Überschrift: die Kinder haben es geschafft, die Eltern sind geschafft
Ziemlich früh (6.30 Uhr) begann dieser letzte Tag der EM. Und ein bisschen angespannt war das ganze Team auch. Jeder wollte heute noch mal alles geben, um die Sensation perfekt zu machen. Doch zuerst hieß es wieder warten, es war kein Wind…
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Beim ersten Einsetzen schickte die Wettfahrtleitung uns aufs Wasser, wo wir wieder ein bisschen warten mussten. Der Wind drehte im Laufe dieses Tages um ca. 160°. Bei ein wenig konstanterem Wind um 2 Bft. wurde dann das 10. Rennen angeschossen. Das große Zittern auf dem Schlauchboot begann. Die Begleitmannschaft an Land war wahrscheinlich auch kurz vor dem Herzinfarkt. Maximilian stellte unsere Nerven auf eine harte Probe und fuhr einen Streicher. Das ging ja gut los. Doch auch seine Verfolger konnten nicht ganz überzeugen. Marvin segelte sensationell und konnte seinen Lauf gewinnen, auch Jakob kam gut mit den Bedingungen zurecht. Nur Henrik war nicht recht zufrieden mit sich. Bei den Mädels fuhr Paulina souverän Platz eins ins Ziel. Wie vor einem Jahr am Gardasee gelang es Sara aus Polen nicht, ihre Nerven im Griff zu behalten, sie fuhr einen Streicher. Damit stand nach Rennen 10 fest: Paulina ist Europameisterin, egal ob es noch eine 11. Wettfahrt gibt und wie sie diese segeln würde! Supergeil! Doch so ganz überschwänglich war die Freude noch nicht, schließlich war noch das ein oder andere offen. Bei den Mädels segelten Finja, Annika und Valerie wieder konstant vorn mit, für Finja war ein Treppchenplatz noch möglich….
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Wieder hieß es warten mit einer Mischung aus Anspannung und Freude. In der Pause gelang es den GBR unsere Miss Piggy zu entführen. Kurz aber deutlich war die Ansprache und dann hatten wir unser etwas ramponiertes (weil ins Wasser gefallenes) Schwein zurück. Überhaupt waren einige Nationen schon in Kaffeeklatschstimmung, wir aber nicht, es ging ja noch um eine Menge! Nach langem Warten, ewigem wieder antesten, ständigem Wind beobachten, wurde gegen 13.00 Uhr die elfte Wettfahrt gestartet. Maximilian trieb mich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Denn jetzt kam der zweite Streicher ins Spiel und plötzlich war der Vorsprung vor dem Ungarn und dem Polen gar nicht mehr so groß. Und dann noch dieser vermasselte Start. Und kaum Chancen sich frei zu fahren, denn man konnte einfach erstmal nur nach links fahren und das tat das ganze Feld dann auch…. Am Gate noch auf Platz 25 – Mensch war mir schlecht. Doch dann wurden noch mal alle Kräfte mobilisiert und im Ziel stand eine 15 zu Buche. Das reichte! Sicherheitshalber warteten wir noch auf den Polen im zweiten Start und dann wurde kräftig abgeklatscht.
Komischerweise hatte die neuseeländische Trainerin zwei deutsche Flaggen dabei. Dank der letzten Stunden brauchte es auch einige Versuche bis ich den Kabelbinder richtig rum festgezogen hatte. Aber dann fiel alle Anspannung ab! Das Team komplettierte mit guten Ergebnissen das spitzenmäßige Mannschaftsergebnis – schade für Finja, dass es im letzten Lauf noch ein Frühstart war.
Was solls: es war eine super Leistung des gesamten EM Teams und wir sind DOPPEL – EUROPAMEISTER!!!!!
In ausgelassener Stimmung bewegte sich das Team langsam in Richtung Hafen. Dort wurden wir von jubelnden Zuschauern mit Welle und Applaus empfangen.
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Gänsehautfeeling. Paulina und Maximilian wurden mit einer zünftigen Sektdusche ihrer im Wasser schwimmenden Väter empfangen.
Es sah vom Wasser aus einfach klasse aus, wie das deutsche Team an Land begrüßt wurde. Das Begleitteam war eben auch toll! Kurz konnten alle den sensationellen Erfolg genießen, dann begann ein bisschen Stress, denn es musste ja alles wieder verladen werden und es war schon recht spät. Beim Verpacken wurden wir immer wieder von Gratulanten unterbrochen, aber das störte uns nicht wirklich. Das Schlauchboot wurde in Portoroz von Hans, Lutz und Philip verladen – vielen Dank für die tatkräftige Hilfe!
Nachdem endlich alles fertig war, konnten wir noch schnell duschen und ein paar Minuten Taschen packen, dann wurden Teamfotos gemacht, ein letztes mal gabs Abendessen und zack war auch schon Zeit für die Preisverteilung.
Das deutsche Team hatte schon mal in der ersten Reihe Platz genommen, umzingelt von diversen Fotoapparaten. Schade, dass Marvin nicht dabei sein konnte, weil er am Sonntag einen dringenden Termin zu Hause hatte.
Dann ging es endlich los und jedes Mal, wenn Germany aufgerufen wurde, gab es riesigen Jubel. Als dann zuerst Paulina, dann Maximilian ganz oben auf dem Treppchen standen, die deutsche Flagge gehisst wurde und unsere Hymne gespielt wurde, das war schon ein ergreifender und toller Moment. Klasse Kinder!
Der Abschluss der Siegerehrung war dann nicht so gelungen, da endlos Preise an Sponsoren und Helfer verteilt wurden, aber irgendwann war auch das überstanden. Danach war noch ein kurzer Fototermin bevor es dahin ging, wo Sieger hingehören: ins Wasser!
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Schnell trocken gelegt, stand für Mäx und Pauli noch ein Besuch im Zelt an – die Europameister gewannen ein nagelneues Boot! Wie gut, dass wir noch Platz auf dem Trailer hatten.
Dann konnten wir endlich anstoßen: auf unsere Goldkinder mit echtem Goldsekt! Für die Erwachsenen war die Party allerdings nur kurz, schließlich stand für den nächsten Morgen 5.00 Uhr die Abfahrt an. Die Kinder haben jedenfalls ausgiebig den letzten Abend genossen und hatten noch um 3.00 Uhr Gäste auf ihren Terrassen. Besonders mit den Niederländern hatten sie viel Spaß und haben auch erste Fortschritte beim erlernen der Sprache gemacht. Die holländischen Jungs erschienen jedenfalls pünktlich kurz nach fünf, um unsere Kinder zu verabschieden.
Die Rückfahrt verlief zuerst sehr ruhig, später dann wachten die Kinder leider wieder auf – man fragt sich doch wie man so unglaublich viel Unsinn in so kurzer Zeit erzählen kann…. Ein dickes Dankeschön an Traudi, die den „Schlafwagen“ bis zum Chiemsee kutschierte, die restlichen Kilometer bis Hamburg waren quasi ein Katzensprung, na ja fast. Am Chiemsee verabschiedeten wir Valerie, Jakob und Maximilian. Der nächste Stopp in Kassel, wo wir Annika und Henrik samt Schiffen abluden. Übrig blieb nur Finja, die abends um neun an einer Raststätte kurz vor Hamburg ihrer glücklichen Mutter übergeben wurde.
Das wars dann auch schon – der Bus ist zurück gegeben, der Trailer auch, Miss Piggy kommt soeben aus der Waschmaschine und freut sich auf ruhigere Zeiten. Lieber Gwen, lieber Fabi – ich habe ihr von euren Angeboten berichtet und muss euch leider enttäuschen – Miss Piggy ist nicht mehr die jüngste und ein Glücksschwein Einsatz pro Jahr reicht ihr völlig, jetzt macht sie erstmal ein paar Wochen Urlaub. Sie hat aber versprochen, in der Verwandtschaft rumzufragen, ob jemand Lust auf den Job hat...
Am Ende möchte ich mich noch besonders bedanken:
- bei Peter Frisch für die tolle Teamkleidung
- bei Familie Hibler für das zur Verfügung stellen der 100 PS samt Ringsrum
- bei allen, die uns die Daumen gedrückt und an uns gedacht haben; vielen Dank auch für die Einträge im Optitalk
- beim Wetterservice aus Hamburg, so dass wir trotz holprigen Internets immer wussten, woher der Wind wehen sollte
- bei der DODV, dass ich diese EM betreuen durfte
- bei den Eltern vor Ort, die unsere Arbeit unterstützt haben
- bei Familie Oczycz für das Glücksbringerfax
- bei Torsten Schieback (apromote) für den tollen T-Shirt-Entwurf
- bei Sabine und Lutz für die altbewährte und immer wieder super engagierte Teamleitung
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Und am aller aller meisten: bei den Kindern! Ihr wart ein spitzen Team, es hat Spaß gemacht mit euch diese EM zu erleben. Es war toll zu sehen, mit wie viel Freude ihr bei der Sache gewesen seid, wie motiviert ihr wart, die Zähne zusammen beißen konntet, trotz Hitze, Flaute und nicht immer 1a Ergebnissen niemals aufgegeben habt. Jeder einzelne von euch, hat alles gegeben, ihr könnt stolz darauf sein, dass wohl erfolgreichste deutsche EM Team (jedenfalls bis jetzt) zu sein! Glückwunsch!
Ein Glückwunsch auch den Heimtrainern der Kinder: ihr habt eine klasse Arbeit gemacht, die Kinder segeln auf einem tollen Niveau! Und sind dabei auch noch nette und (zumeist) fröhliche Zeitgenossen, die sich super schnell auf Neues einstellen könne und prima im Team zusammen halten.
Ich wünsche dem WM Team in Brasilien eine tolle Zeit, spitzen Wind, prima Ergebnisse und freue mich schon auf eure Berichte! Ich werde die Daumen drücken!
Alle anderen treffen sich ja demnächst in Travemünde! Bis dahin:
Herzliche Grüße Grit
Und noch mal zum Genießen die Endergebnisse:
Jungs
1. Maximilian Hibler
11. Marvin Frisch
22. Henrik Vieregge
25. Jakob Meggendorfer
Mädels
1. Paulina
4. Finja
5. Annika
18. Valerie
Überschrift: Heute ging´s zur Sache, da hieß es Ruhe bewahren!
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Liebe Daumendrücker zu Hause; heute gibt es nur einen Kurzbericht, denn für morgen ist der erste Start um 10.00 Uhr angesetzt. Da heißt es früh schlafen gehen, um noch mal richtig fit zu sein. Heute morgen zum Frühstück wehte es richtig! Nur noch Schaumkronen im Regattagebiet zu sehen. Doch bis zum Auslaufen nahm der Wind noch etwas ab und wir segelten drei zügige Rennen bei vier bis fünf Windstärken. Miss Piggy hatte bereits vor dem Frühstück ausgiebig die Wettersituation vom Balkon aus analysiert und sich entsprechend der kühleren Temperaturen entsprechend gekleidet. Sie wusste genau: heute ging es um viel. Maximilian durfte ja im ersten Rennen nicht mitspielen, kam aber motiviert bis in die Haarspitzen ein klein wenig später nach, um das erste Rennen als Zuschauer mit zu verfolgen.
Vor dem ersten Start noch ein kleines Desaster: Jakobs Affenschaukel war nicht ganz so motiviert und beschloss den Geist aufzugeben. Zum Glück lange vor dem Start, so dass die Reparatur so zeitig abgeschlossen war, dass noch genug Zeit für alle Besprechungen blieb. Alle gaben ihr bestes und wie es meist so ist, das eine passte, das andere nicht ganz. Annika hatte im ersten Rennen viel Pech und guckte sich nach ihrer Kenterung das Feld von hinten an. Da ihr das aber nicht gefiel, änderte sie dies in den beiden nächsten Rennen lieber wieder. Gut weggesteckt und prima gekämpft – Hut ab! Insgesamt wieder ein erfolgreicher Tag. Paulina segelte heute 2, 5, 4 und steht weiterhin auf der Liste ganz oben. Sara ist ihr aber knapp auf den Fersen und hat kräftig aufgeholt. Finja erwischte auch wieder einen super Tag und verbesserte sich mit 4, 3, 4 noch mal ordentlich. Annika ließ sich von ihrem Unglück nicht sehr beeindrucken, rutschte aber mit 41, 7, 7 leider etwas nach hinten. Valerie konnte ihr Traumergebnis von gestern nicht wiederholen und segelte mit 19, 20 und 13 prima mit, aber ein kleines bisschen mehr geht da noch! Maximilian segelte nach dem Black flag weiterhin konzentriert und siehe oben und fuhr einen weiteren Essenspunkt (jetzt sind es 6) ein und legte einen 5. nach. Fein, fein, weiter so – Liste sieht so schlecht nicht aus.... Marvin ließ mit seinem 3. ordentlich einen gucken, 21 und 14 sind auch voll im Soll. Henrik mit absolut aufsteigender Tendenz: 22, 15, 6; wenn er so weiter macht, dann sehe ich da morgen möglicherweise einen weiteren Essenspunkt lauern. Jakob, eigentlich ja ein bisschen unser EM Pechvogel (erst der Fuß, dann die Schaukel), kniff auch noch mal die Pobacken zusammen, musste zwar einen 40 verknusen, aber 15 und dann 7 – jawohl es geht!
An Land waren wir recht zeitig und es blieb dank der Tatsache, dass wir mal keine Zeit im Jury Büro verbringen mussten, Zeit für den Pool.
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Am Abend stellten wir dann fest, dass die Wettfahrtleitung Marvin trotz seiner Disqualifikation weiterhin mit Platz 8 in der Liste führte. Aber fair play steht für unser Team ganz vorn, also teilte er der Wettfahrtleitung ihr Versehen mit. Dafür wurde er mit einem Sonderpreis auf der Tagessiegerehrung ausgezeichnet. Ebenso ein Italiener der seinen ersten Platz zurück gab und einen 41, den er regulär gesegelt war, dafür bekam.
Ab dem elften Rennen gibt es einen zweiten Streicher, dann geht es auf der Liste noch mal ein bisschen hin und her. Also morgen um zehn beginnt der Endspurt. Bitte drückt weiter (einige schreiben schon von Sehnenscheidenentzündungen vom vielen Daumen drücken), wir brauchen morgen jeden Fitzel Glück der verfügbar ist. Miss Piggy brach nach ihren Leistungen heute völlig ko unter unserem Baum zusammen, wurde getrocknet und geputzt und ist hoffentlich morgen noch mal in Höchstform!
Soweit von uns, dem gut gelaunten aber etwas nervösen EM Team
Die Gesamtergebnisse nach 9 Wettfahrten mit einem Streicher:
1. Maximilian
1. Paulina
4. Finja
6. Annika
16. Valerie
16. Henrik
20. Marvin
30. Jakob
Überschrift: Donnerwetter
Liebe Daumendrücker zu Hause: bestimmt habt ihr heute gedacht: „das ist ja ein Selbstgänger da, brauchen wir nicht mehr so doll zu drücken“ – aber nein, es ist doch erst am Ende zu Ende. Bitte bitte drückt morgen weiter, ganz ganz doll, das können wir brauchen!
Angefangen hat der Tag mit einem unglaublichen Gewitter, der Himmel sah schon lange vorher toll aus, fast so als würde sich eine richtige Windhose bilden. Innerhalb kürzester Zeit war dann Land unter: Sturm und Platzregen, alle hatten in Windeseile ihre Segel ins Zelt gerettet. Leider wurde dabei Miss Piggy übersehen und bekam eine kräftige Dusche, hoffentlich wird sie zum Ende hin nicht noch krank....
Das Gewitter war schnell vorüber und es ging aufs Wasser, wo uns tolle vier bis sechs Windstärken erwarteten. Das war allerdings leider wohl zu viel des Guten. Eine Ewigkeit verging und der Wettfahrtleitung gelang es nicht, das Startschiff zu verankern und die Tonnen auszulegen...Schade, Schokolade. Da waren schon zwei Stunden angespannter Vorstartstimmung vergangen bis der Beginn des Zusammenbruchs des Windsystems einsetzte und der Kurs endlich lag. Die Jungs waren wieder zuerst an der Reihe. Henrik und Jakob (am Start der eine gut, der andere schlecht) fuhren nach links, weil dorthin sollte es zusammenbrechen, übersahen dabei nur leider die dunkle Wolke auf der rechten Seite. Der Linksdreher kam zu spät für beide und schwups war der Streicher da. Maximilian fuhr einen Grottenstart, Marvin wurde angepfiffen, beide dann hübsch wie geplant über links. Im Ziel als dritter und achter, das war klasse. Leider kam am Abend das böse Erwachen: Marvin hatte zwar zwei Kringel gedreht, aber weil es so voll ringsrum war, zuerst den einen und etwas später den zweiten. Das ist leider nicht regelkonform und so verloren wir eine langwierige Protestverhandlung und der achte wurde ein DSQ. Und um das Bild der Jungen zuende zu zeichnen: es wurden noch einige Startversuche für das 7. Rennen unternommen. Bei einem davon erwische Maximilian einen bfd und darf nun morgen erst mal aussetzen (kurz darauf wurde für heute abgebrochen aber der bfd zählt ja auch morgen noch...)
Ganz anders bei den Mädels: Die Starts gut bis durchwachsen, Speed und Taktik zum Teil brilliant. Der nächste Tagessieg war die Belohnung, diesmal für Valerie. Paulina auf zwei, Finja auf sieben und Annika auf fünfzehn. Das war schick!
Nun haben wir also 6 Rennen und den ersten Streicher. Das war ein nervenaufreibender Tag auf dem Wasser. Lang, heiß und anstrengend.
Die Kinder entspannen sich bei den Harken Games, was genau das war, schreiben wir morgen, auf jeden Fall ging es um Geschwindigkeit (diesmal an Land), Geschicklichkeit und Cleverness. Gleich geht es zu Bett, damit wir auch morgen wieder gut vorbereitet an den Start gehen können. Es sind auch alle ziemlich ko. Die Stimmung ist nach wie vor gut, klar das ein oder andere Haar in der Suppe ist auch dabei, aber sonst würden wir ja auch ununterbrochen grienend durch die Gegend laufen. Alle wollen morgen wieder alles geben. Die anderen Nationen versuchen schon den ganzen Tag uns Miss Piggy abzuschwatzen bzw. abzukaufen, aber das werden wir natürlich nicht zulassen. Wir knuddeln sie gleich noch mal ganz doll und dann lassen wir sie für den neuen Segeltag ausruhen!.
Bitte drückt morgen wieder ganz doll! Wir wollen doch statt Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt lieber nur noch Himmel hochjauchzend!
Es grüßt das EM Powerteam
Die komplette Ergebnisliste findet Ihr auf der website des Veranstalters
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PS: Auch die Harken Games des Tages gingen mit einem deutschen Sieg zu Ende:
das Team "2 fast 4 u", der deutschen Jungs gewann den ersten Preis. (Allerdings waren die Kids zur Zeit der Preisverteilung schon im Bett, so dass Sabine auf die Bühne musste)
Überschrift: deutscher Tag
Was soll man über so einen Tag schreiben??? Dass wir ganz normal gefrühstückt haben, uns wie immer sorgfältig und motiviert vorbereitet haben, die Windvorhersage eher mäßig war und dass eigentlich alles war wie immer??? Oder dass die Kinder einfach hammergeil (ich weiß man sagt so eigentlich nicht) gesegelt sind??? Es gab heute drei Rennen bei drei bis fünf Bft., das war richtiger! Wind, damit hatte niemand so gerechnet. Die Drehungen hatte der Wetterbericht im Gegensatz zur Stärke allerdings ganz gut vorhergesagt. Strömung war erst eher wenig, später schon ganz beachtlich, relativierte sich aber durch die Windstärke...Wir starteten pünktlich kurz nach zwölf und schafften in erstaunlichem Tempo drei Wettfahrten.
Die Punkte – Wertung für das leckere Essen steigerte sich um 200% - heute konnten wir Finja, Annika und Paulina zu je einem Tagessieg gratulieren. Maximilian segelte konstant in der Spitze, setzte seine Taktik souverän um und kann höchst zufrieden auf die Plätze 5, 2 und 7 zurück blicken. Henrik legte drei saubere Starts hin, hat sich aber unterwegs immer mal wieder ein bisschen vertüddelt und nicht ganz konsequent seine Entscheidungen weiter umgesetzt. Insgesamt trotzdem toll mit 12, 13 und 18. Schließlich können hier alle geradeaus fahren und jeder kleine Fehler rächt sich sofort. Marvin muss noch etwas an seinem Tunnelblick (Wind, Start, Speed) arbeiten, er will auf zu viele Dinge gleichzeitig achten und versemmelte deshalb gleich zwei von drei Starts. Mit den Platzierungen 14, 24 und 22 hat er sich prima gerettet. Und auch Jakob fand läuft langsam zu Hochform auf, wenn nur einmal alles passen würde und nicht nur Einzelteile...Im letzten Rennen fuhr er den Start des Tages, ein tolles Bild, bei Null mit Speed an der Linie als leewärtigstes Boot – Bilderbuchreif! Ein wurstiger Fehler in der Nachstartphase und aus wars mit dem greifbar nahen Top drei Platz. Doch trotzdem sind 15, 17 und 33 super Ergebnisse!
Die Mädels setzten dem ganzen dann die Krone auf. Valerie startet immer noch zu vorsichtig und wäre ganz sicher auch ganz vorne, wenn sie nicht so viel mit dem frei fahren nach dem Start beschäftigt wäre. Für morgen sollen aus 9, 15, 12 lauter Top Ten Plätze werden. Paulina hatte auch echte Startschwierigkeiten und wurde zweimal komplett überfahren. Tolle Technik und Taktik retteten jedoch prima Plätze (3,8). Im letzten Lauf endlich ein Traumstart und als Folge dessen konnte die Konkurrenz nur noch ein ganz kleines Schiffchen ganz weit weg erkennen – kann das nicht immer so aussehen bitte!? Annika hatte heute morgen bestimmt etwas Sorge ob es wohl so toll weitergehen würde wie gestern, und ja: es ging: gleich wieder ein Sieg im ersten Rennen, Platz 3 und 4 im Anschluss führten zu Dauerlächeln. Und auch Finja ist endlich ganz in ihrem Boot angekommen, saubere Starts und die Plätze 3,1,3 – ich sag ja einfach Hammer!
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Die Tagessiegerehrung durften wir natürlich heute nicht verpassen, der Moderator hat uns schon ein bisschen aufgezogen: Platz eins bis drei (Finja, Annika, Pauli) bei den Mädels und Maximilian als erster bei den Jungen. Ach das freut das Trainerherz!
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Valerie hat leider etwas mit Kopfweh zu kämpfen, aber gleich leisten die anderen ihr wieder Gesellschaft beim Weg ins Land der Träume. Denn eins ist mal relativ klar: so wie die Liste jetzt ist, wird sie wohl nicht bleiben und morgen geht das Spiel wieder bei Null los.... Wir wollen wieder hoch konzentriert alles geben und noch ein paar weniger Fehler machen als heute, denn dieses Gefühl, einen Megatag erlebt zu haben, das wollen wir gern noch mal! Und noch mal! Und noch mal! Danke fürs Daumen drücken bitte weiter so und noch ein bisschen mehr, wir wollen euch auch morgen wieder mit guten Nachrichten erfreuen.
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Die Teamleitung sorgten natürlich auch heute für ein stimmiges Ringsrum und auch die Elternbegleitmannschaft trägt zur guten Stimmung bei.
Zum Glück hat niemand die Adrenalinausschüttungen auf dem Schlauchboot gemessen, ich brauch jetzt dringend Ruhe. So wie unser fleißiges Glücksschwein, nur dass das noch eine kleine Rückenmassage erhaschen konnte, darauf muss ich wohl noch ein bisschen warten (aber warten ist ja eine unserer leichtesten Übungen...). Aber trotz Verspannungen und Anspannungen freue ich mich auf morgen und wir hoffen wieder auf Traumwind, Traumstarts und Traumergebnisse.
Grüße vom noch zufriedeneren EM Team
Und hier die Gesamtplätze nach 5 Rennen ohne Streicher
1. Maximlian
1. Annika
2. Paulina
7. Finja
12. Henrik
15. Valerie
17. Marvin
24. Jakob
einfach Hammer oder????!!!!
Überschrift: Schwein gehabt
Heute begann meine Trainerarbeit schon im Morgengrauen mit dem Beschwören des Windgottes.
In der Nacht hatte es geregnet und die Luft war deutlich abgekühlt. Das hielt aber nicht lange an und schon bald war es wieder so heiß wie gewohnt. Leise Zweifel, ob sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte, schlichen sich schon bald ein, kein Windhauch regte sich. Also wieder das böse W… Wort. Die Startverschiebung vertrieben wir uns mit essen, sprechen, noch mehr essen und natürlich trinken. Finja sprach plötzlich einen wildfremden Mann an – ihr Flipflop schwamm mitten im Hafen und der fremde Mann war der einzige in Badesachen. Er war sehr hilfsbereit und bald war Finjas Fußbekleidung wieder vollständig.
Stunden später Wind und zügig ging es aufs Wasser. Ebenso zügig war der Wind wieder weg und schon beim Rausschleppen sah das Wasser wieder mehr aus wie ein Ententeich…
Also verankerten wir gleich die Optis in der Nähe des Startschiffes und fuhren dann mit allen Kindern zum Strömung messen über den Parcours. Danach haben wir wieder gegessen, gesprochen und getrunken und prompt gab es noch mal Wind, natürlich aus einer ganz anderen Richtung. Innerhalb von 10 Minuten von 0 auf 4 – 5 Bft: das war schon ganz beeindruckend.
Jubelnd segelten die Kids sich ein; endlich Wind. Genau so verlief auch die Wettfahrt. Das Team hatte Grund zum Jubeln. Henrik startete gut und fuhr ein prima Rennen, im Ziel ein achter Platz. Marvin hatte bei der Besprechung zum Thema starten wohl anderes im Ohr – das war nicht schön anzusehen, aber furios kämpfte er sich vor bis auf 15. Im zweiten Jungsstart kommt Maximilian gut raus, Jakob bleibt ein bisschen stecken, kann sich aber gleich frei fahren. Im Ziel Mäx auf drei und Jakob auf 15. Und nun die Mädels: Klasse Start von Annika und Valerie war wieder etwas zu schüchtern…. Doch beide sind super schnell und pflügen durch die Wellen. Endlich: der erste deutsche Tagessieg! Glückwunsch Annika und alle anderen: auf auf, das könnt ihr auch…. Valerie kommt als zwölfte an, für den Start ganz klasse. Und im vierten Start kommen Pauli und Finja gut weg, leider einen Tick zu mittig. Macht nix, Volldampf voraus. Tja und hätte Paulina dann nicht die falsche Gate Tonne genommen, wären wir einem leckeren Essen schon einen Schritt näher. So wird es ein feiner dritter Platz und Finja vollendet das Gesamtergebnis mit einer 15. Noch mal die Einzelplätze: 1,3,3,8,12,15,15,15 – das darf gern so bleiben oder besser werden….
Die nächste Wettfahrt folgte auf dem Fuße, der Wind brach allerdings schon ein und wir fragten uns, ob der angesagte Nordwind (vorher Süd) denn wohl wirklich kommen würde. Leider vergaßen die Herren einen Blick nach hinten und sahen das Gewitter nicht heran nahen. Die Mädels eigentlich schon, unterschätzten aber wohl die Heftigkeit der zu erwartenden Winddrehung. Inzwischen hatte der Strom sich auch wieder verdoppelt und machte die Kreuz bei 5 Knoten und großer Welle zu einer weniger angenehmen Angelegenheit. An der Luvtonne waren die Platzierungen der Jungen spitze, wenn man von hinten gewertet hätte. Dank plötzlichen 20 Knoten und 180° Winddrehung blieb uns ein schlimmer Tagesabschluss erspart – das Rennen wurde abgebrochen – Schwein gehabt. (Morgen stehe ich wieder so früh auf und erkläre dem Windgott noch mal, wie wir uns das so vorstellen, und wenn ich dabei nicht wieder einschlafe so wie heute, dann reicht es vielleicht auch für 2 oder 3 Rennen…). Alle flogen gleichzeitig auf die Slipbahn zu; das versprach wieder ein echtes highlight zu werden. Die Kinder inzwischen allerdings sehr clever, hielten ihre Boote erstmal im Wasser stehend fest und slippten wenn sich eine Lücke ergab; so blieb wieder alles heil und unsere Nerven wurden geschont.
Dann reichte Finja einen Protest gegen Spanien ein, eine klare Regel 10 und das auch noch etwa zwei Längen vor der Luvtonne. Statt dass sich das Mädchen entschuldigte, wurde Finja auch noch angemault – das gab nach langen Überlegungen auch den Ausschlag dafür, dass der Protest tatsächlich durchgezogen wurde. Die Jury entschied klar gegen Spanien, das tut uns natürlich irgendwie auch leid, aber beim nächsten mal wird das Mädchen vielleicht kringeln, wenn was schief gegangen ist. Auch hier gilt eben: Regeln sind für alle da. Am Abend wurde wieder gegessen, gesprochen und getrunken. Auch unser festes Ritual – die gemeinsame Magnesiumeinnahme am Abend stand wieder auf dem Programm: mit einem kräftigen „Hipp Hipp Kipp Kipp“ werden die Tütchen mit dem Cranberry Pulver geleert, damit wir bis zum Ende topfit bleiben, denn alle wissen: „die Ente kackt hinten“ und hier ist absolut alles möglich. Gleich halten wir Leistungsschlaf und freuen uns auf gedrückte Daumen für schönen Wind für die morgen angesetzten drei Rennen.
Viele Grüße vom ziemlich zufriedenen EM Team
Und schnell noch die Gesamtplätze:
4. Maximilian
4. Paulina
6. Annika
18. Marvin
21. Henrik
24. Valerie
32. Finja
33. Jakob
PS: Liebes NAM-Team, auch wir verfolgen Euch täglich. Ihr seid toll gesegelt und hattet eine prima Zeit. Wir wünschen einen guten Rückflug und Severin gute Besserung!!!
Bis bald in Travemünde
Überschrift: nun hat Miss Piggy wieder Arbeit
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Endlich geht’s los. Heute durften wir eine halbe Stunde länger schlafen, da es ja gestern etwas später geworden war. Nach dem Frühstück zuerst Boote aufbauen, dann die letzte große Besprechung vor dem ersten Rennen der Europameisterschaft. Leichte Spannung war bei fast allen zu spüren. Für jeden Opti gab es Tracker, so dass an Land die Wettfahrten verfolgt werden können. Wenn alles so wäre wie es sollte, könnte man sogar hinterher im Internet alles ansehen. Das probieren wir heute abend noch mal. Das beste allerdings: es war Wind! Eine schöne konstante Windstärke! Außerdem gab es einen rostigen Ponton aus dem eine zweite Slipbahn gebastelt werden sollte, das Ergebnis ist überwältigend und wir stellen uns lieber weiter an...
Bestens gelaunt segelten die Kinder sich ein, während unsere 100 PS uns rasant von Tonne zu Tonne beförderten, um Strömung zu checken. Das hat sich aber mal gelohnt. Auf der rechten Seite 2 m pro Minute aus Windrichtung; auf der linken ca. 8 m genau 180° gedreht. Relativ pünktlich (also etwa viertel nach zwölf) dann das erste Startsignal. Vorher hatten natürlich alle einmal kräftig das Glücksschwein geknuddelt; Miss Piggy ist sehr stolz auf ihren neuen Platz hinten auf dem Fahrersitz, der muss quasi extra für ein Glücksschwein konzipiert worden sein.
Auch sonst wissen wir die Vorzüge unseres Schlauchbootes zu schätzen; locker lässt sich alles Material stauen und dank 12 Volt Anschluss und elektrischer Kühlbox sind Schokoriegel und Brötchen auch noch Stunden später prima gekühlt.
Zurück zum Start: die Eröffnung fuhren Maximilian und Henrik. Mäx kommt toll raus, Henrik war vom waiting area aus klasse zu sehen (also leider in der allerletzten Reihe). Allgemeiner Rückruf – puhhh. Beim regulären Start dann anders herum: Henrik kommt gut weg und Maximilian kämpft sich durch die Abwinde. Zum Glück wussten beide genau, wohin sie wollten, Henrik traut sich nur nicht weit genug in den Schiebestrom. Im Ziel landet Maximilian als achter und Henrik auf 22. Ein guter Auftakt. Im zweiten Rennen der Jungs segelt Marvin einen Sahneschnittchenstart während Jakob sich für die kommunikative Variante inmitten vieler anderer Segler entscheidet. Marvin hätte den ersten Punkt für die 4-Sterne-Wertung ersegeln können (bei 9 Tagessiegen gewinnen die Kinder ein Essen in einem 4 Sterne Lokal…). Doch als Miss Piggy ihre Farbe von hellrosa nach grau wechselte, war mir schon klar, dass da was nicht stimmt – wer hat denn gesagt, dass man in der Nachstartphase noch mal Wendentraining machen soll????? Jakob konnte sich gut frei segeln, steckte aber auf der falschen Seite fest, nutzte den Strom aber prima aus und beendete das Rennen als 27. Marvin ging als 12. durchs Ziel, da ist mir eindeutig eine zwei zuviel in der Zahl….
Danach die Mädels, die leider erst zum starten kamen, als der Wind schon zusammenbrach. Pauli und Finja kommen gut raus, leider nicht gut genug und müssen sich dann frei fahren. Als acht und sechzehn gehen sie auf den Vorwinder, danach: „nicht aufgepasst, nicht aufgepasst“ (das ist so eine Art Teamrapp). Pauli hat noch Glück und ist umgeben von ähnlich aufmerksamen Seglerinnen und rettet sich als siebte ins Ziel. Finja war verwirrt von den beiden Gruppen die vom Ziel zum Start fuhren und hatte Probleme dieses zu finden. K… - Halbwind ins Ziel und nur noch 23. Im letzten Start des Tages dann Valerie und Annika. Miss Piggy schien ermattet von der Hitze, Valerie kam gar nicht weg, Annika so lala. Dann hab ich dem Schwein erstmal ein bisschen Wasser aus der Kühlbox ins Genick gegossen, damit es wieder aufwacht! Grade noch rechtzeitig; Annika segelt in ihrem ersten Eurolauf auf zwölf und Valerie auf 21.
Danach schlief der Wind ein und wir warteten und warteten und warteten….Und tranken und tranken und tranken. Vor Langeweile wurde die komplette Kühlbox leer gegessen und dann haben wir wieder gewartet und gewartet und gewartet… Irgendwann lieferte die Teamleitung Eis an den Anleger und die … PS brachten es tiefgefroren an die Kinder.
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Im selben Moment wurde für heute abgebrochen und die Schleppverbände setzten sich Richtung Slipbahn in Bewegung. Wir noch nicht, denn wir können ja inzwischen warten und … Nachdem das Eis in Ruhe aufgegessen war, tuckerten wir gemütlich, w… (ihr kennt das Wort jetzt schon) noch ein wenig bis Platz an der Slip war und legten dann ohne großen Trouble an.
Eine kleine Poolabkühlung, eine Dusche, das Abendessen, Besprechung…..
Gleich ist es Bettzeit. Wir haben gesehen, was unser Team kann, alle wissen ganz klar, dass sie noch mehr auf Angriff fahren wollen. Und das am liebsten morgen mit Wind.
Vielen Dank fürs Daumen drücken, bitte noch ein bisschen fester…
Es grüßt das w….erprobte EM Team
Die Ergebnisse von heute: wer den Text gelesen hat, der weiß sie schon… alle Einzelplätze mal zwei und das ist der momentane Gesamtplatz….
Wer es ganz genau wisen will, siehe homepage des Veranstalters
Practise Race und Eröffnung
Wunderbar: ein leichter Wind schon am Morgen. Das ließ hoffen. Während alle anderen schon ihre Boote aufbauten, begann für Henrik und mich der dritte Tag im Vermessungszelt. Papa Frisch brachte das überarbeitete Segel – jetzt passte es, auch wenn die Optik sehr gewöhnungsbedürftig ist. Nachdem diese Hürde endlich gemeistert war (man kann ja wirklich froh sein, dass es drei Vermessungstage gab), besprachen wir ausführlich die Segelanweisungen. Ein letzter Bootscheck, ein kleiner Snack und los gings zum Probelauf. Kurz bevor die Vorleine gelöst wurde, spurtete Sabine auf uns zu: im Teamleaders Meeting hatte man soeben mitgeteilt, dass das Practise Race erst um 14.00 Uhr starten sollte. Klasse Sache um kurz nach zwölf, wenn eigentlich alle schon auf dem Wasser sind, weil der Start für 13.00 Uhr im Programm steht. Den Flaggenmast für die Signale im Hafen konnten wir bisher auch noch nicht entdecken. Die Verschiebung störte uns nicht weiter, so konnten wir dann wenigstens noch mal kurz die neuen Segel in Augenschein nehmen und uns ausgiebig einsegeln. Gegen halb zwei wollten wir dann ja gern mal das Racing Area aufsuchen – einziges Problem: kein Boot der Wettfahrtleitung war zu sehen, keine Tonnen, kein Startschiff usw.
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Die neuseeländische Trainerin ist inzwischen komplett entsetzt ob der Organisation hier, wir beschlossen zur Not einen Übungskurs mit Trainerbooten auszulegen. Dann geschah das unglaubliche. Zehn vor zwei rasten vier Wettfahrtleitungsboote und ein Startschiff auf uns zu. Zum Glück waren wir genau da, wo gestartet werden sollte. Pünktlich um zwei wurde Startverschiebung gezogen und um kurz vor drei konnte dann fast rechtzeitig gestartet werden. Das ganze bei wunderbarem Wind um 3 Bft. Dass der Anker vom Startschiff nicht hielt, die Linie so schief war, dass keiner das Pin end Boot auch nur gefunden hat und die Flaggen so klein waren, dass man sie kaum erkennen konnte, erwähne ich mal nur am Rande. Natürlich fuhren die meisten wieder viel zu früh los, aber das war uns egal. Wir wollten noch einmal Geschwindigkeiten vergleichen und taktische Beobachtungen machen. Alles lief prima, Das deutsche Team ist rasend schnell und auch taktisch lagen wir richtig. Gut dass wir uns so ausführlich über Strömung unterhalten hatten, viele fanden sich an der Luvtonne klebend wieder, wir nicht. Am Gate bogen die meisten ab, wir auch, denn inzwischen war auch die Uhrzeit deutlich voran geschritten und die Eröffnung nicht mehr weit weg.
Zum Chaos an der Slipbahn fehlen mir komplett die Worte. Eine Slipbahn, wo nur ein Opti gleichzeitig raus kann. Steht keiner mit dem richtigen Trailer bereit, ist alles minutenlang blockiert. Die ersten Schiffe wurden über Steine gezogen, die Situation drohte mehrfach zu eskalieren. Bei uns ist dank der guten Zusammenarbeit des Teams noch alles heil geblieben. So kann das aber wohl kaum weiter gehen. Man versprach über Nacht eine zweite Slipbahn zu bauen. Da sind wir gespannt, wo doch bisher hier vor Ort alles so perfekt organisiert war. Die Frage, wie man bei solchen Bedingungen hierher eine Euro vergeben kann wird immer lauter.
Nach dem unerfreulichen Slippen folgte eine Powerdusche, ein zügiges Abendessen und um 18.30 Uhr legten die Schiffe ab, die uns nach Piran zur Eröffnung brachten. Das war das erste was hier pünktlich geklappt hat. Wir sahen klasse aus (ein dickes Dankeschön an Peter Frisch) und waren auch mit Abstand am schönsten geschminkt.
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Unsere Flagge hatte man leider falsch herum befestigt, aber das konnte schnell bereinigt werden. Die Eröffnung war gut und beim Einmarsch konnten wir uns hinter Griechenland als zweite Nation behaupten. Hätten wir den Start nicht verpasst, wären wir ganz vorn gewesen – das soll uns morgen auf dem Wasser nicht passieren. Es gab ein paar Reden, eine gänsehautmäßig gesungene slowenische Nationalhymne und einige Tanzvorführungen sowie ein Orchester.
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Anschließend wanderten wir ein wenig durch Piran, eigentlich ein netter kleiner Ort (wenn man vom Yachtclub mal absieht). Die Kinder erfreuten sich an jedem Stand mit Ramsch und wir konnten schnell noch ein paar Team-Glücks-Armbänder erstehen (die sind natürlich kein Ramsch!).
Als es langsam dunkel wurde, ließen wir wie schon am Gardasee unsere Wünsche in den Himmel steigen und hatten dabei eine Menge Zuschauer. Da es nicht ganz windstill war (eigentlich soll der Wind sich doch für die Meisterschaft erholen), hatte der ein oder andere Ballon Probleme. Einer fing Feuer, einer fiel nach unten, statt aufzusteigen, doch die meisten Wünsche erreichten den Himmel unfallfrei. Und für die anderen gab es eine zweite Chance, wie im richtigen Leben kann es ja nicht mit allem beim ersten Versuch klappen. Wieder eine tolle Idee von Sabine und Lutz und sehr weitsichtig ein paar Ersatzballons dabei zu haben…..
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Die Rückfahrt übers dunkle Wasser mit den vielen kleinen Lichtern und den beleuchteten Burgen an Land rundete einen schönen Eröffnungsabend ab. Jetzt liegen alle in den Betten und träumen bestimmt von der Erfüllung ihrer Wünsche. Morgen um 12.00 Uhr soll der erste Startschuss fallen. Wir hoffen, ihr drückt uns kräftig die Daumen!
Euer Morgn-geht’s-los-EM-Team
PS: Ein besonderer Gruß geht heute an Heide Nülle: von der Lady aus Finland mit der sie sich in Cesme so gut unterhalten hat.
Überschrift: lustig und Schluss mit lustig
Die einen verbrachten den Vormittag beim Baden, die anderen im Vermessungszelt. Inzwischen bin ich mit allen Vermessern per du. Zum Glück gab es bei Paulina keine Probleme. Mittags starteten wir dann zu unserem „shopping“ Ausflug nach Portoroz
Zu shoppen gab es zwar nichts, dafür jede Menge Spaß bei der mentos Promotion und auch die Damen, die uns Nivea Pröbchen verteilten hatten wir schnell in unsere Herzen geschlossen. Leider war das Fassungsvermögen von Rucksäcken und Handtaschen irgendwann erschöpft, sonst hätten wir es sicher geschafft, eine Jahresration Sonnencreme und Nivea soft als Mitbringsel für zu Hause einzusacken. Der Nachmittag hatte den Unterhaltungswert eines Vergnügungsparkes, nur dass es fast nichts gekostet hat…
Zurück im Hotel wurde nun Karlheinz mit den drei neuen Segeln sehnsüchtig erwartet. Schnell wollten wir diese dann durch die Vermessung bringen. Kleine Flurschäden (Segelnummernabstände und Kauschenabstände) wurden schnell behoben, Annika und Jakob konnten irgendwann aufatmen. Sie haben jetzt ein Segel für die Euro. Das neue Segel für Henrik hatte leider die alten Probleme. Zum Glück gibt es morgen ja noch einen dritten Vermessungstag und nun muss doch das Vorliek abgeschnitten werden. Kein schöner Start, unheimlich zeit- und nervenaufreibend. Über Sinn und Unsinn einzelner Millimeter mag man sich streiten, aber Spielregeln sind für alle da, die am Spiel teilnehmen wollen. So ist das nun mal.
Morgen geht’s los – um 13.00 Uhr starten wir zum Practise Race, am Abend dann die Eröffnung. Endlich geht’s richtig los. Wir wünschen uns ein vermessenes Segel für Henrik und Wind, damit man es auch benutzen kann.
Viele Grüße vom Beach Boot Team
Überschrift: mieses Karma
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Natürlich sind wir wie immer gut gelaunt aufgestanden, natürlich war wie immer kein Wind, natürlich konnte uns das wie immer kaum aus der Ruhe bringen. Gleich nach dem Frühstück versuchten wir unser Glück mit der Anmeldung; ab 10.00 Uhr sollte laut Meeting gestern eben diese geöffnet sein. Dummerweise waren die T-Shirts noch nicht geliefert und so verschob sich der Start der Anmeldung vorerst auf 15.00 Uhr. Warten, Windstriche beobachten, Kontakte knüpfen und das heiß geliebte Totemspiel vertrieben die ersten Stunden des Tages. Dann ein Hauch von Wind und schnell aufs Wasser. Neuseeland begleitete uns, 50% des NZL Teams waren inzwischen stolze Besitzer von Charterbooten, die anderen beiden warteten weiter, na ist ja auch erst Freitag…
Das Training war trotz bzw. wegen der flauen Winde ganz prima, hoch konzentriert gingen alle ans Werk – schließlich wollen wir auf die Bedingungen perfekt vorbereitet sein. Kurz nach drei segelten wir zurück in den Hafen, denn als nächster Punkt stand die Vermessung auf dem Programm.
Marvin hatte sich heute freiwillig zum Schuld sein gemeldet – kein so kluger Schachzug, aber hinterher ist man ja immer schlauer. Jakob trat beim Ankommen in irgendwas rein – der Fuß blutete schrecklich. Dank Tempo und hilfsbereiten Bademeistern sah es bald schon besser aus. Trotzdem war die Wunde so tief, dass Jakob zum Arzt musste. Toll Marvin! Lutz übernahm den shuttle und der Rest bereitete mit Hochdruck die Schiffe für die Vermessung vor. Trocken waren sie dank der Temperaturen schnell und auch der Rest sah gut vorbereitet aus. Die Vermesser waren gut organisiert, im Gegensatz zum Rest der Belegschaft hier vor Ort. Zügig ging es voran, leider irgendwann zu zügig, denn bei vier Segeln kam nach dem ersten Maß schon der Abpfiff. Ein bis fünf Millimeter drüber und das viermal, super Marvin! Nebenbei kauften wir 7 neue Auftriebskörper, da sich bei den unsrigen leider schon Innenkörper von Beschichtung gelöst hatte und sie so den Sicherheitscheck nicht bestanden. Eigentlich hatten wir vor der Vermessung ein gutes Gefühl – war doch alles bei der WM/EMA vermessen worden… Einige andere (z.B. die neuseeländischen North sails) hatten das gleiche Problem wie wir, aber das machte es auch nicht besser. Komplett verunsicherte Kinder und eine leicht unflauschig blickende Trainerin; was nun? Erste Telefonate mit Eltern, dem Segelmacher und erste Interviews vor Ort, wie man das Problem beheben könnte. Erster Versuch – nachmessen. Ein paar andere bunte Striche, bisschen hin und her schieben – it´s max, but max are in…. Ein Segel gerettet. Marvin glücklich. Beim Rest waren wir leider nicht so erfolgreich – dreimal, viermal messen, nix besseres kommt raus. Telefon hier, Gespräche da, inzwischen 4 ½ Stunden Vermessung. Variante eins: neue Segel müssen her, morgen kommen Eltern von zu Hause. Variante zwei: das komplette Vorliek wird abgeschnitten, dann neu zusammen und neue Kauschen rein. Stündlich ändert sich die Tendenz der Varianten. Schon mal ein dickes Dankeschön an Karl-Heinz Frisch, der sich mächtig ins Zeug legt, damit wir hier morgen möglichst neue Segel haben. Wir hoffen, es klappt.
Auch Paulina ist inzwischen da und die Mädels haben ein kleines Powerputzen eingeschoben, damit sie sich nicht zu sehr erschreckt… Für morgen haben wir dann ein ähnliches Programm wie heute: Anmelden und vermessen…Aber erstmal wieder gut gelaunt aufstehen. Für Jakob gibt es schon einen special Plan für die Eröffnung. Auf einem Gepäckwagen wird ein Stuhl befestigt, dann können wir ihn überall mit hinschieben und weil er es so bequem hat, kann er auch gleich die Flagge tragen. Doch das ist ja erst am Sonntag, vielleicht läuft er bis dahin auch wieder wie ein Reh.
So nun schlafen die Kinder und da fällt mir wieder ein: richtig heute war doch auch in Teilen ein schöner Tag: das könnt ihr auf diesen ganz besonderen Bildern sehen, verbunden mit ganz besonderen Grüßen nach Hause!
Die Kinder sind trotz allem bester Laune (mit kurzen Zwischentiefs) und wir sind sicher: alles wird gut!
Es grüßt das heute schwer gebeutelte EM Team
Überschrift: dito (siehe gestern)
Ein schrecklicher, weil windloser Morgen. Kein Wölkchen am Himmel, nix regte sich. So nutzten wir den Vormittag uns ausgiebig mit Strömungstheorie zu beschäftigen. Am Nachmittag wollten wir das dann in der Praxis umsetzen, doch dazu später mehr.
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Anschließend versuchten wir mit dem Aufbauen der Boote den Windgott zum Aufstehen zu motivieren. Der war aber wohl gestern aus und rührte sich auch gegen Mittag nicht. Wir checkten alle Boote einmal komplett und Henrik war der einzige, der mit Bestnote auftrumpfen konnte (keine Winzigkeit war zu beanstanden). Alle anderen hatten noch die ein oder andere Kleinigkeit zu tun, aber eigentlich war insgesamt alles prima in Ordnung. Eine kleine Badeeinheit im Meer war die verdiente Belohnung. Annika und Finja gelang ein absolutes Schnäppchen. Sie bekamen 1,-€ Rabatt und erwarben für nur 8,-€ zwei ultimative Schwimmringe.
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Wenn die Wetterlage so bleibt (was wir allerdings nicht hoffen wollen) werden wir an ihnen sicher noch viel Freude haben. Zum Mittag gab es belegte Brötchen auf Bestellung, einzig zu bemängeln war das fehlende Salatblatt auf den Nutellabrötchen. Den Unterschied zwischen Pfirsich, Nektarine und Aprikose hätten wir dann auch geklärt. Was man alles so macht, wenn man auf Wind wartet. Irgendwann bewegten sich einzelne Blätter und eine sagenhafte viertel Windstärke peitschte übers Meer – schnell umgezogen und in See gestochen. Hätten wir bloß auch noch den Unterschied zwischen Gurke und Tomate geklärt…. Kaum auf dem Wasser zog ein Gewitter heran, was diesmal wohl nicht vorhatte, über Land hängen zu bleiben und mit Donnern und Blitzen auf uns zukam. Zeitgleich verflüchtigte sich auch noch der Windhauch wieder und wir dann lieber auch. An Land warteten wir noch ein bisschen, aber irgendwann setzten wir AP über A und es ging zur zweiten Badeeinheit.
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Danach gab es einen kleinen Logik- und Kreativkurs. Wir übten Quartett ohne Karten. Jeder hatte vier auf der Hand und man musste nicht nur die selbst ausgedachten Motive behalten sondern sich auch noch merken, wer was hatte oder auch nicht. Bei acht Mitspielern eine echte Herausforderung. Maximilian hat gewonnen, aber eigentlich war Henrik der einzige, der dem Spiel bis zum Schluss perfekt folgen konnte. Mindestens eine genauso große Herausforderung war dann ein Spiel namens „jungle… (den Rest hab ich vergessen). Es ging um ein Totem, jede Menge Karten und gute Augen musste man auch haben. Einzelne Mitspieler hatten da so ihre Probleme (oder Finja und Mäx????). Naja, ich gebe zu, ich habe auch nicht gewonnen. Nach einer gründlichen Untersuchung gewann Marvin den Mückenstichcontest in der Kategorie „die meisten Stiche“: Maximilian liegt vorne bei „der schönste Stich“ und Finja bei „nochgarkeinStich“. Der Rest des Teams befindet sich im Stechen….
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Zum Abendessen führten wir das erste mal geschlossen die karierten Hosen und die Tausch – T-Shirts aus – Mensch sahen wir gut aus….. Ein echter Hingucker. Das erste Teamleaders Meeting ist auch Geschichte, schön, dass alle bis auf den Organisator pünktlich waren. Morgen früh beginnt die Anmeldung, dann wollen wir segeln und am Nachmittag haben wir unseren Vermessungstermin. Gegen Abend wird dann auch Paulina anreisen und dann sind wir endlich komplett. Das Schlauchboot werden wir übrigens mit Neuseeland teilen – das ist schön, weil es nur 4 Segler sind. Und auch Susanna, die neuseeländische Trainerin hat schon verstanden, dass wir ihr nur folgen können, wenn sie versucht in der Hälfte der üblichen Geschwindigkeit zu sprechen. Die Mädels haben die ersten Shirts getauscht und inzwischen sind die meisten Teams angereist. Die Charterboote allerdings immer noch nicht. Wir sind wirklich froh, dass wir eigene Schiffe und Autos haben, denn auch zum Einkaufen ist es etwas weiter (das Hotel liegt ein wenig im Nirgendwo).
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Am Abend konnten die Kinder endlich mal ins Internet (sie hatten schon schwere Entzugserscheinungen – Zappeligkeit und Gesichtsrötungen) und genossen dies sehr. Jetzt lassen sie den Tag gemütlich auf der Terrasse ausklingen. Für morgen wünschen wir uns 5 Grad weniger und 5 Windstärken mehr und einen problemlosen Verlauf der Vermessung.
Es grüßt das Flautenerprobte EM Team
PS: Hier noch eine Dokumentation der Abendbeschäftigung von Coach und Teamleitung
Zuerst überlegt Lutz sich eine Überschrift, dann schreibt Grit den Bericht und zum Schluss setzt Sabine alles ins Netz.
Überschrift: 37 Grad und ein Gewitter
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Schon am Morgen konnte man ahnen, was heute temperaturtechnisch auf uns zukam. Es war heiß und es wurde heißer und heißer. Selbst ohne Treppen steigen, hätte man eigentlich alle halbe Stunde eine kalte Dusche gebraucht. Inzwischen haben wir aber gelernt, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und das ist segeln, beobachten, analysieren und miteinander Spaß haben. Dinge die wir eh nicht ändern können (wie z.B. Wind, Hitze, nicht funktionierende Telefone, Freundlichkeitslevel des Hotelpersonals oder die Anzahl der Mücken in der Nacht) werden erfolgreich verdrängt.
Während der Vormittagseinheit hatten wir Besuch aus NZL. Die drei Jungs samt Coach hatten zwar eigentlich Charterboote gebucht, aber offenbar war man doch erschrocken, dass sie diese auch wirklich zur abgesprochenen Zeit haben wollten. So bootslos wollten sie dann doch ihre Zeit wenigstens für eine erste Revierbesichtigung nutzen und baten uns, sie mit zu nehmen. Haben wir auch gern gemacht, schon allein, weil wir mehr über den offenbar neuen Modetrend, pinkfarbene Schnürsenkel im Haar zu tragen, erfahren wollten.
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Bewährt hat sich auch wieder die Methode, dass täglich jemand anderes an allem schuld ist. Sabine und Finja waren schon dran und heute wollte Maximilian der eine Schuldige sein. So brauchten wir auch nicht lange diskutieren, warum wohl Finjas Schleppleine riss oder der Wind pünktlich zum Trainingsstart das Weite suchte: klasse Mäx, das hast du ja prima hinbekommen!!!! Die 100 PS beförderten uns dann nach Kurzreparatur der morschen Leine recht zügig in den anrückenden Seewind. Übungen zur Verbesserung der Starttechnik und der Tonnenrundungen standen auf dem Programm. Den langen Halbwindheimweg nutzen wir zum koordinativen Training, was die Neuseeländer sichtlich beeindruckte. Sie haben mir aber nicht geglaubt, dass die Segelanweisungen in Europa jetzt vorschreiben, mit Füßen außenbords zu segeln…
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Die Mittagspause war kurz aber trotzdem schafften wir die Treppen rauf und runter. Die Kinder entdeckten leider die von Traudi extra aus Italien importieren Kellogs Müsliriegel – jetzt wird es ein echter Kampf, diese bis zur Regatta unter Verschluss zu halten. Marvin entwickelte bereits schlimmste Einbruchstheorien um an unseren Vorratsschrank zu kommen.
Den Nachmittag nutzen wir ausgiebig zum angleichen. Jacob und Maximilian haben noch etwas experimentiert, alle anderen waren schon so schnell, dass man quasi nur noch Streifen auf dem Wasser sah
Als wir dann endlich mit dem Ergebnis zufrieden waren und uns mal Richtung Land umdrehten, hatten wir große Angst das Abendessen zu verpassen. Weil die Kinder aber auch vor dem Wind so schnell sind, schafften wir es doch flott wieder zum Hotel, wo es inzwischen so warm war, dass einige Gästinnen Teile ihrer Bekleidung entfernt hatten, was die Kinder schwer verwirrte. Nach Wassermelone und Schoko Croissant gings dann die Treppen rauf und das angerückte Gewitter sorgte für einen kühlen Aufstieg.
Das wichtigste Ereignis des Tages stand uns aber noch bevor: es gab Pommes!!!!!!!! Ganz im Zeichen gesunder Ernährung vertilgten die Kinder die fettigen Dinger tonnenweise. Zum Glück gabs danach auch noch Sahnetorte… Aber alles kein Problem: der Herzverfettung wird ja hier wirksam mit der Treppentherapie vorgebeugt. Nach der Besprechung und dem unsinnigen Tod zahlreicher Ameisen, die sich verbotenerweise den Abendnaschis der Kinder näherten, guckten wir die Bilder der letzten Tage. Die Stimmung im Team ist super, alle haben an Land ihren Spaß und auf dem Wasser sind alle wirklich konzentriert bei der Sache. Bisher konnten wir eine Menge Eindrücke zu Wind und Strom sammeln und morgen nähern wir uns mal ein bisschen dem wirklichen Leben an und segeln eine lange Einheit.
Dem NAM Team wünschen wir einen guten Start morgen, wir drücken ganz fest die Daumen. Und falls bei euch wieder so schick viel Wind ist, packt uns doch mal 1 bis 2 Bft ein und schickt sie rüber! Im Gegenzug würden wir euch auch von unseren Pommes abgeben…
Es grüßt das rasend schnelle und in Teilen (Finja) bereits dunkelbraungebrannte EM Team
Überschrift: 193 Stufen
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Schönster Sonnenschein verkündete den Beginn des neuen Tages. Die Kinder hatten gut geschlafen, eine Etage höher war die Nacht unruhiger, da das dänische Team gegen zwei Uhr anreiste und diverse Mücken ein Konzert veranstalteten. Das Frühstück auf der Hotelterrasse war lecker und um neun Uhr starteten wir Richtung Yachtclub Piran. Ohne Navi wären wir nie auf die Idee gekommen, dass wir „unser Ziel erreicht hatten“. Bei genauerer Betrachtung konnten wir aber ein paar Schweizer Optis und einen Fatamorgana Bus erspähen. Wir waren tatsächlich da….. Jedenfalls an dem Platz, von wo aus eigentlich das Vortraining stattfinden sollte.
Während die Teamleitung einkaufte und die Kinder die Boote segelklar machten, zergrübelte ich mir den Kopf wie wir wohl unfallfrei das Schlauchboot zu Wasser lassen konnten und ob ich nachts draußen ankern und an Bord schlafen sollte, denn einen Steg oder etwas anderes zum festmachen gab es nicht. Valerie rutschte gleich am Anfang auf der Slipbahn aus, die kleine Beule ist hoffentlich bis zur Eröffnung wieder weg.
Nach ausgiebiger Diskussion und Telefonaten mit der slowenischen Organisation entschieden wir uns, dass wir nun den Yachtclub Piran ausreichend kennen gelernt hatten und segelten nach dem Training gleich zur Hotelwiese, die eigentlich erst ab dem 04.07. freigegeben sein sollte.
Auf dem Wasser stand Reviergewöhnung auf dem Programm, es zeigte sich heute schwachwindig mit ca.9 Metern Strom / Minute. Noch nicht alle kamen perfekt zurecht, aber ein bisschen Vorbereitungszeit bleibt uns ja noch. Es ist ziemlich warm und über Land hing den ganzen Tag eine dicke Regenwolke fest. Irgendwann schlief der Wind ein und wir segelten zu den noch unbekannten Liegeplätzen.
Das Schlauchboot hatte das Slippen übrigens gut überstanden und fuhr wie eine Eins – vielen Dank an Familie Hibler, die es uns zur Verfügung stellt. Sabine und Lutz hatten inzwischen Autos und Trailer rum gefahren. Für die Hotelgäste waren die Kinder, die im Badebereich ihre Boote slippen wollten, eine echte Attraktion. Wie die wohl erst gucken, wenn noch ein paar mehr Teams anlanden… Bisher haben wir schon Belgien, Niederlande, Dänemark, Italien, Türkei, Ungarn und Tschechien gesehen. Zum Glück sind es noch so wenige, so haben die Organisatoren vor Ort noch ein paar Tage Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass sie nächste Woche eine Europameisterschaft ausrichten wollen / sollen. Nach dem Segeln und vor dem Schwimmen im Meer gab es die obligatorische Wassermelone – hmmmm. Die Kinder freundeten sich noch flugs mit dem Bademeister an und ließen dann den Nachmittag beschaulich auf ihrer Terrasse ausklingen. Nach dem Abendessen ein kleiner Kreativkurs – wir malen eine Revierskizze und eine Abendbesprechung. Die Jungs haben eine halbe Stunde Fernsehen gekauft (sie wollen unbedingt Nachrichten sehen…). Die Fernseher funktionieren ausschließlich mit Kupons – eine halbe Stunde kostet pro Kopf 35 perfekt ausgeführte Liegestütze.
Die Stimmung ist prima, (seit wir wissen, dass wir nicht wieder zum Yachtclub müssen, noch viel besser) und alle freuen sich auf die nächsten Tage.
So und jetzt geht’s wieder die 193 Stufen bergab, damit wir in der Lobby ins Internet können. Einen kleinen Fitnesskurs gibt’s hier nämlich täglich inklusive: man kann wählen zwischen Anfänger und Fortgeschrittenen: langer Weg und 91 Stufen oder kurzer Weg und 193 x hoch. Dafür hat man von oben einen prima Ausblick und es ist auch viel länger warm als unten am Hotel.
Es grüßt das schon leicht angebräunte EM Team!
Euro Slowenien Anreise
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Endlich angekommen! Eigentlich waren es nur schlappe 1450 km aber irgendwie nahm und nahm die Straße kein Ende. Voller Schwung starteten wir gestern morgen 10.00 Uhr in Hamburg Hasselhöhe. Zuerst sah der große Trailer mit dem einen Opti drauf noch recht albern aus, aber in Kassel West kamen dann zu Finjas schwimmenden Untersatz noch die beiden von Henrik und Annika dazu. Sofort wurde es auch im Bus lebhafter – jedenfalls wurde schon nach kurzer Zeit die Zeitschrift Mädchen vorwärts und rückwärts durchgearbeitet. Nachdem auch Henrik sein Horoskop auswendig kannte, schlug die Stimmung um und Annika teilte mit, dass sie eigentlich Auto fahren ganz furchtbar findet. Zum Glück war genug Schokolade an Bord und dann Leihnavi (Danke!) war allen klar, dass es noch mindestens 4 Psychotests und 10 Horoskope dauern würde, bis das Etappenziel erreicht wäre…. Dieses hieß „zum Haserln“ oder so und war ein gemütliches Wirtshaus am Chiemsee. Maximilian hatte mit seinem Vater seit Stunden die Plätze besetzt und auch der Rest des Teams (Marvin, Jacob und Valerie) und die Teamleitung (Sabine und Lutz) warteten sehnsüchtig auf unsere Ankunft. Das Essen war lecker und ein erster Bayrischkurs schnell absolviert. Zurück gings ins DHH, wo wir nächtigen sollten. Die Betten sind zu empfehlen, der Rest unseres Aufenthaltes hätte wohl jedem gefallen, der sich auf eine Militärlaufbahn vorbereiten möchte. Wollten wir aber gar nicht und so kam uns das ein oder andere reichlich skurril vor und wir waren froh, als uns erlaubt wurde, uns zu entfernen. Nach dem Frühstück schnell den Rest verpackt und zack wieder auf die Autobahn. Endlich 7 Kinder im Bus und immer noch dieselbe Zeitung (schluchz). Leider auch noch viele Kilometer und es zog und zog sich hin. Da half auch nicht, dass alle 5 Minuten gefragt wurde wie weit es noch ist. Irgendwann waren wir fast da und aus unerfindlichen Gründen hatten Lutz und Sabine die Führung übernommen. Wir kämpften uns parallel zur Hauptstraße durch schmale Straßen voller Schlaglöcher und erreichten trotzdem das Hotel. Sabine war schuld! (sagt Lutz). Wir bezogen unsere Apartments (eins für Jungs, eins für Mädchen, eins für Erwachsene) und sichteten kurz die Umgebung.
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Die Rezeption hatte uns bereits nach kurzer Zeit in ihr Herz geschlossen und wir fühlen uns ganz ganz herzlich aufgenommen. (kleiner Scherz….). Landschaftlich bekommt unser Euro Revier ein Plus, der Wind war noch ein bisschen mau heute und den Regen könnte man auch noch abstellen, aber sonst ist alles „dobre“. Den Rest des Abends (Essen war ok – es gibt ein großes Buffet und war für jeden was dabei) verbrachten wir mit Besprechungen, Teamkleidungsvergabe und dem Einrichten der Zimmer. Morgen fahren wir in den Club und freuen uns auf die ersten Trainingseinheiten auf unserem EM Revier. Und weil es jetzt schon spät ist, stellen wir noch schnell den Bericht ins Netz (ein Internetzugang muss wohl so was sein wie Goldstaub –jedenfalls kostet er soviel) und dann gehen wir schnell schlafen, damit der Tag morgen ausgeruht, sonnig und bester Laune beginnen kann.
Viele Grüße aus Piran! Euer EM Team
(ich glaub, beim Schnick schnack schnuck hat Lutz geschummelt – Sabine ist Chefin der Bilder und des Internets, Grit muss schreiben und Lutz – ja Lutz ist für die Überschriften verantwortlich – faire Aufteilung oder?!)































































































































































































