Team Race am Ledro See - 5 -

Bericht letzter Tag

 

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Auch Samstag setzte der Wind pünktlich ein – das ist immer kaum zu glauben, wenn man bei der Anreise im Hafen aufs spiegelglatte Wasser guckt. Am Vortag waren je schon ein Lauf der beiden Halbfinals gesegelt worden. Gewonnen hatten Polen und Italien. Da das Team weiterkam, welches zuerst zwei Siege hatte, ging es sehr schnell. Italien und Polen gewannen wieder und somit waren wir statt im flight drei schon im zweiten Lauf dran.



E = GER, F = TUR

Die Kinder zeigten eine Menge davon, was sie in den letzten Tagen gelernt hatten und brachten den Sieg souverän nach Hause.





Glückwunsch ihr vier zum fünften Platz!

 

 

 


Paulina

Finja

Max

Mäx

 

Im großen Finale ging es dann noch mal so richtig spannend zur Sache. Im ersten Lauf gewannen die Italiener. Große Freude bei den zahlreichen Fans. Das zweite Rennen konnte Polen für sich entscheiden. Lauter Freudenschrei auf der polnischen Bank… Das dritte und entscheidende Rennen war lange offen und denkbar knapp siegte Italien. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie groß der Jubel war – der Gastgeber wurde Europameister. Norwegen konnte sich im kleinen Finale durchsetzen und gewann Bronze.

 

 

Relativ zeitig waren wir wieder im Hafen, die Preisverteilung war schon für halb drei angesetzt. Also beschlossen wir, im Hotel auszuchecken und uns danach Richtung Deutschland aufzumachen. Die Siegerehrung war prima und herzlich (wie die gesamte Veranstaltung). Jedes Team wurde nach vorn gerufen und bekam ein Geschenk. Schade dass die Dänen und die Kroaten schon abgereist waren. Zwischendurch wurden noch ein paar T-Shirts und mail Adressen getauscht und halb vier verließen wir den wunderschönen Ledrosee. Paulina und Max fuhren mit Papa Paulina nach München. Maximilian zog in die Villa Stella um, da sein großer Bruder noch bis Sonntag trainieren wollte (wie war das Frühstück Mäx?).

 

 

Und Sabine shuttelte Finja und mich Richtung GER. Blöd nur, dass wir die Flüge von München nach Hamburg erst am Sonntag nachmittag hatten. Kein Problem dachten wir – buchen wir halt um. Wär auch schön gewesen, ging aber nicht, weil überhaupt gar nix mehr gen Norden flog. Dank außergewöhnlicher Kreativität und der Verlockung eines ganzen Sonntags zu Hause kamen wir auf die Idee mit dem Leihwagen von Nürnberg nach Hamburg zu fahren. Guter Plan: Finja schloss gegen zwei glücklich ihre Mutter in die Arme und bis Hamburg war es nur noch ein Katzensprung.

 

 

Vielen Dank an Sabine für die (wie immer) gelungene Teamleitung und an Paulina, Finja, Max und Mäx für die tollen Tage. Ihr ward ein klasse Team, es hat Riesenspaß gemacht mit euch die erste Europameisterschaft im Teamsegeln zu erleben. Und die paar grauen Haare kann man ja überfärben….

 

 


Im nächsten und übernächsten Jahr wird die Euro wieder am Ledrosee stattfinden. Wenn die Organisatoren so weiter machen, werden es sicher klasse events. Und nächstes Jahr gibt’s auf´m Berg vielleicht sogar ne Toilette.

Vielen Dank auch für die Einträge im Talk – es ist immer schön, Grüße von zu Hause zu lesen und zu wissen, dass so viele mitfiebern. Ich wünsche allen einen Optimalen Segelherbst und bin schon ganz gespannt, ob ich „mein“ Team in dieser Konstellation noch auf einem der Teamrace events bewundern kann – dann müssen sich alle anderen warm anziehen!

 

Grüße aus dem kühlen Norden

Grit

 

Team Race am Ledro See - 4 -

Die Kinder haben sich einen Bericht

in Reimform gewünscht – warum also nicht…..

 

Der Tag fing wieder sonnig an,

wir waren gleich als erstes dran.

Der Wind war pünktlich auch zur Stelle

und wir wollen blitzeschnelle,

die Briten mal nach hinten fahrn.

Doch damit fing das Elend an.

Am Ende war´n sie wieder vorn

und wir hatten bös verlor´n.

Kopf hoch, weiter nun die Türken,

wollen wir ne Chance erwü(i)rken,

doch noch im Finale stehn,

muss nun alles sehr gut geh´n.

Und das tat es – froh und heiter,

kamen an die Pontonleiter

uns´re Kinder guter Dinge,

dass nun alles so gelinge.

Italien war der nächste Brocken,

diesen wollten sie nun rocken.

Wir war´n schnell, wir waren gut,

doch es fehlte wohl der Mut,

von vorn nach hinten ist nicht schön,

doch manchmal kann es nur so geh´n.

Will man in nem Team was reißen,

muss man mal auf Vorsprung sch…

und den andren auch erretten,

will man sich als Sieger betten.

Die Trainerin höchst unerfreut,

was macht ihr denn hier liebe Leut?

Woll´n wir segeln oder chillen –

es fehlte noch der letzte Willen.

Ohne Pause folgte gleich

im nächsten Start der nächste Streich.

Doch oh weh, die bösen Polen,

ließen sich nicht überholen.

Klar wir waren ganz dicht dran,

doch wie´s im Leben gehen kann –

knapp daneben lagen wir,

das war dann das Rennen vier….

Nun war klar, was alle dachten:

soll´n wir in der Sonne schmachten?

Nein wir wollen noch mal siegen,

die Kroaten sind zu kriegen.

Und so kam, was kommen musste

(und der Trainer immer wusste):

sie ham se einfach mal versegelt

und ganz clever ausgekegelt.

Eins zwei drei hier kommen wir,

ja so mögen wir die vier.

Im letzten Lauf dann alles offen,

vier Teams konnten wirklich hoffen,

Finale hieß das große Ziel

in diesem rasanten Spiel.

Alles fing ganz super an,

Norwegen war hinten dran,

doch oh Graus was muss sie sehen?

Trainerin kann´s kaum verstehen –

eins und zwei sie geben Gas,

Norway macht die andren nass.

Punktgleich ging der Lauf verloren

und ich habe mir geschworen:

nie mehr sitz als kleiner Zwerg,

ich auf diesem blöden Berg……

Halbfinale gibt es morgen,

doch damit ham wir keine Sorgen,

wir schaun zu und lernen wohl,

wie ich mir den Sieg hier hol…

Einmal noch wir werden starten

und hoffentlich nicht lange warten,

bis Platz fünf der uns´re ist,

der Rest wär wirklich großer Mist.

Pizza gab es dann am Abend,

sehr erquickend und auch labend.

Nun sind alle wieder froh

wie der Mops im Haferstroh.

Und auch Trainerin denkt leise:

lohnt sich schon die weite Reise,

tolle Kinder die viel tun,

kämpfen ohne auszuruhn.

Es fehlte leider die Erfahrung,

sagte schon der alte Harung (norddeutsch für Hering…)…………….

 


Entspannung vor dem Start

Chris Atkins, Chief Umpire

aufmerksame Zuhörer

letzte Instruktionen

auf gehts

Sieg gegen die Türkei

Trinken...

oder...

Abkühlung?

Grit leidet

Aus die Maus….

Ich bin stolz, dass das Team die Goldgruppe geschafft hat, natürlich ist es bitter um einen Punkt am Einzug in die Finals zu scheitern. Doch unter den gegebenen Umständen (vier tolle Einzelsegler mit keiner bzw. kaum Teamrace Erfahrung) war das wohl auch ein bisschen zu erwarten. Morgen geben wir noch mal alles im Kampf um Platz fünf.

 

Gute Nacht

Euer Team vom Ledrosee

Team Race am Ledrosee - 3 -


Wieder uff – das erste Teilziel ist erreicht: wir haben den Einzug in die Goldgruppe geschafft. Glauben wir jedenfalls, so genau weiß man es nicht, da es abends keine Ergebnislisten gibt. Aber sechs Siege sollten hinter Polen, Italien, GBR und der Türkei gereicht haben. Spannend ist es um den sechsten zu vergebenden Platz: Schweden, Norwegen, Dänemark und Kroatien verbuchten je 5 Siege.

Doch von vorn: Sonne schien also machten wir uns frohgemut in den Hafen auf. Da dann die unerfreuliche Überraschung – im Rennen gegen Schweden wurden wir mit 33 Punkten gewertet – zwei unserer Kids hatten auf dem Downwinder die Ziellinie durchfahren und so eine black flag bekommen. Nur dass wir von dieser Änderung der Segelanweisung bis dahin gar nichts wussten. Änderungen können nämlich hier auch mündlich mitgeteilt werden und das hatte die Wettfahrtleitung zwischen dem ersten und dem zweiten Rennen auch getan. Nur dass wir da auf dem Berg saßen und nicht auf dem Wasser. Der Pontonchef sollte zwar die Teams an Land benachrichtigen, hatte uns aber irgendwie übersehen.

Deshalb stellten wir einen Antrag auf Wiedergutmachung – dieser wurde verhandelt während die Kinder schon auf dem Weg zum Start waren. Die Jury konnte meinen Erklärungen jedenfalls folgen und wir wurden mit normalen Punkten wieder eingesetzt – davon gewannen wir zwar auch nicht gegen Schweden, haben aber nun deutlich weniger Punkte zu Buche stehen und wer weiß wofür das noch gut ist.



Finja

Max

Paulina

Maximilian

Heute verloren wir gegen GBR, nutzen die darauf folgenden drei Rennen Pause um Kräfte zu sammeln und schlugen dann furios die bis dahin unbesiegten Italiener.

Das hat Spaß gemacht – endlich setzten die Kinder das um, was Teamsegeln ausmacht. Möglicherweise zeigte aber auch unsere Motivationstaktik Erfolg. Die vier sind nämlich (genau wie ihre Trainerin) leckerem Essen sehr zugetan – ich versprach bei einem Sieg gegen Italien einen Besuch in einer Pizzeria ihrer Wahl – mit Stolz geschwellter Brust und gereckter Faust kamen sie nach dem Sieg auf uns zugesegelt und beantragten „al Porto“ in Torbole für morgen abend…..



Team Germania greift wieder ein

letzte Tipps von Grit

Bootswechsel

Sieg über Italien!!

Ja, ja Meister!!!

Gegen Kroatien ging die Nachspeise leider verloren. Alle Rennen waren knapp und knapper – fast immer herrschte Punktegleichstand, so dass das Team gewann, welches nicht den ersten hatte. Am Ende konnte Belgien dann deutlich besiegt werden und alle waren froh, die Vorrunde so zu Ende gebracht zu haben. Knapp nach unserm letzten Sieg ging der Wind weg, die verbleibenden drei Starts mussten lange warten. Wir auch, aber gemütlicher an Land. Als endlich die letzten im Hafen waren, folgte das Meeting mit dem Jury Obmann, der den Kindern sehr nett (weil dauerhaft schmunzelnd) die Tücken in den Wettfahrtregeln nahe bringt. Hotel, Dusche, Essen, einen Werner Kurzfilm gucken, besprechen, schlafen – das war das Abendprogramm.


Wir gehören im übrigen zu den am besten gekleideten Teams: heute komplett in rosa. Und riechen tun wir auch prima, dank unserem Sponsor Jürgen Merz von der Germania-Apotheke in Nürnberg, der Shampoo und man glaubt es kaum – schwarz rot goldene Zahnbürsten zur Verfügung stellte. Kein Wunder dass die Zähne strahlen bei derartiger Mundpflege.


Morgen geht es um den Einzug ins Halbfinale. Jeder goldene gegen alle anderen goldenen. Die Punkte, die wir jetzt haben zählen mit und morgen jeder Sieg doppelt. Rechnerisch ist also alles drin. Ziel ist morgen abend ein Platz unter den ersten vier, denn die segeln dann die Halbfinals nach Ko System. Aber das ja erst am Samstag und morgen ist Freitag und wir werden alle Kräfte und jedes Daumen drücken brauchen. Wir freuen uns, dass die Kids so schnell lernen und mit jedem Rennen besser werden. Mit unseren Voraussetzungen (nahezu keine Teamrace Erfahrung bei den vieren) können wir wirklich stolz sein, unser erstes Ziel, die Goldgruppe erreicht zu haben. Da geht noch was und wie schon bei der EM ist eines sicher: „die Ente kackt hinten“. Schaun mer mal….

Die Stimmung ist weiterhin hervorragend, die Motivation hoch – beste Voraussetzungen für einen hoffentlich guten Tag morgen.

 

Viele Grüße nach Hause senden die vier Musketiere und die Bergsitzfraktion

 

Team-Race am Ledro See - 2 -


Erster Wettfahrttag

Uff – der erste Tag wäre geschafft. Pünktlich um neun versammelten sich die zwölf Teams zur Besprechung. Da die Niederlande nun doch nicht starteten, gab es neue Startreihenfolgen und die in mühsamer nächtlicher Arbeit für die Kinder erstellten Pläne waren was für den Müll. Macht ja nix, schreiben wir halt neu – basteln war schon immer eine meiner Stärken - denn wasserdicht sollte es ja auch noch sein. Damit hatten wir die ersten zwei Rennen frei und machten es uns auf dem Berg über dem Ponton gemütlich.





In Ruhe analysierten wir das Teamrace noch mal am lebenden Objekt. Die Kinder waren aufgeregt, die ersten zwei Rennen zu beobachten half etwas beim beruhigen. Top motiviert gingen sie dann aufs Wasser – der Wechsel am Ponton klappte gut.






Trainerin flugs wieder auf den Aussichtspunkt und schon hieß es Daumen drücken gegen Slovenien. Es war spannend bis zum Schluss und da der Berg nicht in der Zielpeilung lag, konnten wir nicht erkennen, ob GER oder SLO nun achter war. Aber die Frage blieb nicht lange offen, wir hatten ja Traudi, die hochkommunikativ sofort die zurückkehrenden Slovenen interviewte – unser Team hatte die Feuertaufe bestanden und denkbar knapp gewonnen. Das nächste Rennen gegen Norwegen zerrte genauso an den Nerven auf dem Beobachtungsposten. Mit schon mehr Sicherheit brachten unsere Kids das Ding nach Hause. Max (der Abgesandte) nahm schnell am Ponton Nachfüllwasser und ein paar Tipps entgegen.


Schon ging es weiter gegen die Türkei. Das Wasser hat offensichtlich für noch mehr Frische gesorgt – unsere Gegner waren zwar lange gut dabei, konnten aber deutlich besiegt werden. Irgendwie ärgerlich, es lief grad so gut und plötzlich war der Wind weg. Wir waren zwar mit der einen Windstärke nicht gerade verwöhnt, aber gar nix war doch zu wenig…. Warten auf dem Wasser für die Kinder und auf dem Aussichtspunkt für Trainer, Teamleitung und Mutter. Unser Plätzchen war eigentlich ganz schön, nur gab es weder Schatten noch Toiletten, was nach mehreren Stunden immer weniger schön wurde. Außerdem geb ich es gern zu – mir fehlte mein Motorboot und der fehlende Kontakt zu den Kindern machte mich leicht nörgelig…. War ja keiner da, den man mit tollen Tipps besabbeln konnte. An Land konnten die Kinder auch nicht, da es jederzeit weitergehen konnte und der Weg recht weit war. Nach einer Stunde gelang es uns immerhin, ihnen Nahrung und neues Wasser, versehen mit Grüßen, zuzuschmuggeln.


Als es schon niemand mehr glaubte, ging es endlich weiter – der nächste Gegner war Polen. Leider – denn die Kinder hatten einfach zu viel Respekt. Völlig unbegründet, denn deutlich war es wirklich nicht. Ganz knapp mussten sie sich geschlagen geben. Und nun wurden sie etwas unsicherer und machten Fehler, auf die wir gern hätten verzichten können. Die Schweden zählen eher nicht zu den Favoriten, waren aber in diesem Lauf besser. Wieder ging der Wind weg und nach kurzem Warten kam dann die Entscheidung: Alle zurück, morgen geht’s weiter. Für uns kam das sehr gelegen, denn eine kleine Pause zum verarbeiten all der neuen Eindrücke und Erkenntnisse war dringend notwendig. Inzwischen ist gegessen und besprochen, alle sind gut drauf, aber stehend ko. Die Nachtruhe brauche ich heute wohl nicht kontrollieren. Kermit schläft schon, so viele Rennen ist er einfach nicht gewöhnt. Morgen will er seine Sache noch besser machen. Es ist alles noch drin – schließlich haben wir erst die Hälfte der Vorrunde und das Ziel heißt erstmal, einen Platz in der Goldgruppe zu erhaschen. Und deshalb wollen wir morgen GBR und danach Italien schlagen. Und dann alle anderen…..

Der Tag war wirklich anstrengend….Gute Nacht nach Hause.

 

Euer Teamraceteam

 

Im übrigen fehlen unsere drei anderen EM Kinder uns schon sehr – es ist gewöhnungsbedürftig ohne euch – immer noch fragen wir uns, wo ihr zu den Besprechungen bleibt und als Antwort krieg ich meist: Leni ist noch schnell im Internet und Ole und Marvin – na die kommen schon gleich…. Viele Grüße nach Neuseeland (Ole), Österreich (Marvin) und an Leni (wo immer sie auch ist)….

 

 

 

Team Race EM am Ledro See - 1 -

Anreise / 1. Tag

Moin moin, servus, grüß Gott – da sind wir wieder….. Wir: das sind Paulina, Finja, Max und Maximilian.







 

 

Auf der Euro am Gardasee qualifiziert, in Ribnitz mit Topplatzierungen überzeugt, dann zwei Wochen erholt, finden wir uns nun am Ledrosee wieder, um Deutschland auf der Teamrace Euro zu vertreten. Getreu dem Motto: „never change a winning team“ durften auch Sabine (Teamleitung) und ich (Grit, Trainerin) wieder mit. Nur Lutze muss in Nürnberg das Haus hüten und wollte auch noch lieber selber segeln gehen….

 

 


Angefangen hat es eigentlich schon vor 27 Stunden – Finja und ich starteten per Flieger in Hamburg. Wir waren superschnell und pünktlich und Sabine und Lutz freuten sich, uns nach der langen (zweiwöchigen) Trennung wieder zu sehen. Wir verbrachten eine geruhsame Nacht in Nürnberg, die leider schon um 4.45 Uhr endete… Dann gings Richtung München, die drei Bayern einsammeln und ohne Staus zügig nach Italien. Auf Miss Piggy müssen wir leider verzichten, da sie schreckliche Flugangst hat und außerdem einen extra Platz gebraucht hätte. Kermit macht die Vertretung und seine Sache hoffentlich gut – heute hat er schon mal seinen gelben Bauch in die Sonne gehalten. Dank Traudi (sie war bereits als Scout vor Ort) verfuhren wir uns nicht, erreichten gegen eins den Club, waren kurz vor zwei im Hotel und um drei auf dem Wasser. Der See ist landschaftlich ein Traum, das einzige Problem ist, dass wir ja hier keinen Urlaub machen, sondern eigentlich segeln wollen…..(von regelmäßig pendelnden Winden kann jedenfalls keine Rede sein). Die Organisatoren waren super freundlich, wir fühlen uns willkommen. Das Hotel ist einfach aber völlig ok und hat zum Leidwesen der Kinder keinen Pool (aber nach Ansicht der Race Pläne bleibt dafür eh keine Zeit). Nach kurzem kennen lernen der Boote unser Fazit: „wer meckert kommt ins Heim – wir müssen halt das beste draus machen“. Ist ja auch für alle gleich. Die Schiffe samt Ausrüstung sind alle identisch, Segel sind Olimpic und wenn man Glück hat ist auch ne Pütz drin.

Verändern darf man nix, aber wir werden uns schon drauf einstellen. Nachmittags um fünf das erste Meeting, um sechs die Eröffnung, die sehr nett organisiert war.

Nachdem sich der Abmarsch wegen einer fehlenden Pauke in der Musikkapelle etwas verzögerte, bildeten wir zu Entspannung einen Sitzkreis.

 



Sitzkreis

namentliche Vorstellung des Teams auf der Bühne

Kleines Highlight am Rande: bei dem engen Zeitplan war noch Luft für eine Runde Fleischpflanzerl (man sagt auch Buletten, Klopse oder Frikadellen zu ihnen) und danach Kettenkarusell….




Nach einem ausgiebigen Abendessen und dem erlernen neuer Tischsprüche (piep piep usw) folgt eine etwas längere Besprechung. Viel ist neu – z.B. gibt es vier verschiedene Luvtonnen und erst beim zwei-Minuten-Signal erfährt man, wohin man soll (das liegt an den stark drehenden Winden). Jetzt schlafen wir erstmal ne Nacht drüber, morgen früh um neun das nächste Breefing und um halb elf der erste Start. Im ersten Rennen haben wir frei und werden vom Ponton (da sitzen alle Trainer drauf, weil Schlauchboote verboten sind) alles genau beobachten. So haben wir zum Glück noch Zeit taktische Finessen genau zu analysieren und unsere Gegner einzuordnen. Die Stimmung ist wie zu erwarten prima – es geht auf jeden Fall ein ehrgeiziges, nettes und schnelles Team an den Start. Drückt uns die Daumen – hier ist alles möglich, in die eine wie in die andere Richtung…..

 

Herzliche Grüße senden die sechs vom Ledrosee.