Die NAMs sind wieder zu Hause. Hier der Bericht über den letzten Wettfahrttag,die Siegerehrung und die Rückreise.
Unser regelmäßiges Früh-Schwimmen fiel aus am letzten Wettfahrttag. Der Start war um 1 Stunde vorverlegt worden. Vier Rennen innerhalb von 4,5 Stunden bei Mittelwind um 3 Beaufort – das Race Komitee leistete tolle Arbeit. Nils gelang ein Top-Ten-Ergebnis: Platz 7. Wir anderen waren mit unseren Tages-Ergebnissen nicht zufrieden.
Während Birgitt sich um die Abgabe unserer Boote kümmerte, fuhren wir zur Siegerehrung in ein großes Hotel in Boca Chica. Über eine Stunde warteten wir darauf, dass es endlich los ging. Wie gut, dass ein Sponsor Hunderte von Wasserbällen im Saal verteilt hatte. Wir hatten viel Spaß beim ungeplanten internationalen Saal-Wasserball-Match. Irgendwann begann dann auch die Siegerehrung. Insgesamt war die NAM eine perfekte Veranstaltung – zu Lande und vor allem auf dem Wasser – mit Können und „Herzblut“ von den Dominikanern organisiert und durchgeführt. Deshalb verkrafteten wir auch problemlos die nicht sehr stimmungsvolle Abschlussfeier. Vergnügtes Feiern fand später unter uns Seglern bis in die Nacht hinein statt.
Abschlussgedanken: Es waren zwei schöne, interessante und lehrreiche Wochen. Gut, dass wir eine Woche vor Regattabeginn vor Ort waren, um uns zu akklimatisieren. Es gelang uns
ein Team zu sein. Schade, dass Severin nur am ersten Wettfahrttag dabei war. Sein Einstieg war toll. Jedem von uns Dreien gelang ein Top-Ten-Ergebnis, aber dafür musste ein Super-Start her. An unseren Starts wollen wir weiterhin arbeiten.
Unsere Rückreise war aufregend – sie begann mit einer 4stündigen Raserei mit dem Bus, das kannten wir ja schon. Und am Ende hätten Magnus und Birgitt beinahe noch ein bisschen länger in der DomRep bleiben dürfen. Magnus` Bordkarte und Pass waren verschwunden – 15 Minuten vor Abflug am Gate. Mit Überredungskunst und der Offenbarung echten Kummers durfte Magnus ohne diese Dokumente ausreisen. Als Allerletzte bestiegen wir den Flieger – 5 Minuten vor der Abflugzeit. Die Papiere fanden sich auch wieder - in Magnus`- Rucksack-Geheimfach.
Die Ergebnisse:
1.Christopher Williford/USA(33 Punkte,7 TOP-Five Ergebn.)
2.Brian Higgins/ARG (35 Punkte, 7 TOP-Five Ergbn.)
3. Axel Sly/USA (46 Punkte, 5 TOP-Five Ergebn.)
80.Nils Carstensen (220):20, (44),(45),20, 43, 28, 2, 42, 7, 33, 25
90. Magnus Simon (246):39, 24, 31, 33, 33, 14, 1, 45, 26, (50), (58)
106. Jördis Leinert (275): 31, 9, 44, 41, (68\OCS), 6, (58), 38, 43, 14, 49
181. Severin Rothlauf ( 478): 19 ,30, 21 - keine weiteren Wettfahrten.
Die Ergebnisliste findet ihr
NAM 2009 - Nordamerikanische Meisterschaft 4. Wettfahrttag
10.00 Uhr Boca Chica - Auslaufen zu den letzten Rennen der NAM 2009. Geplanter Start der 8. Wettfahrt: Heute um 11.00 Uhr. Vier Tagesrennen sind geplant. Noch ist der Wind schwach, aber die Sonne brennt vom Himmel - wir hoffen auf Seewind.
Unsere Platzierungen nach 7 Rennen:
70. Magnus
81. Nils
108. Jördis
159. Severin - ihm geht es besser. Heute wird er mit dem Fernglas vom Steg aus zuschauen.
An der Spitze der Ergebnisliste steht mit nur 12 Gesamtpunkten weiterhin Christopher Willibald/USA, 2. Brian Higgins/Argentinien (20 Punkte), 3. Eugene Hendrikx/Curacao (25 Punkte).
NAM 2009 – Nordamerikanische Meisterschaft 3. Wettfahrttag Tagessieg für Magnus, Platz 2 für Nils
Als Erster passierte Magnus heute die Ziellinie in seiner Startgruppe. Nils gelang ein zweiter Platz. Zwei Top-Leistungen bei schwierigen Segelbedingungen: abflauender Wind mit Riesenwellen. Beim Zieldurchgang war die Brise extrem schwach.
Mit 5 Beaufort wehte es beim Auslaufen gegen 12.30 Uhr. Starkwind-Trimm war angesagt. Kurz vorm Start nahm der Wind ab, bis auf 3 Beaufort. Jördis hatte den ersten Start und schaffte es nicht mehr, den Segeltrimm zu verändern. Nils und Magnus hatten da mehr Glück.
Magnus` Start war mittelprächtig, aber dann … O-Ton Christian: „Er legte eine perfekte Nachstart-Phase hin und hatte schnell freien Wind.“ Als Erster ging Magnus um die Luvtonne. Bis ins Ziel hielt er die Führung. Nils zog diesmal an der Startlinie genau rechtzeitig die Schot an, umrundete als 30. die Luvtonne und begann seine Verfolgungsjagd – das beherrscht er sehr gut. Zum Segeln gehört auch Glück. Der Wind drehte um 180 Grad. Vorwind ging es ins Ziel – Nils schaffte es Zweiter. Ja, und dann mussten Magnus und Nils am Boot der Vermesser anlegen – alles war in Ordnung. Christian könnte es heute morgen geahnt haben, dass Top-Ten-Platzierungen bevorstehen. Eindringlich erinnerte er in der Vorbesprechung daran, sorgfältig zu checken, was Vermesser auf dem Wasser so interessieren könnte!
In unserer Herz geschlossen haben wir den Argentinier Matias Capizzano, offizieller Fotograf der NAM. Wir lieben seine Fotos. Es gibt selten bessere Opti-Fotos, oder? Heute verriet er Birgitt, dass er sein letztes NAM-Foto von Magnus` Zieleinlauf schoss. Morgen will Matias nicht mehr aufs Wasser, sondern die Foto-CDs für die Teilnehmer produzieren.
Es gibt noch keine Ergebnisliste nach 7 Rennen, demnächst findet ihr sie
P.S. Liebe EMs
Wir hatten sooo viel zu tun, aber wir haben euch nicht vergessen. Für die weiteren Wettfahrttage wünschen wir euch alles Gute!
![]() Nils und Magnus waren heute richtig schnell | ![]() Magnus gab heute sein Bestes | ![]() Jördis und Nils | ![]() Christopher Williford/USA - immer noch auf Platz 1 | |||
Nam 2009 - Nordamerikanische Meisterschaft Rest Day /Morgen des 3. Wettfahrttages
Es regnet, der Himmel ist grau, das haben wir hier noch nie erlebt. Für den heutigen Tag sind örtliche Gewitter und Wind zwischen 4 und 6 Beaufort vorhergesagt. Aber wie sich der Wind entwickeln wird, ist nicht exakt einschätzbar, meinte die Wettfahrtleitung in der Trainer-Besprechung heute morgen.
Noch haben wir Chancen uns zu verbessern. Denn: 6 Rennen stehen heute und morgen noch auf dem Programm. "Geheimnisse" aus der Teambesprechung: Nils soll beweisen, dass er nicht nur an Land "frech" ist. Magnus und Jördis sollten eine Neuauflage ihrer Leistungen im 6. Rennen abliefern. Platzierungen im 1. Drittel möchten unser Trio schaffen. Ja, wir sind ein Trio! Severin kann auch heute nicht segeln und sammelt Kräfte ... im Bett.
An der Spitze der Ergebnisliste stehen nach 6 Rennen Christopher Williford (USA - 9 Punkte), Brian Higgins (ARG - 14 Punkte ) und Eugene Hendrikx (AHO - 15 Punkte).
Gestern entschieden wir uns für "Schonung" und gegen einen Tagesausflug. Boca Chica ist spannend genug. Nach der zweiten Schnorchel-Expedition bummelten wir am Nachmittag den nördlichen Strand von Boca Chica entlang. Birgitt hatte Sorge, dass wir in diesem Gewimmel abhanden kommen und ließ uns nicht aus den Augen. Aber es ist hier schon ziemlich anders als zum Beispiel am Strand von Travemünde. Es ist wimmelt von Menschen, es wird viel und wild getanzt, es ist wahnsinnig laut, die Musik dröhnt. Und dann kam ein schweres Gewitter. Wir "versteckten" uns in einer Pizzeria.
NAM 2009 - Nordamerikanische Meisterschaft Team Race und Rest Day
"Grausam, dass es beim Team Race damit beginnt, dass das beste Team gegen das schlechteste Team segelt und dann usw... usw ... “, meinte Nils. Unser erster Gegner war das AHO-Team aus Curacao – Drittbeste der Team Race-Quali von vorn, wir waren die drittbesten von hinten. Auf Rang 1 und 2 der Qualifikations-Liste die USA und Argentinien. Sieger des Team Races wurde Peru, auf Platz 2 und 3 Argentinien und Chile.
Austragungsort des Team Races war die durch ein Riff geschützte Andres Bay, in der wir jeden Morgen zum Wachwerden eine Runde schwimmen. Es wehte um 2 Beaufort aus dem Südosten. In der gesamten Bucht mit dem ca. 2 km langen Strand war während der Rennen bis zum späten Nachmittag das Baden, Surfen, Boot fahren verboten. Viele, viele Polizisten bewachten den Strand.
Nils gelang im 1. Rennen ein freier Leestart. Magnus wurde am Startschiff behindert. Jördis startete in der Mitte und kam als Dritte an der Luv-Tonne an. Zwei von der Jury verordnete Kringel für Magnus waren der erste Fallstrick. Problem Nummer Zwei: Nils nahm auf dem Vorwindkurs die Außenbahn. Als 3.,5. und 7. segelten wir über die Ziellinie. Dauer der Wettfahrt: ca. 15 Minuten.
Gar nicht langweilig war es zwischen den Rennen – wir knüpften internationale Kontakte, die wir am Abend im Pool weiter „pflegten".
Zweites Rennen: Zwei Neuseeländer nahmen bereits vor dem Start Jördis in die „Zange“. Und einer von diesen Beiden „betreute“ sie bis ins Ziel. Magnus und Nils gelang es nicht nach vorne zu kommen. Platz 7,4 und 5 im Ziel.
Und dann war Jördis´ Regattauhr verschwunden. „Sie muss ins Wasser gefallen sein“, meinte sie. Unser taucherfahrener Trainer suchte gemeinsam mit Magnus geduldig, systematisch, sorgfältig (wie er nun mal ist) den Meeresgrund ab. Jördis und Nils schwammen an Land und liehen sich eine Taucherbrille bei der Touristenpolizei aus.
Nach 30 Minuten gemeinsamer Tauch-Expediton war klar: Die Uhr ist weg. War sie aber nicht – sie lag in Nils` Boot ????
Das war der gestrige Tag. Heute wollen wir uns nur erholen. Kein Ausflug in die 2-Millionen-Stadt Santo Domingo. Vor dem Frühstück gingen wir Schnorcheln und entdeckten an den Ufern der Mangroveninsel gegenüber vom Strand tolle Fische. Ein zweiter Schnorchel-Ausflug ist geplant. Am späten Nachmittag wollen wir durch Boca Chica bummeln. Severin wird leider nicht dabei sein. Er durfte gestern das Krankenhaus verlassen, fühlt sich aber immer noch im Bett am wohlsten.
NAM 2009 –Nordamerikanische Meisterschaft 2. Wettfahrttag/ Team Racing Regatta
Seit 3 Stunden warten wir – ein bisschen ungeduldig - auf die endgültige Startliste für das Team Racing. Wir sind dabei - als 14. Mannschaft, das ist sicher. Die Ergebnisliste nach insgesamt 6 Rennen steht derzeit nicht auf der Optinam-Internetseite.
Auch gestern – Freitag – gelang das komplette Regattaprogramm: 3 Rennen bei Wind um 5 Beaufort, wie immer aus dem Südosten. Die Platzierung nach 5 Rennen, in Klammern das 6. Rennen - nach Einschätzung unseres Teams:
84. Jördis (4. Rennen: 41.; 5. Rennen: OCS; 6. Rennen: 6.
88. Magnus (4. Rennen: 33.; 5. Rennen: 33. ;6. Rennen: 14.
105. Nils (4. Rennen: 20; 5. Rennen: 43.; 6. Rennen: 28.
140. Severin: Er war am 2. Wettfahrttag nicht dabei
Jördis, Magnus und Nils wollten gestern alles geben, um auf jeden Fall zu den besten 16 Nationen zu zählen. Jördis wagte im zweiten Tagesrennen zu viel: Frühstart. Schade, dass ihr 11. Platz nicht gewertet wird. Im letzten Tagesrennen lieferte sie noch ein Top-Ten-Ergebnis. Nils startete zu vorsichtig, war allerdings unser bester „Aufholer“. Wo würde er landen, wenn er besser in die Rennen einsteigen würde? Magnus steigerte sich auch zum Ende: Platz 14. O-Ton Christian: „ Ein Platz unter den ersten 15: Sehr gut; ein Platz unter den ersten 25: Gut!“ Dreimal gute Leistungen… Es reichte fürs Team Race. In die Wertung kamen die ersten 5 Läufe – ohne Streicher. Severins Punktekonto fürs Team Race wurde zweimal mit 68 Punkten belastet.
Das Team Race müssen wir nun zu dritt segeln. Nach den Regeln ist es nicht möglich, sich einen Segler z.B. aus Frankreich „auszuleihen“. Zu dritt haben wir kaum eine Chance, werden vermutlich nur 2 Rennen segeln. „Nehmt es als Training. Seid wach. Es geht schon vor dem Start los“, gab Christian dem Trio mit auf den Weg.
Severin, unser Vierter, liegt zur Zeit im Krankenhaus in Santo Domingo. Er leidet: 1. unter Bauchschmerzen, 2. möchte er hier bei uns sein. In der Klinik wird er gut versorgt. Wir hoffen, dass er heute zurück ins Hotel kommt. Wenn er sich heute und morgen ausruht, kann er vielleicht am Montag, wenn die Fleet Races weitergehen, wieder dabei sein. Mit Blaulicht– aber so dramatisch war Severins Zustand wiederum nicht – und ca. Tempo 100 wurde er in die Hauptstadt-Klinik gebracht. Wenn die Autos nicht zur Seite wichen,wurde ein Lautsprecher eingeschaltet. Und im Auto gab es flotte südamerikanische Rhythmen und entspannte Sanitäter. Diese Tour werden Monika und Birgitt, die Severin begleiteten, wohl nie vergessen. Unser Kranker lag angeschnallt auf einer Trage und bekam von diesem Rennen nicht so viel mit.
NAM 2009 - Nordamerikanische Meisterschaft 1. Wettfahrttag/Morgen 2. Wettfahrttag
Die Ergebnisse vorweg:
Severin liegt nach dem 1. Tag auf Platz 61 (19,29,21); Jördis: Platz 72 (31, 9,43), Magnus: Platz 93 (39,24,31), Nils: Platz 110 (20,44,45). Jeder von uns hat einen guten Lauf geschafft. Jördis gelang sogar ein Top Ten-Ergebnis. Severin hatte gar keinen Ausreißer und segelte am konstantesten von uns. Seit der vergangenen Nacht ist er krank. Sein Frühstück: Kamillentee und Weißbrot. Er ist sehr traurig. Denn: Nun wird es schwierig für unser Team sich für das morgige Team Race zu qualifizieren. Nils ist zum Glück wieder fit- er hatte gestern Abend Fieber. „Im 3. Rennen konnte ich überhaupt nicht mehr denken“, meinte er in der Nachbesprechung.
Rund 7 Stunden waren alle 198 Segler auf dem Wasser. Christian ist angetan von der Wettfahrtleitung: die Startlinie liegt gut, der Start wird zügig abgewickelt. Es gibt wenig Frühstarter, die Black Flag wird nicht ausgepackt.
Zwei BER-Segler, die sich mit uns die Trainer Paul und Christian teilen, erwischte es hart. Sie segelten einen 5. und 6. Platz und kassierten am Ende 20 Strafpunkte für eine nicht befestigte Pfeife und ein Segel, das nicht innerhalb der Messmarke stand. Wer eine Top-Ten-Platzierung fährt, muss unaufgefordert am Measurement-Boot anlegen – das wäre unser Traum. Auf jeden Fall wollen wir heute richtig Gas geben. Wir möchten so gern beim Team Race dabei sein. Auf Platz 1-3 liegen am Ende des Tages Christopher Williford und Duncan Williford aus den USA – die beiden Brüder segelten nur erste, zweite und dritte Plätze. Auf Rang 3 der Argentinier Brian Higging mit 9 Gesamtpunkten. Die Ergebnisliste und Top-Fotos findet ihr
NAM 2009 –Nordamerikanische Meisterschaft 7./8. Tag Practice Race und Morgen des 1. Wettfahrttages
Heute um 10.30 Uhr Ortszeit liefen die Segler aus, um 12. 00 Uhr fällt der erste Startschuss auf der NAM 2009. In der ersten Startgrupe sind Jördis und Severin, in der zweiten Magnus und Nils. Kräftiger Wind ist für die geplanten drei Wettfahrten vorhergesagt.
Der Achtknoten in der Schot eines Teammitgliedes (Name wird nicht verraten) war heute Chefsache! Gestern, beim Practice Race, war die Schot wegen eines Schlampi-Achtknotens ausgerauscht. Folge: Katastrophenstart! Und heute hat auch niemand seine Mütze vergessen, die Sonnencreme wurde 3 mm dick aufgetragen. Es ist weiterhin sehr heiß, an Land verkriechen wir uns nur in den Schatten. Auf dem Boot sind wir der gnadenlosen Sonne ausgeliefert, aber zum Glück weht es kräftig. Gestern beim Practice Race hatten wir ähnliche Bedingungen wie heute. Christian war zufrieden mit unserem speed. Seine letzten (?) Tipps nach dem Practice Race : „Ihr müsst noch mehr ackern! Auf der Welle kommt ihr ins Gleiten, arbeitet mit der Schot ,überprüft ständig eure Sitzposition ! Auf dem Vorwindkurs seid ihr zu brav! Top: Eure Trinkmenge !“
Die drei Startgruppen sollen im Abstand von 10 Minuten losgeschickt werden. Das bedeutet: Wir müssen uns vor dem Start schnell orientieren und für eine Startseite entscheiden. Die Flagge „Gesamtrückruf“ möchte der Wettfahrtleiter gar nicht auspacken, nur „Einzelrückruf“ soll es geben. Und an den Tonnen sollen die Reindrängler auf Steuerbordbug schlechte Karten haben. Wer hier Seglern auf Bb-Bug nicht ausweicht und sich Vorteile verschafft, soll sich nicht nur mit zwei Kringeln aus der Affäre ziehen können. Die Jury will sehr, sehr wachsam sein und DSQs verteilen. Aber das wird nicht unser Problem sein. Wir planen die Tonne 1 am Ende mit Wind von Steuerbord anzusteuern.
Wie wir schon berichteten – Christian teilt sich das Boot mit Paul von den Bermudas. Er hat 8 Segler zu betreuen. Die Beiden sind ein Super-Team! Lecker – unsere Lunchboxes, die in der Hotelküche gefüllt werden. Getränke gibt es auch ausreichend – nun müssen wir nur noch schnell segeln. O-Ton unseres Coaches heute morgen:“ Wenn ihr frei raus kommt, werdet ihr vorne dabei sein!“
Wenn ihr garantiert im Bett liegt, werden wir vor den Ergebnislisten stehen.
NAM 2009 - Vermessung und Eröffnungsfeier
Zum Glück war Severin richtig wach vor der Eröffnungsfeier. Als Team-Jüngstem übergaben ihm die Organisatoren unsere Nationalflagge: „Gelb-Rot-Schwarz“ – diese Flagge kannte Severin gar nicht. Natürlich zogen wir nicht so in den Saal ein. Die Eröffnungsfeier fand am Hafen von Santo Domingo statt. Nach Ansprachen der Organisatoren, darunter der Sportminister, traten Fabelwesen und Tänzer auf. Von flotten Teams, die uns so auffielen, haben wir für euch Fotos geschossen.
In der Hauptstadt der Dom Rep und kaum etwas davon gesehen, das geht doch nicht ! In 15 Minuten sprinteten wir zum nahen Parque Colon, warfen einen Blick auf die älteste Kathedrale Amerikas und ließen uns unter der Statue von Christopher Columbus fotografieren. Er entdeckte im Jahr 1492 diese Karibikinsel und glaubte in Asien zu sein. Durch unseren Kultur-Sprint verpassten wir den Bus, in dem wir auf der Hinfahrt gesessen hatten. Das war ein kleines Drama, denn in diesem Bus war unser Team-Rucksack mit lebenswichtigen Utensilien (GER-Trinkflaschen, Sonnenhüte, Zimmerkarten) zurückgeblieben. Wir hatten Glück – der Rucksack ist wieder da.
Was noch so an diesem Tag ohne Segeln passierte: Die Vermessung um 9 Uhr morgens brachten wir schnell hinter uns, es gab kleine Probleme mit den Segelnummern. Danach genossen wir den Strand und das Meer. An einer Fischbude kauften wir unser Mittagessen: nicht Fish and Chips. Den Fisch – im „Orignalzustand“ - suchten wir uns aus, als Beilage gab es frittierte Kochbananen. Lecker!
Und nun geht es hier richtig los. Für uns alle ist es der erste große internationale Wettkampf. Wir sind gut vorbereitet, haben an den vergangenen Tagen viel getan. Drückt uns die Daumen!
NAM 2009 –Nordamerikanische Meisterschaft 5. Tag
![]() Das NAM-Kokosteam | ![]() Nils | ||
![]() Jördis | ![]() Magnus | ||
![]() Severin | ![]() Schneller Schlepp | ||
![]() Training-Watching by parents | ![]() Wassergarage - mehrstöckig - in Boca Chica | ||
Generalprobe – und das letzte Training
Letztes Training bei Wind um 2 Beaufort. Bei der Test-Regatta zum Abschluss waren wir schnell – das macht Mut. Die Teamfotos sind auch im „Kasten“.
Der Strand war noch so gut wie menschenleer, als wir unter einer Kokospalme unsere Teamfotos schossen. Unter unseren Hüten, geflochten aus Blättern der Kokospalme, ist es nie zu warm. Sollten wir sie auch beim Segeln tragen? Christian meint, wir könnten die Funktionalität bei der „Regata de practtica“ am Mittwoch testen. Die Wassereinheit war heute kürzer als an den vergangenen Tagen. Denn: Wir müssen wir mit unseren Kräften haushalten, am Donnerstag, 2. Juli, geht es richtig los. Ein dickes Lob erhielten wir für unser Engagement beim Training und bei der Testregatta, unter den Seglern die schnellen Argentinier. Wir wollen es ja manchmal nicht wahrhaben, aber wir sind schnell und können mithalten. Severin segelte beim Trainingsrennen als erster über die Linie. Am Abend beschäftigten wir uns mit der Segelanweisung. Wir sind in 6 Gruppen eingeteilt, immer 2 Gruppen segeln gegeneinander. Die Gruppeneinteilung steht noch nicht fest. Christian wird sich das Mobo mit dem Bermuda-Trainer teilen: 8 Segler.
12 Rennen sind geplant, es sollen nicht mehr als 3 pro Tag gesegelt werden. Der Kurs: ein Outerloop. Im Regattagebiet ist das Meer zwischen 200 und 30 Meter tief. Alle Tonnen werden täglich neu ausgelegt – a lot of work. Haie soll es hier auch nicht geben.
NAM 2009 –Nordamerikanische Meisterschaft 3./4. Tag
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Zwei weitere Trainingstage bei Mittelwind und Riesenwellen .Wie gut, dass wir fünf Tage vor Regattabeginn hier sind. Und sonst: gute Stimmung im Team, ein wunderschöner Ort, eine perfekte Hotelanlage für eine Opti-Meisterschaft, viiiieeeel Sonne.
Es ist heiß und schwül! Christians Tipp: 4-5 Liter Wasser pro Tag trinken. Während des Segelns konzentrierten wir uns anfangs nur auf unsere „Arbeit“, hingen nicht ständig an der Wasserflasche. Die Folge: Kopfschmerzen. Heute, am 3. Trainingstag, waren wir schlauer und schafften - fast- die ideale Trinkmenge.
Unser Hauptprogramm an beiden Trainingstagen: Kreuzen in den Wellenbergen. Anluven beim Erklimmen des Berges, Abfallen bei der Abfahrt, Gewichtsverlagerung; Griff in die Schot; Winddreher beobachten …..Viel Konzentration war gefordert. Im Wellental sah Christian nur unsere Mastspitze. Mit Teams aus Canada, Argentinien, SA, Chile fuhren wir ein Trainingsrennen.
Die vergangenen beiden Tage verliefen gleich: 8 Uhr Schwimmen zur Mangroveninsel; 11.30 Uhr Auslaufen – dann erst setzt der Wind ein; bis 16.00 Uhr Training; 16.30 Uhr Swimmingpool-Kämpfe; 20.00 Uhr Abendessen, 21.30 Uhr todmüde.
Was sonst noch so passierte: Birgitt gab uns Bananen fürs „Powerfrühstück“ mit raus. Leider vergaß sie, Topf und Gaskocher einzupacken. Denn: Diese Bananen mussten gekocht werden. Wer läuft jetzt mit Magnus´ Flip Flops durch Boca Chica? Er hatte sie am Ufer stehen lassen und nicht in der Strandregion unseres Hotels. Und das machte uns nachdenklich: In der Dominikanischen Republik wird derzeit Geld für eine private Kampagne gesammelt. Ziel dieser Wohltätigkeits-Aktion, auf einem großen Plakat in Santo Domingo zu lesen: Ein Paar Schuhe für jedes Kind der Dominikanischen Republik.
P.S.Manchmal fällt der Strom aus, manchmal funktioniert auch das Internet nicht. Manchmal dauert es also etwas länger, bis wir unsere Berichte senden können. Drei Stunden lang versuchten wir heute ins Internet zu kommen.
NAM 2009 - Nordamerikanische Meisterschaft 2. Tag
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60 Minuten Fitness-Programm vor dem Frühstück: Wir schwammen zu den Mangroveninseln gegenüber des Strandes. Von tropischen Fischen keine Spur, denn die Korallenriffe vor den Inseln sind zerstört. Gegen Mittag waren der anstrengendste Teil des Tages geschafft: Schlangestehen bei der Bootsübergabe, Boote putzen, aufbauen - alles bei sehr großer Hitze, gefühlt 60 Grad. „Super, wie ihr zusammengearbeitet habt“, lobte Christian am Abend.
Er erhielt eine Moped-Mitfahrt zur nächsten Tankstelle, um Benzin fürs Motorboot zu kaufen. Und als er endlich vom Hafen zum Strand-Liegeplatz der Optis starten wollte, stoppte ihn die Policia. Eine halbe Stunde dauerte es, dann stand auch für die Policia fest: Christian ist kein Mobodieb.
Die Fahrt vom Strandliegeplatz der Optis aufs offene Meer ist lang. Eine Seemeile ging es Raumschots an der Landseite von Mangroveninseln und Korallenriffen entlang, an der Ausfahrt aufs Meer liegt Caucedo Port, der Handelshafen der Hauptstadt Santo Domingo. Hier ist viel Schiffsverkehr, die befahrbare Rinne schmal und von Korallenriffen gesäumt. Unsere niegelnagelneuen Funkgeräte kamen zum Einsatz: Christian muss jede Aus-und Einfahrt der Lotsenstation von Caucedo Port melden und die Boote in diesem Bereich schleppen, denn Kreuzen ist nicht möglich.
Draußen erwarteten uns lange Wellen. Trainingsprogramm 1: Wellentechnik, denn keiner von uns hat Erfahrung mit diesen Bergen. Bei unserer Abendbesprechung war sie dabei – die große „La Cucaracha“. Friedlich hockte sie neben Jördis` Stuhl. Das Einfangen mit einem Glas gelang erst nach mehreren Versuchen. Und dann entschieden wir uns für die "Seebestattung". Aber: Das Tierchen kann schwimmen, letzten Endes gelang es ihm jedoch nicht, gegen den reißenden Strom der Klospülung zu schwimmen. Nils, Severin und Magnus wollen ihr Taschengeld spendieren, damit sich Jördis Rasterzöpfe flechten lässt – so wie Nils` Mutter. Jördis hat das Angebot zunächst abgelehnt. Mal sehen, ob sie dabei bleibt.
NAM 2009 - Nordamerikanische Meisterschaft - 1. Tag
Vorbereitung: Ein Strandtag unter Palmen














































































































