European Team Racing Championship 2010 -5-

Der letzte Tag dieser Meisterschaft begann wie immer um 9.30 Uhr: Team Racing–Theorie mit Mr. Atkins. Wir lernten, was ein gutes von einem hervorragenden Team unterscheidet. Am Nachmittag segelten wir unsere drei letzten Rennen gegen Irland, Spanien und Polen – es ging um die Ränge 5,6,7 und 8 in der Goldgruppe. Die Iren und Spanier gewannen gegen uns. Aber im letzten Rennen konnten wir das polnische Team schlagen. Das Wetter war nicht ideal, es wehte kräftig und starker Regen prasselte auf uns nieder. Trotz unseres guten letzten Auftritts blieb es beim 8. Platz in der Goldgruppe.

Für die Siegerehrung konnten wir uns nicht mehr „chic“ machen. Erst kurz vor der Feier waren wir als allerletzte Mannschaft triefendnass vom Wasser gekommen. Die Siegerehrung war sehr feierlich. Alle 16 Teams wurden mit ihren Trainern auf die Bühne geholt. Ganz viel Beifall erhielten die türkischen Segler. Sie hatten an den ersten drei Tagen dieser Meisterschaft eine tolle Vorstellung gegeben: 15 Siege in 15 Rennen. Am Finaltag gelang ihnen wenig: 4 Niederlagen in 5 Rennen. Vielleicht war der Riesen-Beifall ein kleiner Trost für sie.

Dass wir nicht nur auf dem Wasser sehr gut zusammen arbeiten konnten, bewiesen wir beim Packen des Autos für die Heimreise. „Schrankkoffer“, Monster-Reisetaschen, Schulrucksäcke mussten verpackt werden, mehrmals räumten wir den Kofferraum ein, aus, und wieder ein,und wieder aus … puzzleartig. Am Ende war wirklich alles verstaut.

Bei Sonnenaufgang machten wir uns am Sonntag auf den Heimweg. Unsere Meinung: „Die Team Racing Meisterschaft war eine großartige Veranstaltung und hat uns Riesenspaß gemacht. Wir sind überzeugt davon, dass wir in unseren 23 Rennen (8 Siege, 15 Niederlagen) auch viel für unser Fleetrace-Segeln gelernt haben.“

Gesamtergebnisse

hier

 



Letzte Theorieeinheit beim Chief Umpire Chris Atkins

Das türkische Team vorm Auslaufen zum Halbfinale

Gwendal ...

und Henry Rückkehr im Gewitterregen

Jasper

Gesa

Flaggenparade auf der Siegerehrung

Auf Platz 1 - die Mannschaft aus Kroatien

Team Türkei

Team Germany

Gemeinschaftsfoto aller Teilnehmer -1-

Gemeinschaftsfoto aller Teilnehmer -2-

European Team Racing Championship -4-

Bevor wir aufs Wasser gingen, war uns klar: Wenn wir die beiden letzten Rennen der Vorrunde gewinnen würden, gäbe es noch eine klitzekleine Chance, unter die ersten 8 Teams dieser Meisterschaft zu kommen. Dieser Druck gab uns Flügel: Wir schafften es! Unser Glück: Die Mannschaften vor uns (GBR, NOR, DEN) waren nicht so erfolgreich, so dass wir am Ende auf die gleiche Punktzahl kamen. Bei Punktgleichheit gewinnt die Mannschaft, die die anderen schon mal besiegt hat. Das hatten wir.

Es folgte ein Teamrace-Marathon: Schlag auf Schlag segelten wir in der C-League 7 Rennen gegen die TOP Teams Türkei, Frankreich, Kroatien, Italien, Polen, Irland und Spanien. Das Ergebnis: 5 Niederlagen, aber uns gelang ein Sieg gegen Italien und Irland.

Die TOP 8 Nationen (vorläufiges Ergebnis):

1. Türkei, 2. Frankreich, 3. Kroatien, 4. Italien, 5. Polen, 6. Irland, 7. Spanien, 8. Deutschland

 

 



So sah es heute auf dem Wasser aus ...



European Team Racing Championship -3-

Alle 16 Mannschaften segelten bis gestern, Donnerstag, 13 Rennen. Mit 5 Siegen liegt die deutsche Mannschaft zur Zeit in der 2. Hälfte des Teilnehmerfeldes. Die Top 9 Teams: Türkei (13 Siege), Frankreich (10 ), Irland (9), Italien (8), Spanien, Polen, Norwegen (7), Großbritannien, Finnland (6).

Hier der Bericht vom 2. Wettfahrttag:

Unsere Gegner waren nacheinander Italien, die Türkei, Croatien, die Schweiz, Finnland, Spanien und Polen. Die ersten 3 Tagesrennen gelangen uns nicht. Aber wir gaben natürlich nicht auf! Gegen die Schweiz stiegen wir mit einem perfekten Start ein und dann lief alles wie am Schnürchen. Mit den Platzierungen 1,2,3 und ? hätte es im Rennen gegen Finnland ein Sieg sein müssen. Schade, aber das passiert uns nicht noch einmal.... Auf dem Schenkel zur Leetonne war Gwendal mit einer Finnin beschäftigt, lotste sie auf die Backbordseite des Zielschiffes, das irgendwie auch störend im Weg lag. Die Finnin änderte ihren Kurs und ließ das Schiff an Steuerbord. Gwendal nicht. Das gab Strafpunkte für uns - und so reichte es nicht für einen Sieg.

Im nächsten Rennen gegen die Spanier war die Welt wieder in Ordnung.Platz 1,3,5 und ? im Ziel. O-Ton unseres Coaches: Die Spanier wirkten fertig!"

Nach dem siebten und letzten Tagesrennen waren wir fertig .... Unser Team hatte gleich nach dem Start völlig freien Wind.Aber am Ende waren es die Plätze 1,3,7,8 für uns - 19 Punkte, wir waren die Looser.

Aber so fühlen wir uns natürlich nicht grundsätzlich!! Dazu Gesa:" Ich lerne hier total viel! Ständig muss ich hier die Wettfahrtregeln anwenden, städnig muss ich das gesamte Feld beobachten - das ist eine tolle Übung für das Fleetrace-Segeln."

Was noch so passierte: Den Abend verbrachten wir in Torbole, in der Lieblings-Pizzeria aller Optisegler. Und trotz unseres gut gefüllten Pizzabauches mussten wir noch einen Stopp an der Eisdiele in Riva einlegen. Gesa, Carla und Birgitt hätten die Nacht beinahe auf der Straße verbringen müssen. Brav hatten sie ihren Schlüssel vor dem Torbole-Trip an der Rezeption abgegeben. Aber diese Rezeption lag bei der Rückkehr am frühen Abend (22.30 Uhr) im Dunkeln, alle Türen abgeschlossen, die Schlüssel unerreichbar. Nach diversen Telefonaten gab`s aber doch kein Straßenlager.

 

 

 



Das Team Racing - aus der Ferne

Wettfahrt gegen die Schweiz

Wettfahrt gegen Finnland

Ziemlich viel los auf dem Wasser

Gesa und ...

... ihr Team: Rückfahrt zum Basislager

Ratebild: Welcher GER-Segler ist das?

Philipp empfängt seine Mannschaft ...

am Steg

Unser Basislager

Hier wartet die Konkurrenz auf ihren Einsatz

Und das sind wieder mal die GERS beim ETR

European Team Racing Championship (2)

Ledrosee, Donnerstag, 11 Uhr. Auf dem Ledrosee baut sich langsam der Wind auf. In der Teamracing-Lesson ging es heute ausschließlich um Taktik.

Tipp 1: Muss während eines Rennens zu den Seglern am Ende oder am Anfang geschaut werden, wenn man gewinnen will? (Lösung: ans Ende). Tipp 2: Ist der Sieg in der Tasche, wenn zwei Segler aus dem gleichen Team auf Platz 1 und 2 an Tonne 1 ankommen, die anderen 2 hinten sind? (Lösung:Nein, es ist gefährlich)

Nun sitzen wir unterm Sonnenschirm am Seeufer gegenüber dem Club, ausgerüstet mit Melonen und Wasser und warten darauf, dass es endlich los geht.

Und das passierte gestern:

48 Rennen wurden insgesamt gesegelt, unser Anteil: 6 Rennen.

Wir gewannen gegen die Niederlande, Großbritannien und Norwegen. Niederlagen mussten wir einstecken in den Rennen gegen Dänemark, Frankreich und Irland. An der Spitze liegt nach dem 1. Tag die Mannschaft der Türkei. Die türkischen Segler schlug niemand – 6 Siege in 6 Rennen. 5 Siege gelangen den Teams aus Irland und Italien, 4 Siege

Croatien. Die gleiche Erfolgsbilanz wie wir (3 Siege) haben ESP, POL, SWE, FIN und NOR.

Was gestern gut war: Mit einem Sieg stiegen wir den Tag ein , mit einem Sieg endete es für uns. Das war motivierend. Und Phillip meint, dass wir im letzten Rennen gegen die Norweger schon echte „Teamracer“ waren. Wir lagen nicht von Anfang an auf der Siegspur, sondern kämpften uns von der Looser-Position nach vorn. Anfangs wurde Gesa von einem Norweger in die Zange genommen. Carla nutzte die Situation und preschte an den Kämpfern vorbei. Und bald darauf hatte sich auch Gesa von dem Norweger befreit. Durchs Ziel fuhren wir so: 1,2,4,6.

Henry lernte, dass es nicht schlau ist mit einem Schiedsrichter auf dem Wasser zu diskutieren … auch wenn man sich ungerecht behandelt fühlt. Was richtig gut klappt: Die Stimmung unter uns und die Absprachen auf dem Wasser. "Chefs" sind Gwendal und Henry.

Heute soll es Race Tracker geben und auch eine Internetseite. Noch aber ist nichts davon in Betrieb.

 



Team Race Lesson - wir -

Team Race Lesson - unser Lehrer

Auf dem Weg zur Basisstation am Felsen

Flaute auf dem Ledrosee - heute gegen 9 Uhr

Die European Team Racing Championship hat begonnen (1)

Seit gestern, Dienstag, ist das ETR-Team ( Gesa Bornemann, Carla Gerlach, Henry Peters, Jasper Steffens, Gwendal Lamay) am Ledrosee/Italien. Hier der Bericht vom Beginn der Mannschafts-Europameisterschaft.

 

Unsere vier norddeutschen Teammitglieder (Jasper Steffens, Henry Peters, Gwendal Lamay, Gesa Bornemann) müssten eigentlich in der Schule sitzen. Aber zumindest im Fach Englisch wird es keine Probleme geben. Chris Atkins, Chief Umpire dieser ETR, gab vor Beginn der heutigen Wettfahrten allen Seglern eine perfekte 30-minütige Unterrichtsstunde in Englisch/WR-Segeln. Feinstes Englisch….diese Aussprache, unsere Englischlehrer wäre ebenso hingerissen wie wir. Und jeden Tag gibt es 2 „heiße ETR-Tipps“: Tipp 1: Alles rund um die magische Punktzahl 18! Tipp 2: Das Wichtigste für 1 Team, das auf den Plätzen 1,2,6,7 liegt und einer Niederlage entgegenfährt! Mit einer Theorieeinheit wie heute wird hier nun jeder Regattatag beginnen. Chris Atkins versprach uns: Am Tag der Abreise werden wir alle schneller segeln können. Wir glauben ihm das! Es ist ein echter Trost, sollte es keine Trophäe geben.

Gegen 11.30 Uhr ging es heute aufs Wasser – 32 Boote organisierte der ausrichtende Verein Fraglia Vela/Riva für die Segler. Gestern hatten wir Gelegenheit, uns schon mal an die Boote zu gewöhnen. Wir übten uns ein in das Team Racing. Trainingsgegner war die Schweiz – wir waren zufrieden.

Und abends standen wir noch auf der Bühne ... in Pieve di Ledro, dem kleinen Ort in der Nähe des Clubs. Im Rahmen der Eröffnungsfeier wurden alle Teams, aber auch Wettfahrtleiter, die Schiedsrichter vorgestellt.

 

Seit Sonntag sind wir on tour. Wir trafen uns im Chiemsee Yacht Club. Gesa, Gwendal und Carla kamen in Hochstimmung von der Schweizer Meisterschaft. Den Montag nutzten wir, um uns gemeinsam mit unserem Coach Philipp Autenrieth in das Team Racing-Regelwerk einzuarbeiten, auch eine kleine Segeleinheit auf dem Wasser war möglich – in geliehenen Booten von Optiseglern des Chiemsee Yacht Clubs. Danke!

Wir sind nur mit der Segeltasche unterwegs. Am Montagabend führten uns Carlas Eltern Silke und Thomas in einen urgemütlichen bayerischen Biergarten. Gestern, Dienstag, reisten wir ganz, ganz früh an den Gardasee. Um 5 Uhr klingelte der Wecker – unsere Autofahrt zum Ledrosee war perfekt. AUDI stellte uns als Jüngstennationalmannschaft über das Sailing Team Germany einen Q 7 zur Verfügung. Die Technik dieses Autos findet nicht nur Birgitt, unsere Teamleiterin, umwerfend. Wir erfreuen uns an der grandiosen medialen Ausstattung, u.a. 3 Fernseher.

Was heute so alles auf dem Wasser passierte, folgt demnächst. Wir kämpfen darum aktuell zu sein. Aber: In unserem gemütlichen kleinen Gebirgshotel auf 700m Höhe gibt es keinen Internet-Anschluss.

 



ETR-Chronologie ... Abreise am Chiemsee

Der superschöne Ledrosee bei unserer Ankunft

Rückfahrt von der Trainingswettfahrt gegen die Schweiz: Jasper nimmt ein Fußbad

Gesa - Bildmitte - ziemlich nachdenklich

Nachbesprechung des Trainings mit Philipp

Die GERs - gleich beginnt der Festzumzug durch Pieve di Ledro

Umzug durch die hübsche alte Stadt

Team GER on the stage

Es wird ernst! Henry notiert sich schwierige Kombinationen

Chief Umpire Chris Atkins - unser cooler "Lehrer" während der ETR-Lesson

Nun gehts los: Gwendal und Henry

Carla - ein bisschen Kribbeln im Bauch vorm 1. Rennen

EM Team reist zur IODA European Team Racing Championship

35 europäische Nationen starteten auf der "IODA European Championship" vor Kamien Pomorski/Polen. Für die Qualifizierung zur „IODA European Team Racing Championship“ auf dem Ledrosee (24.-28. August) wurden die 16 besten Teams der EM ermittelt. Bravo: auf Rang 5 steht unser EM-Team, auf den Rängen 1-4 Griechenland, Italien, Spanien und die Türkei.

24.August - 28.August 2010 Ledrosee/Italien

Der Ledrosee ist ein kleiner Gletschersee im Nordwesten des Gardasees etwa 30 km von Riva entfernt



Ausrichter ist der Club Associazione Vela Lago di Ledro in Pieve



  • Ein deutsches Team (2 Jungen/ 3 Mädchen oder 3 Jungen/2 Mädchen) darf auf dem Ledrosee/Italien starten, wenn das deutsche Team zu den ersten 16 Nationen der EM zählt. Die Chance, das deutsche Optisegler an dieser Regatta teilnehmen dürfen, ist groß.
  • Boote werden vom Veranstalter gestellt, es entstehen keine Kosten für Boote und Unterkunft.
  • Da Jungen und Mädchen auf der EM in einem unterschiedlich großen Feld starten, können ihre Platzierungen für das Teamrace-Ticket nicht direkt verglichen werden. Die Auswahl erfolgt mit Hilfe eines objektivierten „Schlüssels“.
  • Die 5 Segler mit den besten Faktoren nehmen am Team Race teil.
  • Errechnung wie folgt: Platzierung dividiert durch Meldezahl, Multiplikation des Ergebnisses mit 100.
  • Sollten weniger als 5 Seglerinnen/ Segler des EM-Teams die Teilnahme an der Team Race EM zusagen, rutschen geschlechtsspezifisch die nächstbesten Seglerinnen bzw. Segler der WMA/EMA nach