2., 3. und 4. Wettfahrtag
Dies ist eine komprimierte Zusammenfassung der letzten drei Wettfahrtage.
Frust machte sich breit im Team Germany. Egal welche Tipps Grit den Kids gab, egal wie sie sich anstrengten, Gegner in die Pampa segelten, es wollte einfach nicht gelingen die Nasen öfter mal vorne zu haben.
Dazu kam, dass am 3. Wettfahrttag der Modus der Europameisterschaft geändert wurde.
Schon am Tag vorher waren die Teams in Gold- und Silverfleet geteilt worden und die ersten Rennen der Goldfleet waren gesegelt, als am Freitagmorgen bekantgegeben wurde, dass wir die Gold- und Silverfleet vergessen sollten. Es würde jetzt eine zweite Round-Robin gesegelt und danach würden die Semifinals und Finals und der Kampf um die nächsten Plätze stattfinden. Wir waren davon nicht so sehr betroffen, wir hatten erst zwei Siege, waren in der Silverfleet. Aber andere Teams, die in der Goldfleet schon verschiedene Siege eingefahren hatten, waren schon sehr sauer. Italien war übrigens mit uns in der Silverfleet.
Also alles auf Anfang und los geht’s. Für uns wieder überwiegend Frust.
Mäx hatte starke Ohrenschmerzen, die mit Zwiebelsäckchen bekämpft wurden und Miss Piggy, für die auf dem MoBo kein Platz war, war wohl auf dem Felsen zu weit weg vom Geschehen. Wieder nur zwei Siege. Wir waren früh fertig und Grit stellte dem Team drei Varianten für die weitere Gestaltung des Nachmittags zur Wahl:
A: zum Club fahren, freie Schiffe nehmen und zwei Stunden trainieren
B: Sportkleidung anziehen und eine Runde um den See joggen
C: nach Torbole zum Shoppen und dann ins Al Porto zum Pizzaessen.
Ganz überraschend fiel die Entscheidung auf Variante C. Allerdings mussten die Kinder diese Wahl auch bildlich darstellen, was aber auch mit Leichtigkeit gelang.
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Das Shoppen war eine Enttäuschung vor allem für die Mädels. Alles viel zu teuer. Dafür war das Essen in der beliebten Pizzeria Al Porte ein voller Erfolg und bezahlt hat ja Lutz, der die Kasse verwaltet.
Am Samstagmorgen wurde der Plan für die letzten Rennen herausgegeben. Allerdings war dort Team Germany nicht mehr vorgesehen. Um Platz 11 wurde nicht mehr gekämpft, da gab es niemand, der uns diesen Platz streitig machen wollte. Wir bewiesen aber Fairness, nahmen unseren Platz auf dem Felsen ein und beobachteten die Kämpfe um die Plätze. Natürlich blieb auch Zeit um endlich mal zum Schwimmen zu gehen. Aufpassen mussten nur Finja und Maximilian, die wegen der Ohrenentzündungen die Köpfe nicht unter Wasser bringen durften.
Grit nutzte die Zeit um vor der Heimfahrt die letzten Seiten ihres überaus spannenden Buches zu Ende zu lesen. Auch ein leichter Regen störte nicht, unter den Bäumen war es trocken.
Bei der Siegerehrung, wo wir immerhin als erste aufgerufen wurden, weil man ja von hinten beginnt, sah man Norwegen auf Platz 1, Türkei auf 2 und Italien wurde 3.
Im Rückblick waren wir ziemlich verblüfft, weil das Team GER von den insgesamt 4 Siegen ausgerechnet gegen Norwegen 2 Siege und gegen die Türkei einen Sieg eingefahren hatte.
Es sieht so aus, als ob die Herausforderung nicht groß genug sein kann, erst dann wachen die Kids auf und kämpfen und setzen um, was Grit ihnen eingeflüstert hat.
Die Siegerehrung war am frühen Nachmittag zu Ende und das Team konnte Richtung Heimat starten. Mäx und Jakob fuhren mit Traudi Richtung Chiemsee, Finja, Valerie und Henrik wurden von Grit kutschiert und an geeigneten Orten ihren Eltern übergeben.
Lutz und ich hängten noch einen echten Urlaubstag an um dem befürchteten starken Rückreiseverkehr zu entgehen und werden am Montagmorgen die Heimreise antreten.
Dann werde ich das wahrscheinlich überquellende Postfach leeren und die Umstiegsanträge bearbeiten und die DVDs mit den Bildern für das EM- und WM-Team fertig stellen.
Alles geht dann wieder seinen geregelten Gang.
Viele Grüße – noch aus Italien - Sabine
Erster Wettfahrttag
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Als heute morgen um sieben Uhr der Wecker klingelte, ahnte noch niemand was Böses. Nach einem Frühstück, was wir morgen noch etwas aufpeppen werden (zum Glück hatten die Kinder eigenes Müsli dabei), serpentinten wir den Berg hinunter und freuten uns auf den Start der Team Race Euro. Zuerst gab es jedoch ein meeting, in dem Segelanweisungen und Startreihenfolge besprochen wurden
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In diesem Jahr zu fünft müssen wir uns zusätzlich Gedanken machen, wer in welchem Rennen den Platz auf dem Berg gewinnt – wir wollen rotieren und uns die Wechsel offen halten. Eine Frage nach einem Schlauchboot, welches das „Wechselkind“ vom Berg zum Start bringt wird verneinend beantwortet. Kein Schlauchboot ist dafür vorgesehen, aber man würde ausreichend Zeit zum Wechseln haben….(sagt man). Das System ist anders als im Vorjahr – alle Mannschaften werden in zwei Gruppen verteilt. In diesen segeln sie gegeneinander. Da es aber eine ungerade Anzahl Teams ist (11) haben die einen vier Rennen, die anderen fünf. Nach der Vorrunde gibt’s dann Gold und Silber und die Siege von vorher zählen weiter mit. Meine Frage, wie das denn wohl verrechnet wird, da man ja ungleich viele Wettfahrten hat, wird auf morgen vertagt. Das sei heute noch nicht wichtig und darüber würde man sich heute nacht Gedanken machen. Aha. Wir stehen als bestes Team der Euro ganz oben auf der Liste und gehören somit zu Gruppe eins. Zuerst werden alle Rennen der Gruppe eins gesegelt, während die sechs Mannschaften von Gruppe zwei nur zuschauen und zum Teil 3 Stunden in den Booten warten müssen. Nach einer kleinen Startverschiebung aufgrund von Windmangel geht es für unsere Kinder aufs Wasser. In einem unachtsamen Moment wurde Miss Piggy von den Italienern entführt und konnte erst nach zähen Verhandlungen vom Fahrradträger eines Busses gerettet werden, wo sie kopfüber aufgehängt worden war. Henrik setzte den ersten Lauf aus und musste mit ansehen, wie genau das passierte, wovor vorher extra noch gewarnt worden war. Nach dem Start sahen wir das böse „X“ – Jakob fuhr zwar zurück, aber die Flagge blieb hängen. Vermutlich war Finja drüber (sie hatte jedenfalls den besten Start) – vielleicht auch noch ein Belgier (er hatte den zweitbesten). Das Rennen lief genauso gurkig weiter, die Absprachen stimmten nicht, jeder machte zu viele Fehler. Im Ziel hatten wir dann nach Punkten verloren, bisher wissen wir allerdings nicht, wer den Frühstart hatte, die Kinder vergaßen am Ziel zu fragen….(und an Land hängt sowieso nix aus). Henrik, vollgestopft mit Beobachtungen und Informationen sollte dem Team nun voran helfen.
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Leider hatten die Kinder auch vergessen, den Wechsel wie besprochen am Wettfahrtleitungsboot anzukündigen. Weil man es ja mit dem Zeitplan eilig hat, wurde also zügig wieder gestartet (Henrik stieß sich gerade aus der Wechselzone ab). Zu dritt fuhr das deutsche Team Richtung Luvtonne. Zum Glück merkte die Wettfahrtleitung, dass etwas nicht stimmte, brach das Rennen ab und startete neu. Doch statt die zweite Chance zu nutzen, waren die Kinder mehr verwirrt und ließen die Russen einfach davon ziehen.
Auf dem Berg wären Beruhigungstropfen notwendig gewesen.
Plötzlich gab es ein Schlauchboot, welches Segler hin und her fuhr – war wohl doch keine so abwegige Idee gewesen. Naja, für den Moment war uns das egal, im dritten flight hatten wir Pause und diese reichte gerade zu einer kurzen Besprechung am Ponton.
Gegen Kroatien konnte dann der erste Sieg eingefahren werden, das war zwar knapp, aber was soll´s, ein Punkt juhu. Die Türkei im letzten Start des Tages konnte leider nicht geknackt werden und so war die Stimmung nicht zum besten, als die Schiffe an Italien (Gruppe zwei) übergeben wurden. Fehleranalyse auf dem Berg (wo wir dank Lutz ein schattiges Plätzchen hatten): zu viele individuelle Fehler, Missverständnisse, Unsicherheit – einfach keine tolle Teamleistung. Das reicht nicht auf einer Euro.
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Maximilian, Finja und Henrik segelten drei Boote zurück in den Hafen, der Rest des Teams baute den Beobachtungsposten ab und draußen liefen die Rennen von Gruppe zwei. Als diese irgendwann an Land kamen, gab es noch ein meeting mit der Jury, in dem einzelne Situationen nach besprochen wurden. Anschließend statteten wir Sabine und Lutz einen Besuch auf dem Campingplatz ab und fuhren dann duschen und erholen.
Finja und Maximilian haben leider etwas Ohrenschmerzen und wir hoffen, morgen sind sie wieder fit. Wir werden nicht aufgeben und mit aller Kraft um den Einzug in die Goldgruppe kämpfen. Das Team kann viel mehr als wir heute gesehen haben, da sind wir sicher! Und auf Miss Piggy passen wir morgen früh auch noch besser auf…
Hoffentlich haben wir morgen erfolgreichere Nachrichten….
Viele Grüße vom Ledrosee
Euer Teamrace Team
Teamrace Anreise / erster Tag
Da sind wir wieder: Valerie, Finja, Jakob, Henrik und Maximilian werden die deutschen Farben in den nächsten Tagen bei der Europameisterschaft im Teamrace vertreten. Von unserem Dream-Euro-Team sind Paulina, Annika und Marvin nicht dabei – die beiden ersten sitzen schon mit Feuereifer in den nächsten Bootsklassen und Marvin segelt den Österreichern auf ihrer Meisterschaft ein Ohr ab. Miss Piggy hatte schon vor Tagen ihre Tasche fertig für Italien gepackt und auch Sabine und Lutz haben zu Hause Urlaub eingereicht und unterstützen uns wieder nach Kräften.
Eigentlich ist fürs Teamrace keine Teamleitung eingeplant, aber die zwei schenken uns diese sechs Tage, damit wir uns wieder rundum wohl fühlen. Dafür schon mal ein dickes Dankeschön!
Los ging´s an denselben Raststätten wie vor sieben Wochen; zuerst Hasselhöhe Finja einpacken, dann Kassel West Henrik abholen und dann endlos lang gen Süden. Diesmal aber ohne Trailer – alle Boote samt komplettem Equipment werden vom Veranstalter gestellt; das vereinfacht einiges. Zum Abendessen trafen wir uns dann mit Jakob und Valerie am Tegernsee in Kreuth. Dort gibt es nicht nur eine wunderschöne Landschaft und leckeres Essen sondern auch eine gemütliche Jugendherberge. Die Nacht war recht kurz und um sechs klingelte der Wecker. Durch Zauberhand hatte das Navi statt der kürzesten möglichen Strecke mehr das Ansinnen uns auf sehr sehr engen und steilen kurvigen Wegen Richtung Italien zu führen. Das brachte nicht nur Kartfahrfeeling sondern bescherte uns zudem eine nette kleine Bäckerei mit leckeren Schokocroissants. Fast pünktlich etwas nach zehn Uhr trafen wir am Ledrosee ein, wo wir schon von Lutz und Sabine erwartet wurden. Maximilian gesellte sich auch zu uns und somit waren wir komplett.
Schnelles einchecken im Hotel, klein aber sauber und sehr nette Menschen und dann konnten wir auch schon zur ersten und einzigen Trainingseinheit aufs Wasser. Was ich dort erblickte, erfreute das Trainerherz – alle sind voll motiviert bei der Sache und haben einen echten Plan von dem, was Teamrace bedeutet. Wir übten ein paar taktische Finessen und arbeiteten zum Großteil an der Teambildung und der internen Kommunikation. Die zwei Stunden vergingen wie im Flug, es blieb nicht mal Zeit für einen Müsliriegel (dabei hatte sich Finja so drauf gefreut)
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Wieder an Land stand schon ein kleiner Snack bereit (endlich auch ein Kellogs Riegel) und nach einer schnellen Partie Kicker, machten wir uns schick für die Eröffnung. Eigentlich sollte noch eine Vorbesprechung für alle Teams stattfinden, aber einige fehlten noch und so wurde es auf morgen früh verschoben. Schade, das heißt eher aufstehen….
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Die Eröffnung begann mit einem Umzug durch die Stadt, dann folgten ein paar Reden und eine Vorstellung aller Teams. Insgesamt sehr nett bis auf unser „Schild-trage-Kind“. Das war ein echtes Bürschchen, welches vorrangig damit beschäftigt war, uns Fratzen zu schneiden und unmissverständlich zu erklären, was er von Deutschland hält. Das war nicht viel und so dachten wir uns unterwegs eine Menge Dinge aus, womit wir ihm eine Freude machen wollten. Recht schnell war er aber auch und so kam es nach der Eröffnung doch nicht mehr zu „gegrilltem Kind mit Chillisoße“. Stattdessen aßen wir im Hotel, das war prima. Anschließend hatten wir noch ausreichend Zeit uns auf unsere Aufgabe hier einzustimmen.
Alle sind gut gelaunt und freuen sich auf morgen. Die Berichte gibt es wohl aber immer erst am nächsten Morgen, denn das Internet hat die Serpentinen bis hier hoch noch nicht erklommen. So schreibe ich abends und Sabine stellt es morgens ins Netz (auf ihrem Luxuscampingplatz gibt’s nämlich schon so neumodischen Kram wie w-lan).
Wir hoffen, ihr sitzt ab morgen zum mitfiebern bereit und Familie Graf hat sich genug Geschirr geliehen, dass in den nächsten Tagen keiner wegen lästigen Abwaschpflichten den Daumendrückposten verlassen muss.
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Es grüßt euch herzlich das EM Team vom Lago di Ledro (und mich – Grit – haben sie auch wieder mitgenommen, wahrscheinlich weil sonst keiner Lust auf Berichte schreiben hatte).
Bis morgen!












































