Europameisterschaft Tavira - Das Ende
Siegerehrung und Partynacht
Sonntag gegen 4 Uhr morgens beluden wir das Team-Fahrzeug für die Fahrt vom Hotel zum Flughafen Faro. Wir wünschten uns, dass der strenge Polizist, dem wir an unserem Ankunftstag dummerweise über den Weg liefen, noch schlafen würde. Dieser Wunsch ging in Erfüllung.
Um 3 Uhr hatte Birgitt ihre Weckrunde gemacht, wäre aber nicht nötig gewesen. Keiner von uns war in dieser Nacht schlafen gegangen. Ein bisschen Stress kam auf, weil nicht alle GERs ihren Kofferpack-Auftrag erfüllt hatten. Großer Abschied am Bus von Teams, die auch noch nicht im Bett waren.
Die Closing Ceremony und Abschlussparty waren ein krönender Abschluss einer großartigen EM:
- 6 Tage mit 12 Wettfahrten bei stabilem Wind, Sonne pur, auf azurblauem Atlantik
- ein kompetentes Race Committee, der Club Nautico de Tavira ein hochgradig organisierter, großzügiger, freundlicher Gastgeber
- ein Opti-freundliches Hotel mit einem Hoteldirektor, der Optisegler gegenüber Hotelgästen bei einem Pool-Konflikt verteidigte
- ein talentiertes, fröhliches, gut funktionierendes GER-Team
Zum sportlichen Teil der EM: Die Mädchen segelten komplett in die 1. Hälfte des Feldes (95 Starterinnen); Fanny und Gesa sogar unter die TOP 20. In der ersten Hälfte der Jungenflotte (130 Starter) sind auch Hannes, Hjalte und Dominic zu finden. Es gibt aber niemanden, der rundherum zufrieden ist mit seiner Schluss-Platzierung. Gefreut haben wir uns allerdings darüber, dass wir das siebtbeste von 27 europäischen Teams dieser EM waren. Wir erhielten eine Einladung zum European Team Race vom 23.-28. Juni am Ledrosee.
Die gesamten Endergebnisse hier
Europameisterschaft Tavira - Finaltag
EM-Gesamtergebnisse: 18. Fanny Popken; 19. Gesa Bornemann; 33. Sophie Opielok; 38. Annabel Weegen; 49. Hannes Brückner; 62. Hjalte Studt; 65. Dominic Fritze; 83. Julian Patrunky. Ergebnisse hier
In keiner der 4 Startgruppen gelingt der Start im 1. Versuch - es ist der 2. Tag mit ausschließlich Black-Flag-Starts. In der 1. Startgruppe der Mädchen, hier sind dabei die spätere Europameisterin 2011, Francesca Bergmo/ITA, Maria Caba/EST (Zweite dieser EM), Gesa und Annabel. Dominik, Gesa und Fanny riskieren zu viel: Frühstart. Hannes und Annabel segeln auf Platz 15. Annabel hat sich an den vergangenen zwei Tagen noch mal richtig gesteigert.
Die 1. Mädchenflotte segelt ins Ziel, als die 2. Girls Group endlich in Richtung Bahnmarke 1 loslegt -allerdings ziemlich reduziert. 14 Seglerinnen sind nicht mehr dabei, darunter Nikol Stankowa/CZE, die Zweite auf der Gesamtliste des Vortages. Leider kassiert auch Sophie in dieser Gruppe "BFD", später auch Dominik. Es fließen Tränen. Aber: Es hat ja nun 4 aus unserem Team heute schwer getroffen. Kollektivtrauer ist nur halb so schlimm. Sechs aus unserem Team erhielten im Laufe dieser EM "BFD", da haben wir eine "Baustelle".
Tavira, 18.30 Uhr. Der Riesenhänger ist gepackt: 8 Optis, 1 Mobo.Wir freuen uns auf die Siegerehrung um 21.30 Uhr. Morgen um 6 Uhr fliegen wir zurück nach Hamburg.
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Europameisterschaft Tavira - 5. Wettfahrttag
Was wir uns für den 5. Wettfahrttag vorgenommen hatten, konnten wir nicht verwirklichen.
Nur Dominic, Fanny und Annabel kletterten ein bisschen nach oben. Fanny ist mit Platz 9 wieder in den Top Ten. Gesa ist 16. und verlor 3 Plätze, Sophie fiel zurück auf Platz 26 zurück. 5 Rangplätze verloren Hjalte (62.) und Hannes (55.). Hannes wie auch Julian (84.) leisteten sich im 10. Rennen einen Frühstart.
Kein Start ohne die Black Flag am 5.Wettfahrttag – das gab es noch nie auf dieser EM. Kein Start gelingt auf Anhieb, meistens sind 3 Anläufe notwendig. Für viele Segler ist heute die letzte Chance ihre Platzierung zu verbessern, es wird gekämpft und viel riskiert. Dominic und Hjalte beschäftigen sich im 1. Tagesrennen 30 Minuten mit dem Starten. Beiden gelingt ein guter Start in der 1. Reihe. Dominic wird 15., ist endlich wieder so gut wie zu Beginn dieser EM. Hjalte kann nicht an seinen guten EM-Einstieg anknüpfen, wird in diesem Lauf 33. Beim 2. Tagesrennen der Jungen sind Julian und Hannes leider nicht dabei. Natürlich ist es kein Trost, dass 21 weitere BFDs verteilt werden. Einen großen Fehler macht in diesem Lauf auch Konstatinos Oikonomidis/GRE, der Opti-Europameister 2010. Er lag am Vorabend noch auf Treppchen-Kurs. Im 2. Tagesrennen sieht er zweimal die "Gelbe Flagge" wegen unerlaubten Vortriebs. Für die 1. Flagge kringelt er, das ist korrekt. Für die 2. Flagge kringelt er wieder, das ist nicht korrekt, er hätte in den Hafen fahren müssen. Folge: DNE und 67 Punkte, die er nicht streichen kann.
Fanny und Annabel kommen im 11. Rennen unter den Top 20 an der 1. Bahnmarke an. Annabel verteidigt ihren Platz, Fanny schafft es nicht. Gesa wird 25. in diesem Lauf, so viele Punkte leistete sie sich nur ein einziges Mal auf dieser EM. Das ist ihr 2. Streicher. Im 11. Rennen geben die Mädchen noch einmal richtig Gas. Carsten macht einen Freudensprung im Mobo. Als 3. und 4. kommen Gesa und Fanny am Gate an. Der Wind ist schwächer geworden, der Gegenstrom macht den Beiden zu schaffen. Aber sie haben aus ihren Zielkreuz-Fehlern des Vortages gelernt, es rutschen ihnen diesmal nur wenige Seglerinnen durch. Platz 7 für Gesa, Platz 8 für Fanny. Sophie muss in diesem Lauf pausieren: Frühstart.
Am Sonnabend steht nur noch ein Lauf auf dem Programm. Fanny muss Nervenstärke zeigen, um ihren TOP-Ten-Platz zu verteidigen. Der Abstand zu ihren Verfolgerinnen auf den Plätzen 10-15 beträgt maximal 7 Punkte. Und das wollen wir am letzten Tag schaffen: Als Team zu den TOP 16 dieser EM gehören. Denn: Wir wollen zum Team Race an den Ledros
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Europameisterschaft Tavira - 4. Wettfahrttag
Was uns am 4. Wettfahrttag durchweg gelingt: Start und Startkreuz. Auf der Zielkreuz verlieren Annabel, Gesa, Hjalte, Dominic und Julian mühsam erarbeitetes Terrain, vor allem im 2. Tagesrennen (9. Gesamtrennen). Der Wind hat auf 6-8 Knoten abgenommen, es steht ein kräftiger Gegenstrom mit 30 m/min. Wie kräftig dieser verdammte Strom ist, nehmen wir leider nicht schon am Gate, sondern erst kurz vor der Ziellinie wahr. Aber da ist es natürlich zu spät. Ausnahme: Hannes. Er fährt mit Platz 7 sein bestes Rennen dieser EM. Am Vermesserboot wird festgestellt, dass der Abstand einiger Bändsel am Baum zu groß ist. Punktstrafe für Hannes.
Natürlich sind wir nicht die einzigen mit Strom-Problemen. Ein Segler verliert 2 Meter vor der Ziellinie komplett die Fassung, weil er nicht vorankommt. Er stellt sich ins Boot, wriggt über die Linie, sehr heftig, und das in aller Öffentlichkeit, darunter die hier strenge, korrekte Jury. Sie reagiert nicht, oh Wunder. Schlussbetrachtung: Fanny, unsere Beste ist mit den Plätzen 38,38 zum Glück nur auf den 11. Platz gerutscht. Gesa hat ihren 13. Platz mit 9,15 halten können. Kleine Verschiebung um einen Platz bei Sophie, Annabel und Dominic: Sophie ist jetzt 18, Annabel 40, Dominic 65. Julian hat nach seinem Einbruch am Mittwoch seine Kräfte heute wieder gesammelt (22,19), kletterte von Platz 74 und Platz 67. Hannes ist jetzt 41. , er verbesserte sich um 10 Plätze. Abstieg bei Hjalte: von Rang 42 auf 57.
Wir haben gerechnet … Wahrscheinlich wird es – wie geplant – 12 Rennen und damit 2 Streicher geben. Das Wetter, nicht der Strom, ist hier ziemlich verlässlich. Mit 3 weiteren Rennen ist noch vieles möglich.
Weitere wichtige Infos: Gesa will am Freitag einen Antrag an das Race Committee auf Verlängerung dieser EM stellen. Ihre Begründung: Es ist soooo schön hier in Tavira. Sophie versucht seit 2 Tagen ihre australischen Hausaufgaben zu machen. Das gelingt nicht wirklich. Die Trainerin des USA-Teams fand, dass wir in unserer Teamkleidung auffallend chic sind. Sie will unser Foto an die USA-Teamausstatter senden. Zum Hotel: In den kleinen Gassen vor unseren Häusern herrrscht abends ein reges Treiben. Das T-Shirt-Tauschen ist so gut wie abgeschlossen, viele Kontakte geknüpft. Abends bimmelt sehr häufig die Glocke der kleinen Kirche auf dem Hotelgelände. Findige Opti-Segler fanden den Glockenstrang.
Birgitt freut sich weiterhin über die tollen Bedingugen auf dem Presseboot. Der Mobo-Fahrer Paulo Paraiso fährt ohne Absprache immer an die spannenden Ecken des Renngeschehens, ist sehr fachkundig. 1992 nahm er im FD an den olympischen Spielen in Barcelona teil.
Europameisterschaft Tavira - 3. Wettfahrttag
Die Platzierungen der Mädchen: 6. Franziska Popken (heute: 6,8,7); 13. Gesa Bornemann (22, 25,1); 17. Sophie Opielok (27,7,20);41. Annabel Weegen (30,DSQ,10).
Die Platzierungen der Jungen: 42. Hjalte Studt (20,49,28); 51. Hannes Brückner (11,25,20); 64. Dominic Fritze (28,48,47);74. Julian Patrunky (50,39,53).
12 Uhr – Die erste Startgruppe der Jungen, darunter Julian und Hjalte, slippt ihre Boote. Segler aus anderen Startgruppen sind heute nicht mehr dabei. Fürs Vordrängeln, wie an den vorigen 2 Tagen geschehen, gibt es Strafpunkte. Die Segelanweisung wurde gestern in diesem Punkt geändert. Der 1. Start gegen 13.30 Uhr gelingt nicht. Die Hälfte der Segler liegt über der Linie. Beim zweiten Versuch sind die Segler brav, auch ohne die Black Flag, die wir hier noch nie gesehen haben. Julian und Hjalte gelingt ein guter Start. Hjalte wird in diesem Lauf 20., Julian kann seine gute Vorlage nicht ins Ziel retten. Ein Pulk von Seglern startet am Startschiff auf der linken Seite und bleibt hängen. Das passiert Dominic und Hannes in der 2.Startgruppe nicht. Beide erkämpfen sich eine gute Position in der 1.Reihe. Hannes segelt seinen besten Lauf dieser EM: Platz 11, Dominic wird 30. Bei den Jungen liegt das Feld immer dicht beieinander. Kleine Fehler kosten viele Plätze. Fanny segelt – wie immer – einen Top Ten-Platz, wird 6. Alle anderen Mädchen unseres Teams kommen auf Zwanziger-Plätzen ins Ziel. Carsten tröstet, motiviert, füttert ....
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Zwischen den 3 heutigen Rennen gibt es kurze Pausen. Der Wind nimmt im Laufe des Nachmittags zu , in Böen weht es bis 17 Knoten. Gesa hat in den ersten beiden Tagesrennen in die Punktekiste gegriffen. Im 7. Rennen gibt sie noch einmal Gas, umrundet als Erste die Bahnmarken 1 und 2. Auf dem Weg zum Gate sind Marta Garrido/ESP und Nikol Stankova Gesa auf den Fersen. Am Gate trennen sich die Wege der Drei. Gesa segelt die Zielkreuz auf der linken Seite, lässt sich nicht auf Wendeduelle mit ihren Verfolgerinnen ein. Es reicht: Im Ziel liegt sie 20 Zentimeter vor der Tschechin und das ist der Sieg. Hjalte platzierte sich im 7. Lauf im Mittelfeld, Hannes ist mit Platz 20 in diesem Lauf unser bester Junge, wie überhaupt heute. Im Pulk segeln die Jungen über die Linie. Es steht eine Kabbelwelle. Bei den Jungen Julian trifft es besonders hart, er muss zwei Meter vor der Ziellinie einen Kringel drehen. Auch die Mädchen trifft es hart. Annabel hat Vorfahrtssprobleme (2x) mit einer Finnin und verliert am Abend den Protest. Auf Platz 2 umrundet Fanny das Gate. Auf der Zielkreuz rutscht ihr ein Pulk (5 Seglerinnen) durch. Sie hat Geschwindigkeitsprobleme. Der Grund: Seegras am Schwert. Sie bemerkt es zu spät, wird
noch 7.
Was noch so passierte: Um 17.45 Uhr sind alle Segler im Hafen – bis auf eine Tschechin. Von einer Minute zur anderen setzt der Wind aus. Totale Flaute. Der Ebbstrom schiebt die Tschechin 50 Meter vorm Hafen zurück aufs Meer. Natürlich wird sie gerettet.
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Europameisterschaft Tavira - 2. Wettfahrttag
An der Spitze der Flotte bei den Mädchen: Francesca Bergamo/ITA, auf Platz 2 Maria Caba/ESP. Fanny segelt sehr konstant Top-Resultate, ihr Punktabstand zu Francesca: 6 Punkte. Ebenfalls Klasse präsentiert sich Gesa mit Top-Ten Platzierungen.
Bei den Jungen auf den ersten 3 Plätzen die Griechen Patetis Nikolaos, Oikonomidis Konstantinos, Zamit Loukianos. Einige Nationen, so die Griechen, schickten ihr WM-Team auf diese EM.
Hier unser Tagesbericht:
Die Tonnen werden verladen und geordnet wie immer verlassen die Optis in Startgruppen den Hafen. Fanny und Sophie sind als Erste draußen. Sie bereiten sich mit Carsten auf die erste Tageswettfahrt vor. Die rechte Seite der Startlinie ist bevorteilt. Hier ist zwei Minuten vorm Start auch Fanny, die Spitze ihres Segels ist hinter dem Startschiff zu erkennen. Aber sie segelt sich frei und schafft einen guten Start.
Um 13.35 Uhr wird die erste Mädchengruppe los geschickt. Zwanzig Minuten später ist die Spitze des Felder an der Tonne 1. Fanny umrundet die Bahnmarke als 9., Sophie als 4. Fanny arbeitet sich bis zum Ziel 2 Plätze nach vorn, Sophie rutscht auf Rang 10. Sie hat mit einer Finnin - nur für heute -die Schwimmweste getauscht. Es klappt nicht nur bei Sophie mit den internationalen Kontakten am Abend ...
Gesa und Annabel umrunden die Bahnmarke 1 auch an der Spitze des Feldes. An dieser Bahnmarke wird heute oft gekringelt. Der Sterom drückt einige Boote an die Tonne. Dominic gelingt eine gute 3. Wettfahrt. Er segelt die Startkreuz auf der richtigen Seite -das ist heute links -. Im Ziel ist das Platz 15. Hjalte schafft in diesem Lauf sein bisher bestes EM-Resultat: Platz 11. Und das Segelwetter ist mal wieder perfekt - genau so wie vorhergesagt.
Eine großzügige Pause gab es zwischen dem 3. und 4. Lauf. Und dann kam für einige aus unserem Team ein Chaos-Start. Die Linie lag schief, die linke Seite war extrem bevorzugt. Annabel wurde vom Strom gegen das Startschiff gedrückt, kämpfte sich tapfer auf Platz 35 vor. Ähnlich schlecht lief es zu Beginn des Rennens bei Gesa. Unter den Top 30 ging sie auf die Zielkreuz und machte hier alles richtig, über links. Im Ziel war es am Ende Platz 8. Keine Probleme gab´s für sie am Vermesserboot. Denn: Täglich spult das Team vor den Wettfahrten auf dem Wasser das "Opti-Bändsel-Checkspiel" ab : Pfeife? Pützen? Schwert? Mastsicherung? Praddel? ...
Zum Schluss ein Foto des Siegers der 4. Wettfahrt bei den Jungen - Georg aus DEN erregte Aufsehen mit seiner Wollmütze.
Europameisterschaft Tavira - 1. Wettfahrttag
O-Ton Dominic : " Es war der bislang schönste Segeltag!" Das fand auch Carsten.
"Am Start sind alle durchgehend gut weg gekommen. Eine eindeutig bevorzugte Seite wie beim Training gab es nicht. Es musste nach den Winddrehern gefahren werden". Und das klappte ziemlich gut! Hier unsere Platzierungen in der 1. und 2. Wettfahrt:
Julian 18/26; Hannes 30/28; Dominic 15/9;Hjalte 22/25; Fanny 4/2; Gesa 7/9; Sophie 11/8; Annabel 17/10. Der Opti-Europameister Konstantinos Oikonomidis (GRE) ist auch in diesem Jahr ziemlich schnell. Mit den Plätzen 1,2 führt er die Flotte der Jungen an. Auf den Rängen 2 und 3 Matteo Pilati (ITA) und Peter McCain (IRL). Fanny hat nach dem ersten Tag vor sich Maria Caba (ESP),Francesca Bergamo (ITA) und Nikol Stankova (CZE).
Zur Gesamtergebnisliste kommt ihr hier.
Was noch so passierte: Am Morgen des Practice Races wurde entschieden, dass Carsten sich während der EM das Mobo mit dem 2. portugiesischen Coach teilen sollte. Der POR-Coach brachte zum Practice Race 8 Segler mit. Damit wuselten mit uns 16 betreuungsbedürftige Leute um ein kleines Gummiboot. Weil das gar nicht funktionierte, stellte Carsten einen Antrag auf Veränderung dieser "dramatischen" Coaching-Situation. Der Antrag wurde positiv für uns entschieden !!! Schließlich sind mit der adoptierten AUS-Sophie bei uns ja bereits 2 Nationen am/manchmal im Boot. Carstens Aktionsspielraum auf dem Wasser ist ziemlich eingeschränkt. Er hat nur die Möglichkeit, zwischen der Wartezone und dem Gate hin- und herzufahren. Außerdem ist er Schaltzentrale für Infos von der Bahn, die wir ihm liefern. Der Datentransfer im Team klappt hervorragend.
Birgitt hat es hier auch gut getroffen. Sie fährt von nun an täglich mit dem Presseboot (240 PS) auf den Atlantik, mit an Bord portugiesische Presseleute. Das Presse-Mobo darf mitten durchs Feld fahren.
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Europameisterschaft Tavira -Practice Race
Kribbelige Stimmung am Liegeplatz unserer Boote. Die Spannung steigt! Wir putzen die Salzkruste von den Rümpfen, überprüfen noch einmal wirklich alle Bändsel. So gut wie faltenfrei gelingt es uns, auf unsere Boote zwei riesengroße Aufkleber des Sponsors zu kleben. Fast hätten wir vergessen, Schwerter und Ruder unter einer Persenning vor der heißen Sonne zu schützen. Unser Profi-Segelvater Lutz Patrunky erinnert uns daran, nicht nur uns, sondern auch dieses empflndliche Equipment vor der Sonne zu schützen. Es sei denn, wir mögen krumme Schwerter und Ruder ...
Die Segelanweisung gab es erst heute morgen. Carsten hat nur noch Zeit, uns das Wichtigste für das heutige Practice Race zu erläutern: Start, Kurs, Bahnmarken, Interessenschwerpunkte der Jury auf dem Wasser. Und das kennen wir schon aus NED: Wer startfrei ist, muss sich im Wartebereich aufhalten. Im Startbereich darf nur Herumkurven, wer gleich auf die Piste geschickt wird. Hinterm Startschiff oder von der Leeseite aus der gerade startenden Gruppe zuschauen, das ist verboten.
Heute haben wir ein volles Programm. 18.00 Eröffnungsfeier mit einer Parade zur Ponta Romana in der Altstadt von Tavira. Anschließend müssen wir uns intensiv mit der Segelanweisung befassen.
Nachtrag zum Practice Race: Es war ein Witz. Viele fuhren eine Minuten und früher los. Schade!
Europameisterschaft Tavira - Trainingstag 7
Die folgen Fotos von unserem letzten Trainingstag schoss der Vater von Julian. Eigentlich haben Eltern auf dem Trainermobo keinen Zugang. Aber bei Julian wird eine Ausnahme gemacht. Er musste, musste auf Wunsch der Vermesser ,eine gravierende Änderung an seinen Ausreitgurten vornehmen. Nun gibt es, dafür haben wir alle Verständnis, ein letztes Mal vor Regattabeginn Hängetipps vom Vater.
So sieht es am letzten Tag bei uns auf dem Wasser aus ...
Wir sammeln weitere Infos zum Starten, segeln diverse Kreuzen und Vorwindkurse. Carsten hat helle Freude an unserer Schotarbeit. Nach 3 Stunden ist unser letztes Training vorüber. Am Abend bauen wir unsere internationalen Kontakte weiter aus. Das wunderschöne Hotelgelände ist ideal, ständig laufen wir netten Seglern über den Weg.
Europameisterschaft Tavira - Trainingstag 6
Am Vormittag vergeht eine heiße Stunde nach der anderen ... Carsten knotet, schneidet und spleißt, Julians Vater bohrt ... Es gibt neue Sprietfallen für die Boote von Annabel und Sophie. In Julians Opti werden die Ausreitgurte verlegt, bei Gesa der Baumniederholer verkürzt.
Und was geschieht um die Bastler herum? An den Optis von Dominic und Hjalte gibt es nichts mehr zu tun. Nachdem sie Carstens Werkzeugkiste akribisch geordnet haben, kämpfen sie ein bisschen miteinander. Auch bei den anderen Teams wird an den Booten gebastelt. Der australische Yachtfotograf Capizzano - offizieller Fotograf auf dieser EM - knipst die Neuseeländer bei der Arbeit. Nicht alle Teams haben so einen feinen Sonnenpavillon wie wir. Das Team aus Brasilien schützt sich vor der Sonne sehr kreativ, mit zur Verfügung stehenden Bootsmaterialien. Und zum Schluss ein Blick auf den Flugkoffer des japanischen Teams.
Nachmittags machen wir einen Bootsausflug nach Tavira. Die Sonne brennt vom Himmel, das kennen wir ja nun, und es ist flau, flau, flau. Die Fahrt auf dem Fluss, der an unserem Hotel vorbeiführt, dauert nur eine Viertelstunde. Mit Dominic als Galionsfigur laufen wir im Stadthafen ein. Am linken und rechten Flußufer stehen typisch portugiesische Häuser und keine hässlichen Betonburgen. Die Römer waren vor uns auch schon mal hier, sie bauten eine der ältesten Brücken dieser Stadt.
In der Altstadt erstehen wir Mitbringsel für zu Hause. Wir erledigen das schon heute, denn wer weiß, ob wir dazu jemals wieder Zeit haben werden. Unsere Wege trennen sich, die Mädchen setzen andere Schwerpunkte als die Jungen.
Eine Wasserschlange begegnet uns auf der Rückfahrt. Sie wirkt gefährlich! Im warmen Schein der Abendsonne schießen wir am Strand vor dem Hotel einen großen Teil der Teamfotos. Es ist gar nicht nervig. Wir bringen viele gute Ideen ein. Birgitt glaubt, dass wir zu häufig "Germanys Next Top-Model " gesehen haben. Hjalte ist mit der Fotosession nicht zufrieden, ihm dauert das alles viel zu lange. Schade, Hjalte, mit dieser Einstellung bist du für eine Model-Karriere nicht geeignet.
Sophie wird heute von allen bewundert. Denn: In Australien sind keine Ferien. Pflichtbewusst lädt sie ihre Mathe-Hausaufgaben aus dem Internet herunter und erledigt sie selbstverständlich sofort.
Drückt uns die Daumen, dass wir morgen wieder aufs Wasser können. Éin kompletter Landtag reicht!
Europameisterschaft Tavira - Trainingstag 5
Erste Vermessungsstation: Der Rumpf wird gewogen. Fanny holt die letzten Tropfen Wasser aus ihrem Boot. Bei 7 Booten unseres Teams stimmte das Gewicht, beim Opti Nr. 8 NOCH nicht ....
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Julians Lange-Opti kam in die Komplett-Vermessung. Bei den Segeln lief alles wie am Schnürchen, nur bei Sophie mussten wir eine kleine Korrektur bei der Segelnummer vornehmen. Das "S" war zu künstlerisch frei geklebt.
Riggs, Ruder und Schwerter waren 100 Prozent o.k. Irgendwann im Laufe des Vormittags waren wir froh, die Vermessung - fast - geschafft zu haben und verzogen uns in unseren Pavillon.
Nicht nur unser Trainer musste basteln ....Bei den Brasilianern (3. Bild unten) ist außerdem interessant, wie gut verpackt mit Lycras sie bei ihrer Arbeit sind.
Nach der Mittagspause ging´s endlich raus aufs Meer. Es wehte mit 7-8 Knoten aus SW. Wir verfeinerten unsere Starttechnik bei Strom (12 m/min). Als Erste umrundete Fanny bei einem Trainingsrennen gegen FIN und SIN die Luvtonne.
Hinter ihr 3 SINs, die sie gemeinsam in die Zange nahmen. Wir trösteten Fanny damit, dass die SINs auch untereinander mit dem berühmten Messer zwischen den Zähnen segeln.
Europameisterschaft Tavira - Trainingstag 4
Um mit dem Wichtigsten zu beginnen: Delfine gibt es hier auch, liebe NAMs.
Eine Herde begleitete uns heute auf unserer ersten Trainingswettfahrt. Sie wussten anscheinend genau wie wir: auf der Landseite rechts kommt man schneller voran.
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Aber alles der Reihe nach: Den Vormittag verbrachten wir am Pool. Segeln hatten wir für den frühen Nachmittag geplant. Zu dieser Zeit soll auch während der Meisterschaft gesegelt werden, weil´s dann kräftiger weht.. Höhepunkt der Stunden am Pool: Wassergymnastik zu heißen portugiesischen Rhythmen. Julian und Hjalte sahen vom Poolrand zu. Sie verteilten Haltungsnoten für das Schwingen der Poolnudeln.
Heute durfte unser Maskottchen Paule endlich mal mit aufs Wasser. Er war, wie auch Carsten, zufrieden mit uns.
Bei kräftigem Strom (20m/min) und SW Wind mit 8-10 Knoten segelten wir eine
Trainingswettfahrt gegen 9 Nationen (NZL, CAN, SIN, HUN, TUR, BRA, ARG, USA, SUI).
Unser Team startete gut, kreuzte über die bevorteilte Seite zur Luvtonne. Bis ins Ziel gab es wenig Positionswechsel: 1. Dominic, 2. Hannes, 4. Annabel, 5. Julian, 8. Fanny, 9. Gesa. Auf den Zwischenplätzen lagen die Singapuris.
Gegen 22 Uhr lagen wir im Bett. Morgen um10.30 Uhr dürfen wir zur Vermessung.
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Europameisterschaft Tavira - Trainingstag 3
Unser Tag begann am Pool. Um 9 Uhr haben wir immer das Schwimmbecken ganz für uns allein. Carsten besteht auf sportlichem Schwimmen, Planschen ist nur zum Schluss erlaubt. Unser Tag endete am Pool, aber lange hielten wir es dort nicht aus. Die Mücken kamen. Generalangriff. Unsere Autan-Vorräte schrumpfen.
Gegen 12.30 Uhr waren wir auf dem Rio Gilao, der vor dem Club vorbeifließt und auf den Atlantik hinausführt. Der Wind - 6 Knoten - reichte nicht aus, um gegen den einlaufenden Strom gegenan zu kommen. Carsten musste uns schleppen. Draußen trafen wir auf wenig Welle - gute Bedingungen zum Warmsegeln. Kurze Zeit später drehte der Wind auf Südwest - das ist die hier vorherrschende Windrichtung - und frischte auf 14-16 Knoten auf. Hurra! Schöner kann Segeln nicht sein. Unser Programm: Trimmstarts zum Geschwindigkeitsvergleich und Revieranalyse.
Kommentar Julian: Die letzte Kreuz war richtig geil. Endlich konnte ich richtig ausreiten.
Kommentar Hannes: Wind, Welle, Sonne - alles war perfekt
Kommentar Dominic: Rechts war heute meine Seite.
Beim Einlaufen mussten wir auf dem Rio Gilao noch einmal unser Bestes geben, um mit High Speed gegen die Ebbe anzukommen.
Am Abend waren wir die ersten im Speisesaal. Noch macht uns kein anderes Team unseren runden 10-Personen-Stammtisch streitig. Auf das Frühstück und auf das Abendessen kann man sich hier auch als Sportler freuen: Gemüse roh, Gemüse gekocht, Obst, Nudeln, Reis, und auch leckeres Eis ... es gibt alles, was unsere Herzen begehren.
Europameisterschaft Tavira 2011 - Trainingstag 2
Tavira 10.30 Uhr. Der Himmel ist bedeckt, kein Rascheln in den Palmen im Hotelgarten. Carsten fährt mit dem Mobo hinaus auf den Atlantik und schaut sich die Sache direkt an: Es ist windstill. Riesenwellen brechen sich am Strand und an der Hafeneinfahrt. Keine Chance für eine sinnvolle Trainingseinheit.
In der Shopping Mall von Tavira erstehen wir zwei Bodyboards. Hjalte sucht mit Unterstützung seiner Teamkollegen erfolglos nach einem Ersatz für seine zwei gestohlenen Badehosen. Birgitt ergänzt unsere Wassermelonen-Bestände. Leider setzt der Wind auch nach unserem Obst-Lunch im Hotel nicht ein. Unser Alternativ-Sportprogramm: eine Bodyboard-Trainingseinheit auf der Badeinsel. Die Wellen sind noch höher als am Vormittag. Wir haben Riesenspaß, es ist wirklich schöner als Joggen.
Ein Highlight: Endlich dürfen wir die großen Kisten mit der STG-Teamkleidung auspacken. Wir sind nun wirklich perfekt und ziemlich chic ausgestattet. Fannys Kommentar: Wir haben jetzt eigentlich alles, bis auf die Unterwäsche".
Europameisterschaft Tavira 2011 - Trainingstag 1
Die GERs adoptierten für die EM die Hamburgerin Sophie Opielok. Sie gehört zum australischen Opti-Nationalteam und qualifizierte sich dort für die EM.
Hier der Bericht vom ersten Tag:
Seit 30 Stunden sind wir bereits in der Tavira, der kleinen Stadt im Parque Natural da Ria Formosa – ein großartiges Naturschutzgebiet. Unser Bericht kommt erst jetzt. Am ersten Tag ist sehr viel zu erledigen. Das Wichtigste: Dankeschön an Famile Fritze für den Sonnenpavillon. Ohne diesen Schattenspender – hier herrschen 40 Grad – wäre es grausam. Den Pavillon bauten wir auf unserem großen Boots-Stellplatz auf. Heute waren wir noch ganz allein auf dem Platz. Wir sind das erste Team vor Ort. Mit Revier-Tipps versorgte uns der Club-Präsident persönlich.
In aller Ruhe riggten wir am Vormittag unsere Boote auf. Zur Mittagszeit verkrochen wir uns in unserem Pavillon. Sophie erweiterte unsere Bildung und hielt einen kleinen Vortrag über den Ursprung der australischen Nationalfarben. Gut verpackt und eingecremt ging es dann auf den Atlantik. Wir trafen auf viel Strom, wenig Wind und hohe Wellen. Eine neue Erfahrung: nach 30 Minuten hatten wir einen Meter in Richtung Luv geschafft. Gut, dass wir noch Zeit haben, uns mit den Wellen und dem Strom zu arrangieren.
Kurzer Rückblick auf gestern: In Lissabon mussten wir durch den Flughafen sprinten, um den Anschlussflug nach Faro zu schaffen. 5 Minuten vor Abflug erreichten wir das Flugzeug. Am Flughafen von Faro beobachtete ein mürrischer Polizist das Beladen unseres Busses. Die Beladung gefiel ihm gar nicht! Der Kontakt mit ihm endete mit einer 60€-Strafe. Er meinte, dass sei noch gnädig. Wir waren da anderer Meinung.
Dominic und Hjalte müssten eigenlich schon heute Shoppen gehen. In der Nacht verschwanden von der Terrasse vor ihrem Zimmer zwei Paar Schuhe, drei Badehosen usw. Das Hotel will die Polizei einschalten – das ist nun der 2. Kontakt mit der portugiesischen Ordnungsmacht.
Morgen berichten wir über unser wunderschönes Hotel, die Mücken und vieles andere.
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