des Baumstammes war leider das Silikon des Vermessungsteams am Ende (na toll Finja), so dass wir morgen einen weiteren Besuch bei unserem italienischen Lieblingsvermesser vor uns haben – wir sind aber durchaus optimistisch, dass auch Marvin den ersten Start schafft.
Die Wartezeit verkürzten wir übrigens mit einem Monstereis.....Diät war heute sowieso nicht im Programm.
Abendessen im Sotto Vento bestand aus einer Riesenportion Nudeln, dann Salat und dann Schnitzel mit Pommes. Nur Paulina gab nach dem zweiten Gang auf, der Rest beeindruckte die komplette Elternschar. Jetzt folgte das eigentliche Highlight des Tages – der komplette Strand von Torbole war mit Schaulustigen gefüllt – das deutsche EM Team ist seit zwei Stunden bekannter als Trappatoni. Zehn leuchtende Kong Ming Ballons stiegen in den Himmel auf. Kurz vorher hatten alle ihre Wünsche und Träume für die EM (und mehr) in die Ballons geflüstert. Muss ein komischer Anblick gewesen sein – zehn Gestalten mit weißen Ballons murmelnd am Wasser. Sabines Wünsche wogen wohl am schwersten, aber irgendwann hob auch ihr Ballon ab. Gute Reise den guten Wünschen! Für die Erwachsenen war es ein gänsehautverdächtiger Anblick – die Kinder formulierten knapper: endcool.....
Jetzt liegen alle in den Betten und begleiten ihre Wünsche in die Nacht. Morgen geht’s ja nun endlich los: practise race und Eröffnung. Und dann stehen wir natürlich den Fußballern bei ihrer EM bei – das erwarten wir im Gegenzug von Schweini & Co natürlich auch. (unser Schweini – mit EM Erfahrung vom letzten Jahr - fiebert seinem ersten Einsatz auch schon sehr entgegen, noch sitzt es entspannt auf dem Schrank).
Der Tag war schön, alle haben ihn genossen und nun freuen wir uns auf morgen und übermorgen und überübermorgen.....
Viele Grüße und ruft an, wenn ein Ballon bis Deutschland kommt – Bayern sollte doch zu schaffen sein...
4.Trainingstag
Heute war Leni schuld. Woran? – an allem einfach. Nicht dass Elena plötzlich zum schrecklichsten EM Teilnehmer aller Zeiten mutierte – nein es hat den einfachen Grund, dass wir hier den Brauch haben, dass jeden Tag ein anderer schuld ist. An allem. Die Suche nach dem Übeltäter spart eine Menge Zeit... Leider hatte Leni nicht ganz im Griff WELCHEN Tag sie sich da ausgesucht hatte....
Dass die Ora später als gewöhnlich einsetzte, kann man ja noch als dummen Zufall gelten lassen....(auch wenn wir eigentlich gern eher gesegelt wären, weil wir ja einen Vermessungstermin um 17.00 Uhr hatten).
Die Startverschiebung nutzen wir, uns weiter mit dem leidigen Thema des „coachboatsharing“ zu befassen. Da die Kanadier ihr angemietetes Boot nicht zurück geben konnten, war wieder alles offen. Ole stellte flugs den Kontakt zu Neuseeland her und stellte uns einen Mann vor, der tatsächlich 5 Sätze zu einem einzigen Wort machte. Prima zu verstehen... Irgendwie klappte es doch und nachdem der Wind einsetzte fand sich der neuseeländische Trainer (mit GER Schwimmweste, weil seine noch fehlte) bei uns auf dem Schlauchboot wieder. Die NZLer verstanden auch ganz schnell die Halbwindschlange und so arbeiteten wir uns kreuzend ins vermeintliche Regattagebiet vor. Das erste Rennen also mit Neuseeland und Österreich, später stießen die Brasilianer und Italiener dazu. Seglerisch eine gute Vorstellung des Team GER – mal sehen, ob es so weiter geht, wenn es ernst wird. Die Videoanalyse wird den Kindern noch mal die Kleinigkeiten zeigen, woran Trainer so verzweifeln...(und worauf ich ab Montag gut verzichten kann).
Sabine und Lutz machten derweil mit genauen Lageskizzen einen Ausflug ins Hotel um die vergessenen Bootspapiere der Jungs (immerhin einer hatte dran gedacht) pünktlich zur Vermessung anzuliefern. Morgen kleben wir das linke Ohr zu – dann kann nicht mehr raus, was auf der rechten Seite reinerzählt wird.... (und ich habs extra dreimal gesagt!)
Die Vermessung trieb uns dann an den Rand von – ja wovon eigentlich – egal: Leni war schuld: an zu leichten Booten, zu leichten Rudern, falschen Schwertern, falsch geklebten Nummern, irgendwelchen unbekannten Verstärkungen im Segel und gänzlich fehlenden Identifizierungsbuchstaben. Ganz unbeschadet schafften es nur Ole und Maximilian – deshalb gibt’s auch keine Fotos vom Vermessen. Sabine und Lutz waren nämlich gut unterwegs, um step bei step die Baustellen auszuräumen. Hundert Augenaufschläge und zahlreiche Fransen am Mund später ist fast alles erledigt, die Reste (Marvins Segel und Boot) hoffen wir morgen positiv zu Ende zu bringen. Völlig erledigt begrüßten wir noch Oma, Papa und Mama Max, um dann in Rekordgeschwindigkeit vom Bus zum Pool zu gelangen (dass dabei leider vergessen wurde, die Bustür zuzumachen, was erst ziemlich viel später auffiel, war natürlich wessen Schuld?). Das leckere Abendessen ließ den Stimmungspegel wieder beträchtlich steigen. Und auch Leni wird immer fröhlicher, denn sie weiß genau: morgen ist wer anders schuld... Bemerkenswert war noch der 7-stimmige Chor auf der Rückfahrt: in dieser Version hatte ich „lass die Leute reden“ von den Ärzten noch nie gehört.
Morgen haben wir segelfrei, um unsere Energiespeicher bis zur Euro auf ungeahnte Höhen aufzufüllen... Und hoch hinaus geht’s morgen auch – aber das lest ihr ja dann...(und natürlich woran Finja so alles schuld war).
Beste Grüße an Segelmacher, Bootsbauer, Vermesser und alle die es mal werden wollen vom
inzwischen wieder allerbest gelaunten EM Team
3.Trainingstag
Heute stand erst mal ausschlafen auf dem Plan, da es ja gestern abend etwas später als üblich war. Im Schatten im Garten besprachen wir den gestrigen Tag ausführlich bevor es dann zum heiß ersehnten Verteilen der Teamkleidung ging. Vielen Dank und einen schönen Gruß an Peter Frisch. Danach blieb noch etwas Zeit. Schwer beeindruckt sind wir von der Disziplin der Kinder – Pauli lernte schon vorm Frühstück Latein und Max und Marvin verzichteten auf den Pool, um sich mit Englisch und Erdkunde zu beschäftigen. Hut ab. Die Ora setzte heute etwas eher und dafür stärker ein.
|
Lutz und Sabine beobachteten das Training vom Berg und haben einen super Aussichtspunkt gefunden, den wir Samstag zur abschließenden Revieranalyse mit den Kindern auch noch mal inspizieren werden.
Der Wind wehte mit lauschigen 4 – 5 Bft. und alle hatten ihren Spaß. Glaube ich jedenfalls, wenn ich den Kommentar richtig deute: „noarmal mog i ja solchen Wind net, oaber heit is des Training endgeil“ (der geneigte Leser kann nun raten, aus welchem Bundesland das hier zitierte Kind kommt...).
Die tschechische Mannschaft als Gegner zeigte uns, dass wir noch weiter üben müssen, denn die Zielvorgabe Platz 1-7 wurde knapp verfehlt. Insgesamt bin ich aber mit den Kids ganz zufrieden: alle sind motiviert und es macht Spaß mit der Gruppe zu trainieren. Die allseits beliebte Halbwindschlange führte heute sogar zu Jubelgesängen.... Das freut das Trainerherz...(Ole gibt sich aber auch wirklich alle Mühe mit den in Sekundenabständen folgenden Manövern den Rest der Gruppe zu verwirren). Wieder an Land warteten schon Teamleitung und Melone. Ein Vermessungstermin für morgen abend konnte erhascht werden und auch die Frage, ob wir nun mit Kanada ein Schlauchboot teilen dürfen oder nicht sah nicht mehr ganz so dunkelschwarz aus. Bemerkenswert die Freundlichkeit der Organisationschefin (kleiner Sarkasmus) – so was hab ich lange nicht erlebt – es tut uns wirklich leid, dass sie derartig vielen Belästigungen wegen der hier stattfindenden Euro ausgesetzt ist...
Zur Feier des dritten Trainingstages speisten wir im La Villa. War auch sehr lecker, aber ich glaub unser aller Bedarf an Bruschetta ist für den Rest der Zeit hier gedeckt. (außer bei Sabine vielleicht, die man auch als Tomatenvernichtungsmaschine bezeichnen könnte) Die Portionen waren ungefähr fünfmal so groß wie bisher in den anderen Lokalen. Pauli machte Ole und Max wieder eine große Freude mit den bestellten Meeresfrüchten und Finja zeigte, dass sie alles was je über Sporternährung geredet wurde, prima verstanden hat (es gab Pommes und Cola und ach ja Bruschetta).
Was in den kleinen Maximilian an Nahrung alles so reingeht überrascht uns immer wieder und Leni ist nach dem Essen fast eingeschlafen. Kurz lief die Gruppe wieder zu Hochform auf als der Deutschlandschminkstift von Max auftauchte. Ich hoffe, sie duschen alle noch, denn Angelica freut sich sicher nicht so sehr über schwarz-rot-goldene Betten. Das Befinden ist nach wie vor gut: die schlimmsten zu vermeldenden Verletzungen: leichte Rötung auf Marvins Knie (trotz 40er Sonnenschutz), ein leicht eingerissener Fußnagel bei Pauli und eine Delle in der Wade von Finja, weil sie vom Slipwagen angefahren wurde.
Drückt uns die Daumen, dass wir morgen gut durch die Vermessung kommen. Und der morgen anreisenden Marcour Verstärkung wünschen wir eine gute Reise.
Es grüßt euch das EM Team
2.Trainingstag
Der Tag begann mit Sonnenschein und Rührei. An den Tischen im Garten war es schon etwas voller als gestern, aber wir konnten den letzten freien Tisch erhaschen. Gestärkt fand dann im Zimmer von Max und Max (Mensch sind die zwei ordentlich....) die Videoanalyse des Vortages statt.
Jeder konnte noch ein paar verbesserungswürdige Kleinigkeiten ausmachen. Dann war noch etwas Freizeit, die wahlweise für Hausaufgaben, Revierskizzen und den Pool genutzt wurde. Fast Punkt 11.00 Uhr starteten wir mit eingeklappten Außenspiegeln (die Parkplatzzufahrt ist etwas schmal) gen Riva. Nach ausgiebigem Materialcheck vergewisserte sich die DODV Geschäftsstelle in Persona von Familie Müller höchstselbst von unserem Wohlbefinden bei einer Urlaubsstippvisite. Sonnencreme auftragen, Nahrung aufnehmen, Getränkeflaschen füllen, Vorbesprechung und pünktlich war die Ora da.
|
Auf dem Wasser beschäftigten wir uns mit Technik und Speed und sind nun alle mit dem Ergebnis zufrieden (was nicht heißt, dass es nicht noch besser geht...). Zum Abschluss der 4 ½ stündigen Einheit segelten wir zwei Rennen mit Österreich, Serbien, Polen und der Tschechei. Das erste konnte Marvin vor Paulina, und Finja für sich entscheiden, im zweiten fuhr Ole einen traumhaften Leestart. Verstecken müssen und wollen wir uns jedenfalls nicht. Die nächsten Tage werden wir vorrangig der Taktik widmen und uns langsam auf Wettkampfniveau vorwärmen. Die „NachsegelMelone“ wurde schneller als sonst verzehrt – die Uhr tickte – der Anpfiff rückte näher. Der Opa von Max ist inzwischen auch angekommen und genauso begeistert vom Wetter wie wir.
Kulinarisch war das al Porto wieder Extraklasse, wir haben dank der „zusammen aussuchen und ganz viel teilen“ Methode bald die komplette Speisekarte abgearbeitet. Die Kinder hatten etwas Vorsprung, um den Fernseher schon mal einzustellen, die Trainerin mühte sich redlich die Teamleitung zu neuen Bestzeiten auf altbekannten Strecken zu motivieren, um den Anpfiff nicht zu verpassen. Aber auch die Chips konnten nicht so richtig trösten, dass es nur einen italienischen Sender zur Übertragung dieses abendlichen Highlights gibt. Unsere vertrauten Kommentatoren fehlen schon ein bisschen. Jetzt fängt die zweite Halbzeit an – bis gleich....Na super: Bildstörung.... wehe jetzt fällt ein Tor....
Nachdem das italienische Fernsehen uns an den Rand des Nervenzusammenbruchs getrieben hatte und wir das Tor von Klose nur per sms von zu Hause mitbekamen, sahen wir die letzten Minuten im „Wohnzimmer“ der Villa Stella. Finale.............................
Einziger Wermutstropfen für die Kids – keine Verlängerung, also auch keine Schlafverlängerung morgen früh. Aber das nehmen sie gern in Kauf. Und ab morgen früh machen wir uns dann mal Gedanken wie wir Fußballfinale und Eröffnung unserer Euro unter einen Hut bekommen.
Also uns geht’s gut – Gute Nacht
Wir freuen uns übrigens sehr über die Einträge im optitalk, auch wenn wir aufgrund der äußeren Umstände heute etwas wenig Zeit dafür hatten....
1.TrainingstagAusgeschlafen begann der Tag mit einem super Frühstück im Garten. |
|
Als wir gegen 9.30 Uhr in Riva ankamen, hatte sich noch niemand an unseren Trailern gestört, die ja eigentlich um 8.00 Uhr schon abgeschleppt werden sollten. Wir luden in Ruhe ab, überwanden die Tücken der italienischen Bürokratie und freuten uns über den wirklich guten Platz, der GER zugeteilt ist – Platz für Boote, Sitzbänke, Picknickkorb, Deutschland Stühle und vor allem ein Schatten spendender Baum. Verglichen mit dem 5x5m Areal auf dem Beton in der prallen Sonne, wie es z.B. die Griechen erwischt haben, ein echter Glücksgriff. |
|
Pünktlich als wir mit unserem Mittagsimbiss fertig waren, setzte die Ora ein und eine schöne Trainingseinheit konnte absolviert werden. Für unsere Gardaseeneulinge absolvierten wir eine kleine Seebesichtigung. Bedingungen waren top – drei bis vier Windstärken – alles schön. Dies und das muss noch verbessert werden, aber wir haben ja noch Zeit bis zum Finale...
Nach dem Segeln ein bisschen Pool und nach einer kleinen Fuß – OP (wenn’s keine Seeigel gibt, nehmen wir halt Dornen – Gruß ans EM Team Griechenland 07) wanderten wir bzw. humpelte Maximilian zum Essen (keine Angst, es geht ihm gut – ich musste fast nix amputieren). Ja mei – es war ein schöner Tag – Kinder liegen im Bett, wir mühen uns mit der Berichterstattung. Und jetzt ist es auch zu dunkel zum schreiben. Wir freuen uns auf morgen! Viele Grüße nach Hause |
|
Anreise
|
Pünktlich um 11.00 Uhr trafen sich die Nordlichter in Hannover Wülferode. Hänger samt Elena mit Boot aus Berlin, Finja aus Wismar und Ole aus Bremen. Und Trainerin mit Bus natürlich. Eingeladen, umgeladen und ab gings immer gen Süden. Die ersten Stunden der Reise verliefen relativ ruhig, mir zunehmender Bekanntheit der Kinder steigerte sich auch die Unterhaltung.... Pünktlich mit glühender Grillkohle erreichten wir den Yachtclub Norris irgendwo hinter Nürnberg. Zwischenzeitlich kamen zwar leichte Zweifel an der Streckenführung auf, weil es irgendwie aussah wie am Ende der Welt, aber als dann vier winkende Südländer vor uns standen, war mal wieder bewiesen, dass man auch mit der herkömmlichen Straßenkarte ans Ziel kommt. Nach einem kleinen Bad im Brombachsee und lecker bis schwarzen Würstchen gabs noch Fussi im Nachbarclub. Während die Kinder bis zum Ausscheiden von Italien aushielten, bereitete die Trainerin sich schon mal mental auf den folgenden Tag vor. Nachts fegte noch ein Gewitter durchs Haus – weil Lutz vorher geschnarcht hatte, musste er die Fenster zumachen.
|
Nach einer zu kurzen Nacht, gab es ein schnelles Frühstück mit frischen Brötchen. Das Nachtlager wurde geräumt, der Hänger beladen und dann trennte sich die Teamleitung vom Reisebus um noch die Teamkleidung in München und das Schlauchboot in Tutzing einzusammeln. Derweil (guckt wie gut wir schon bayrisch können) kämpfte sich der Trailer mit dem Bus über verschlungene Pfade zurück zur Autobahn. Doch auch dort erhöhte sich die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht dramatisch. Fast kamen wir uns vor wie im Anfängerkurs für Paragliden... Keine Rennen bei der Kieler Woche und im Süden auch noch reichlich Wind. Hoffentlich geht der Muskelkater in den Armen vom Böen aussteuern (oder wie heißt es beim Auto fahren?) wieder weg.... Gefühlte hundert Stunden später und nach einer kurzen! Eispause in Matrei (Gruß an Netti, Olli und Till), erreichten wir Riva
Das Abladen konnten wir gerade noch ablehnen, trotz Anfangsschwierigkeiten durften die Trailer noch auf dem Gelände stehen bleiben. Jedenfalls bis morgen um acht....Einchecken in der Villa Stella – prima Zimmer, eine schnelle Dusche und dann ab ins al Porto – wie hatten wir uns auf der Autobahn schon auf diese erste Pizza gefreut. Ein kleines Eis rundete den Tag ab. Gute Nacht...
Bald geht es los
Am Sonntag trifft sich das gesamte EM-Team in Ramsberg am Brombachsee.
|
|
Grit kommt mit dem geliebten Berliner Hänger und den "Nordlichtern" und braucht nach geschätzten 10 Stunden Fahrt dringend eine Pause.
| Wir werden alle zusammen einen gemütlichen Abend verbringen mit gegrillten Nürnberger Bratwürstchen und im Clubhaus des Yacht-Club Noris übernachten. |
Am Montag geht es dann auf die zweite Etappe bis nach Torbole in die Villa Stella.
Dort werden wir nicht nur die Vorbereitungszeit verbringen, sondern sind dort auch während der Regatta einquartiert worden.
Sobald wir angekommen sind und das Training beginnt melden wir uns wieder.
Bis dahin grüßt Euch das EM-Team







































































































































