Bericht 13 vom 10.01.
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Wir sind gesund, aber nicht munter, wieder aus Neuseeland zurück!
Wie Sabine schon am Montag schrieb, waren der letzte Tag und die 48stündige Rückreise ziemlich stressig. Es blieb uns keine Zeit, Berichte an euch zu senden. Nicht ganz ohne war dann auch der Versuch, wieder ins gewohnte Leben zurückzukehren. Bitte habt für die kleine Sendepause Verständnis. Ihr habt uns während der WM toll unterstützt. Ihr habt uns angefeuert, Mut gemacht und getröstet. Dem Team hat das super gut getan!
Als am Montag gegen 14:00 Uhr Ortszeit der zweite Startversuch wegen Überschreiten des Zeitlimits abgebrochen wurde, stand fest, dass wir uns nicht mehr verbessern konnten. Dabei zeigte das gesamte Team bei den angeschossenen Wettfahrten, was es drauf hat. Alle segelten beim Abbruch unter den ersten zehn ihres Laufes. Da wäre noch etwas gegangen. Thomas war kaum zu beruhigen. Er machte dem Wettfahrtleiter Vorwürfe, unter den Wind- und Strombedingungen die Kurse extrem zu groß ausgelegt zu haben.
Zeit zum Ärgern blieb aber nicht. Schnell mussten die Boote gesäubert und für die Rückgabe bereit gemacht werden. Der Vercharterer „Far-East“ hatte es gut organisiert und es lief ohne Verzögerungen ab. Bis auf einen Block war unser Material vollzählig.
Dann hieß es „Deposit“ zurückholen und die Segel verpacken. Die „Segelröhre“, eigentlich ein riesiger Skisack, wurde mit einem Spediteur nach Auckland gebracht. Dann in Auckland gewogen. Natürlich mussten wir, wie auf der Hinreise fast 1.000 Euro Gebühr dafür bezahlen. Ich nehme es mal vorweg: Die Segel waren am Mittwoch nicht in Frankfurt. Wir hoffen, sie noch bis zur Messe in Düsseldorf angeliefert zu bekommen.
Der lange Rückflug von 36 Stunden begann entspannt. Wir hatten nochmals einen letzten tollen Blick über das schöne Neuseeland.
Aufregung dann in Sydney. Beim Landeanflug passte irgendetwas nicht. Also startete der Pilot nochmal durch und versuchte es erfolgreich ein zweites Mal. Blödes Gefühl! In Sydney dann lange Wartezeit, da die Klimaanlage des Fliegers repariert werden musste. Deshalb landeten wir dann müde und erschöpft mit drei Stunden Verspätung in Frankfurt. Glücklich nahmen die Eltern ihre Kinder in Empfang.
Zusammenfassend kann man eindeutig sagen wir waren ein tolles Team, das mit etwas mehr Glück ein wesentlich besseres Ergebnis hätte erzielen können. Alle fünf Segler haben ein riesiges seglerisches Potential und eine hohe soziale Kompetenz. In der Teamwertung landeten wir als 5. Europäische Nation knapp hinter Spanien, Kroatien und Portugal auf dem 12. Platz. Die gesamten Ergebnisse findet ihr hier.
Alle Segler waren tolle „Teamplayer“! In das Team möchte ich ausdrücklich auch Christoph Hamann, das einzige Elternteil, und Heide einbeziehen. Beide waren eine große Hilfe und haben sich immer für das gesamte Team eingebracht. Es hat großen Spaß gemacht.
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Ich hoffe nun, dass wir viele in Düsseldorf an unserem DODV-Stand in Halle 17 wiedertreffen. Am Samstag, den 21.01.12 um 16:30 Uhr werden wir unsere WM-, EM und NAM-Teams sowie die „Far-East-Cup“ Sieger auf der Bühne ehren. Als Ehrengast hat bereits Jochen Schümann zugesagt. Vielleicht ein Grund mehr für euch, nach Düsseldorf zu reisen.
Mit optimistischen Grüßen
Günther Nülle
PS: die Photos in diesem Bericht stammen von Günther Nülle und Matias Capizzano
Bericht 12 vom 08.01.
Endlich ein Tagessieg!
Lange musste das Team auf den ersten Tagessieg dieser WM warten. Geschafft hat ihn Marvin in der 11. Wettfahrt, der dritten Tageswettfahrt heute.
Dafür bekam er den Tagespreis, eine Trap-Patrone(!!!) von der Präsidentin des
neuseeländischen Verbandes überreicht.
(Anmerkung der Redaktion: Laut Wikipedia ist Trap eine Disziplin des Wurfscheibenschießens, bei der die Scheibe vom Schützen wegfliegt. Über die Verbindung zwischen Trap und Optimistsegeln können wir allerdings keine Angaben machen ;-) )
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Nachdem das Auslaufen wegen Sturms bis 35 Knoten und sehr schlechter Sicht mehrere Stunden verschoben wurde, ging es dann um 14 Uhr aufs Wasser.
Die Bedingungen draußen waren nach Aussage von Thomas Läufer schwierig. Erstens wehte es zu Beginn immer noch mit 26 Knoten. Zweitens stand trotz Flut durch den Ablandigen Wind ein Strom mit der Geschwindigkeit von 30m pro Minute.
Allerdings schräg von vorne, was die Starts sehr schwierig machte. Und drittens trafen in der Bucht zwei Wellensysteme aufeinander. Die Pazifik-Welle gegen den Wind traf auf die Windwelle, die ca. 2,5 Meter hoch war.
Das wurde dann im ersten Lauf auch Marvin zum Verhängnis, der in Führung liegend eine Welle ins Boot bekam, das er um viele Plätze zurückfiel. Auch im 2. Lauf des Tages erwischte es Marvin, als er aus dem Boot fiel und die verlorenen Plätze leider nicht mehr gutmachen konnte.
Daniel hatte das Missgeschick bereits im 1. Tageslauf bereits hinter sich. Ingmar hingegen kenterte auf der Achterlichen, als er beim Wellesurfen kein Druck mehr im Segel spürte.
Hier die Ergebnisse nach der 11. Wettfahrt und den Einzelplatzierungen in den Wettfahrten 9 bis 11:
34. Marvin 9, 29, 1
64. Gwendal 28, 31 20
65. Daniel 34, 19, 15
85. Henry 50, 32, 37
93. Ingmar 53, 30, 18
Morgen ist der letzte Wettfahrttag. Wenn der Wetterbericht zutrifft, könnten sie noch zwei Wettfahrten schaffen. Ab 12 Wettfahrten gibt es den 2. Streicher.
Dann ist Packen angesagt, Boote zurückgeben und Siegerehrung.
Am Dienstag geht es dann gegen 8 Uhr zum Flughafen Napier. Über Auckland, Sydney und Singapur geht es zurück nach Frankfurt, wo wir gegen 05:20 Uhr landen werden.
Liebe Grüße
Günther
PS: Heute Morgen schüttete es aus allen Rohren. 35mm pro Stunde. Dazu blies ein Wind mit über 35 Knoten. Als der Wind dann nachließ verhinderte die sehr schlechte Sicht das Auslaufen. Warten war also wiederum angesagt.
Als Überraschungsgast konnte Dean Barker vom Team New Zealand dann den Seglern die Wartezeiten verkürzen. Er stand uns dann als Interviewpartner zur Verfügung. In Neuseeland ist Dean Barker ein Sportidol.
PPS: Das Wichtigste aus den IODA-Meetings!
Auf den IODA-Meetings wurden die Termine und Austragungsorte für 2012 bestätigt.
WM 2012 : 15.-226.07.12 in Santo Domingo/Dominikanische Republik
EM 2012 : 30.06.-08.07.12 in Sabbiadoro / Italien
ETR 2012 (Team-EM): 21.-26.08.12 Ledrosee/Italien
Anschließend wurden die Austragungsorte der IODA-Meisterschaften 2013 gewählt:
WM 2013 : 10.-21.07.13 Gardasee/Riva
EM 2013 : 29.06.-0707.13 Balaton/Ungarn
ETR 2013: 20.-25.08.13 Ledrosee/Italien
Ansonsten gab es nicht viel Neues, außer dass Peter Barcley (Peru) für weitere 2 Jahre im Amt des Präsidenten der IODA bestätigt wurde.
Die erwartete Diskussion über die Änderung der Werberegel bei IODA-Events wurde von den Verantwortlichen sehr kurz gehalten. Es sollen noch informelle Gespräche stattfinden.
Bericht 11 vom 07.01.
Langer Segeltag für zwei Wettfahrten!
Über 9 Stunden waren die WM-Segler heute auf dem Wasser. Das Ergebnis: Zwei Wettfahrten! Am Morgen gegen 9:30 Uhr wurde Flagge „D“ gesetzt. Also zügig aufs Wasser. Im Hafen wehte eine schwache Brise, so dass alle einigermaßen optimistisch waren. Schon auf dem langen Weg ins Regattagebiet flaute es immer mehr ab.
Der Wettfahrtleiter hatte gegen 12:00 Uhr dann ein Einsehen und schickte die 210 Boote wieder in den Hafen. Wie es dann oft ist, setzte der Wind gerade ein, als die Boote an Land waren. Einmal auf die Toilette, mehr Zeit war nicht, dann wieder raus. Der Wind wehte mit 4 Knoten in Böen mit maximal 8. Das schlimmste war aber, dass er sich bei der Richtung den gesamten Tag nicht entscheiden konnte. Dreher um 30 bis 40 Grad waren keine Seltenheit. Außerdem fing es am Nachmittag wieder an zu regnen.
Ich mache es kurz: In der ersten Tageswettfahrt konnte nur Ingmar überzeugen. Er belegte den tollen 6. Platz. Zusammen mit dem 24. In der 8. Wettfahrt liegt er auf dem 89. Platz in der Gesamtwertung.
In der 8. Wettfahrt lief es bei allen etwas besser. Daniel wurde 12. und Marvin 14..
Hier die Ergebnisse in der Übersicht:
48. Marvin 53, 14
55. Henry 62, 35
56. Gwendal 48, 35
82. Daniel 46, 12
89. Ingmar 6, 24
Für heute Nacht und Morgen ist ein Sturmtief angesagt, das aber bis Mittag durch sein soll. In der Nacht und am frühen Morgen sind Windgeschwindigkeiten bis über 30 Knoten angesagt. Danach zwischen 10 und 18 Knoten. Das Problem wird die Welle sein, die bis 3,80m hoch werden soll. Natürlich hofft das Team mal auf Hängewind und darauf, dass sie ihre Stärken ausspielen können. Die Kraft und die Ausdauer für weitere 6 Wettfahrten, die realistisch sind, ist vorhanden.
Über die Ergebnisse der IODA-Sitzungen werden wir Morgen berichten.
Viele Grüße
Günther
Bericht 10 vom 06.01.
German Beachboys am Waimarama Beach
Heute am Ruhetag hat sich das WM-Team samt Teamleitung den Frust der letzten Tage weggesurft. Bei super Wetter ging es nach dem Frühstück an den ca. eine Autostunde von Napier entfernten Waimarama Beach. Bei derm strahlenden Sonnenschein hieß es natürlich für alle erst einmal EINCREMEN! Der Pazifik lockte bei ca. 18 Grad Wassertemperatur zum Baden
Der Höhepunkt kam dann aber, als wir uns für zwei Stunden Surfbretter zum Wellenreiten ausliehen.
Die Jungen überraschten mit großem Balancegefühl. Besonders Ingmar war kaum zu bremsen. Immer wieder paddelte er raus um eine der höheren Wellen zu erwischen. Bei allen klappte es super. Auch Thomas und Günther probierten es mit unterschiedlichem Erfolg. Thomas schaffte es bis zum Stehen auf dem Brett. Günther nur bis zum Kniestand. Das Alter machte sich eben bemerkbar.
Beeindruckend auch die Fahrt zum Strand und zurück. Es bot sich uns eine grandiose Landschaft und Ausblicke.
Jetzt werden wir nach dem Abendessen früh schlafen gehen, um Morgen bei angekündigtem leichtem Wind alles geben zu können. Der Wille, das Können und die Motivation sind da.
Günther
Bericht 9 vom 05.01.
Gestern versprachen wir heute noch vom gestrigen Abend zu berichten. Wir sollten auf der Bühne eine selbst gestaltete Aufführung machen, wozu aber keiner wirklich in der Lage war. Zu sehr nagte das Ausscheiden noch an den Nerven.
Heute ging es dann mit dem Bus in die doch weit vom Hafen entfernte Stadt. Bei tollem Sommerwetter sahen wir dann wie schön die Strandpromenade und der Park sein können, in dem die Eröffnungsfeier stattfand. Nach einer ca. 4stündigen Shoppingtour waren alle von der hübschen und sauberen Stadt begeistert. Andenken wurden gekauft und Postkarten geschrieben.
Um 14:30 ging das Team dann an den Strand und beobachtete das hoch dramatische Finale um den Titel des Teamweltmeisters zwischen Singapur und Peru. Die Entscheidung für Singapur fiel erst im letzten von drei Finalrennen. Thailand wurde Dritter.
Auf den Sitzungen der IODA wurden heute die Kandidaten der WM 2013 vorgestellt. Überraschend zogen die USA (Santa Monika) ihre Bewerbung zurück. Daher ist die Wahl von Riva in zwei Tagen sicher. Endlich wieder eine WM in Europa.
Auf der Sitzung der Europavertreter stellten sich Finnland (Lathi) und Ungarn (Balatonfölfvar) vor. Hier ist die Wahl am Samstag noch offen.
Zwischen den Landesdelegierten wird inzwischen die Öffnung des Werbeverbotes diskutiert. Deutschland und Österreich haben zur Sitzung kurzfristig schriftlich Vorschläge unterbreitet. Bislang ist Werbung auf dem Rumpf und im Segel strikt verboten.
Morgen, am offiziellen Ruhetag wollen wir an den Pazifikstrand und etwas Surfen. Das Wetter soll sich zumindest bis morgen noch halten. Hoffen wir das Beste.
Mit besten Grüßen
Günther
Bericht 8 vom 04.01.
Die Enttäuschung ist groß!
Wir hatten uns alle nach den durchschnittlichen Ergebnissen in den bisherigen Einzelrennen, soviel vorgenommen. Noch beim Frühstück war die Stimmung riesig. Alle fühlten sich fit genug, um die Vorrunde zu überstehen und Morgen im Achtelfinale mitzumischen.
Cook Islands konnte geschlagen werden. Nachdem Australien das Österreichische Team besiegen konnte, waren die Australier unsere nächsten Gegner. Bis kurz vor dem Ziel konnte man noch optimistisch sein. Im Ziel allerdings stand fest, im nächsten Rennen gegen die Dänen musste ein Sieg her.
Beim Start kaum noch Wind. An Tonne 1 konnte nicht mehr von Segeln gesprochen werden. Nach der anfänglichen Sonne zog ein Wolkengebiet durch, das die schwache Seebrise zusammenfallen ließ. Zum Glück brach der Wettfahrtleiter diese Rennen ab. Danach hieß es wieder Warten.
Nachdem der Wind zurückkam und die Bahn neu gelegt war, ging es mit unserem Match gegen Dänemark wieder los. Es sah bis zur Tonne 4 wieder gut aus. Dann aber auf der Zielkreuz erwischte es unser Team und es stand fest: wir waren ausgeschieden.
Es dauerte einige Zeit, bis alle das verdaut hatten. Das Team schaut im Moment wieder nach vorne und wird ab Samstag sich voll reinhängen, um die bisherigen Platzierung bei der Einzel-WM zu verbessern.
Morgen werden wir über den Abend berichten, an dem wir auf der Bühne etwas vorführen müssen. Lasst euch überraschen!
Günther
Bericht 7 vom 03.01.
Heute wurden die Seglerinnen und Segler pünktlich um 09:30 Uhr auf das Wasser geschickt. Der Wetterbericht war nicht berauschend, aber immerhin wurden 10 Knoten und Sonne vorhergesagt. Beides traf aber nicht ein. Also hieß es erst einmal Warten auf dem Wasser und kleinen Späßen mit Hanniball.
Gegen 12 Uhr dann der erste Start der blauen und grünen Gruppe, in denen Henry und Marvin sind. Im zweiten Start gingen Gwendal und Daniel ins Rennen. In dem letzten Start dann Ingmar. Der Wind wehte nur sehr leicht mit anfangs 7 und später nur noch mit 4 Knoten. Die Rennen dauerten daher auch etwas länger. Die Winddreher hielten sich in Grenzen. Dafür gab es Strom und einzelne Windfelder, die bei dem kontrastarmen Lichtverhältnissen nur schwer erkennbar waren. Es ist und bleibt ein „tricki“ Revier.
Die beste Platzierung ersegelte Marvin mit einem 9. Platz. Gwendal kam als 18. Ins Ziel. Daniel und Ingmar als 26. Und Henry als 34. Nach wiederum einer Stunde Wartezeit schickte die Wettfahrtleitung das gesamte Feld wieder in den Hafen. Daher geht es jetzt mit der Einzelweltmeisterschaft erst am 7. Januar weiter. Morgen und am Donnerstag steht das mit Spannung erwartete Teamrace auf dem Programm.
Zwischenergebnis nach 6 Wettfahrten (1 Streicher):
35. Henry
39. Gwendal
47. Marvin
84. Daniel
124. Ingmar
Große Freude dann, als die Nationenwertung bekanntgegeben wurde. Sie ist die Grundlage für die Gegner im Teamrace. Unser Team landete auf dem nicht erwarteten 9. Platz aller 48 Nationen. Damit sind wir immerhin noch hinter den Niederlanden (3.) und Kroatien (8.) die drittbeste europäische Nation.
Im ersten Rennen treffen wir auf die Cook Islands als 40. Dann erwartet uns Österreich oder Australien. Das Team hat sich viel vorgenommen und will natürlich soweit kommen wie es geht. Drückt die Daumen. Ab spätestens 9 Uhr deutscher Zeit am Mittwoch könnt ihr hier lesen wie es uns ergangen ist.
Da die Nationenwertung noch nicht veröffentlicht ist, hier die ersten Nationen:
1. USA
2. Singapur
3. Niederlande
4. Brasilien
5. Peru
6. Neuseeland
7. Argentinien
8. Kroatien
9. Deutschland
10. Thailand
Günther
Bericht 6 vom 02.01.2012
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Es war ein durchwachsener Tag für das Deutsche Team. Erst hatten wir kein Glück und dann kam noch Pech dazu. Aber im Ernst: Der Wind war endlich da und die Sonne zeigte sich auch. Allerdings, und das wissen alle Segler ist nicht immer gleichzeitig guter Wind. Den gesamten Tag über hatten wir zwischen 10 und 18 Knoten aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Dreher von 40 Grad waren keine Seltenheit. Das Team hat super darauf reagiert und kam von Lauf zu Lauf besser damit zurecht. Hier zeigte sich aber auch, dass wir eindeutig zu spät in Napier waren. Uns fehlen mindestens drei Tage Wassertraining. Dafür über nehme ich die Verantwortung. Sparen wollen zahlt sich nicht immer aus. Bei der Analyse kam aber auch heraus, dass die nicht vermessbaren Segel bei Ingmar und Marvin eine Rolle spielen.
| Ein Superergebnis ersegelte Gwendal, der nur im letzten Lauf heute etwas schwächelte. Ebenfalls steigerte sich Henry mit den Plätzen 9, 25, 4 und 15 enorm. Im Gesamtklassement rangiert er auf dem 26. Platz.
Hier die Einzel Platzierungen:
26. Henry 43, 9, 25, 4, 15
36. Gwendal 32, 16, 16, 9, 32
51. Marvin 12, 35, 26, 21, 31
93. Daniel 57, 26, 47, 25, 6
134. Ingmar 35, 59, 60, 31, 19
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Photos von Matias Capizzano. Henry hat er leider nicht erwischt.
Ein großes Lob an das Team, das trotz der teilweise nicht zufriedenstellenden Ergebnisse, nicht die Köpfe hängen lässt, sondern sich bis zur letzten Wettfahrt voll reinhängen wird. Daumen drücken lohnt sich also weiterhin.
Wer wissen will, was Winddreher sind sollte sich im Trackingbereich der Ausrichterseite die Wiederholung des Zieleinlaufes der 2. Wettfahrt, Start C ansehen. Lasst euch überraschen.
Mit besten Grüßen
Das Team
Bericht 5 vom 01.01.2012
Das neue Jahr begann wie das alte geendet hatte: Es regnete in Strömen! Zum Glück erwischten wir einen Bus des Ausrichters, der uns in den Hafen zum Frühstück brachte. Uns erwartete ein tolles Frühstück, das für jede Geschmacksrichtung etwas bereithielt. Dann hieß es warten. Auch wenn der Regen eine Pause machte, tat sich beim Wind Garnichts. Früh wurde an Land die Startverschiebung gezogen. Erst ca. 13:00 Uhr schickte der Wettfahrtleiter die 210 Seglerinnen und Segler aus 48 Nationen aufs Wasser.
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Thomas beschrieb die Bedingungen so:“Kaum Strom und leichter Wind zwischen 4 und 7 Knoten. Die Winddreher nur bedingt erkennbar. Wolken spielten kein Rolle. Ganz schwieriges Segeln.“
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In der 1. Startgruppe ging Gwendal als Deutscher an den Start. Er erwischte auf der Startkreuz die falsche Seite und kam als 32. In Ziel. Nicht besser ergingen es Henry und Ingmar, die den 43. Bzw. 35. Platz belegten. Henry startete gut, fiel aber auf der Zielkreuz vom 14. Platz zurück. Im 3. Start dann Marvin und Daniel. Marvin segelte eine super Startkreuz. Noch kurz vorm Ziel sah es nach einer Topplatzierung aus. Dann ein nicht erwarteter Dreher. So blieb Marvin „nur“ der 12. Platz. Daniel kam am Start nicht weg und konnte leider auch nicht viel aufholen. Für ihn sprang der 57. Platz heraus.
Die 2. Wettfahrt wurde zwar gestartet, dann aber wegen Windmangels abgebrochen. Pech für Gwendal, der an Tonne 2 auf dem 3. Platz lag.
Dominierend an diesem ersten Tag die Segler aus Singapur, die 3 Tagessiege ersegelten.
Unser Team hofft auf mehr Wind und dass Hanniball, der heute an Land vergessen wurde, dem Team vom Motorboot aus die richtigen Inspirationen gibt. Gesegelt werden sollen 4 Wettfahrten. Der Wetterbericht sagt 12 bis 17 Knoten voraus.
PS: Am Abend schüttete es wieder fürchterlich, aber das Abendessen war wieder vorzüglich.
Günther
Bericht 4 vom 31.12.
Das Thema heute ist eindeutig das Wetter. Schon beim Aufstehen schüttete es in Strömen. Und das sollte auch den ganzen Tag nicht anders werden. Hinzu kam, dass auch nur ein schwacher Wind wehte. Als dann Flagge „D“ zum Auslaufen hoch gezogen wurde, gab es nur wenige, die an ein komplettes Practice-Race glaubten.
So kam es dann auch. Schon nach einer halben Stunde wurde alles abgebrochen. Nicht wegen des starken Regens, sondern wegen Windmangels. So ein Wetter hätten sie im Dezember noch nie erlebt war die Aussage der Neuseeländer. Das nur zum Thema Wetterstatistiken.
Es wurde sich schnell umgezogen, was, das stellte sich dann später heraus, nicht nötig gewesen wäre. Aber es sollte ja zur Eröffnungsfeier gehen. Von Beginn an schüttete es aus allen Rohren. Es blieb nichts trocken.
Hochachtung galt den Maori-Tänzern, die trotz den Wetters in freien Oberkörpern die Gäste aus 50 Ländern aller Kontinente begrüßten.
Im Moment, es ist 21:40 Uhr, ist unser Team bereits im Hotel und geht schlafen. Immerhin beginnt Morgen um 13 Uhr die WM auf dem Wasser.
Wir wünschen allen Optis and Friends zum Jahreswechsel alles Gute. Für 2012 Gesundheit und viel Erfolg. Habt weiterhin viel Spaß im und am Opti. Wenn ihr feiert fahren wir zum Start der ersten Wettfahrt heraus. Viel Spaß.
Wir möchten aber an dieser Stelle ganz herzlich Sabine Böhmer danken, die unsere Berichte immer umgehend für euch ins Netz stellt. Vielen Dank, Sabine!
Mit besten Grüßen
Günther
PS: Ab morgen könnt Ihr hier die Rennen live verfolgen.
Photos: Günther Nülle und Matias Capizzano
Bericht 3 vom 30.12.
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Heute haben sich die Ereignisse überschlagen. Kurz nach dem Frühstück umacht Uhr machte Ingmar eine fürchterliche Entdeckung: Frau Dr. Giesela, unser Maskottchen, wurde auf der Toilette stehend erwischt. Gleichzeitig hatten Internetrecherchen von Daniel, Gwendal, Marvin und Henry ergeben, dass die Doktorarbeit über die tückische Hufkrankheit von Dr. Freddy dem Pferd abgeschrieben war. Daher wurde Frau Dr. Giesela umgehend in Hanniball (ohne Doktortitel, aber zwei n und zwei ll) in Anlehnung an das „Schweigen der Lämmer“ umgetauft. Hanniball wird uns Glück bringen.
Die Vermessung war insgesamt ein Albtraum. Nur Henry und Gwedal kamen gestern bereits ohne Beanstandungen durch. Bei Daniel waren die Nummern zwei Millimeter zu hoch. Eine Kleinigkeit, die mit einer scharfen Schere noch auf dem Vermessungstisch vom Teamleader korrigiert wurde. Dann kam die Segelvermessung von Ingmar. Beim ersten Segel war das Achterliek zu konkav geschnitten. Erlaubt sind 5 Millimeter, gemessen wurden 11 Millimeter. „Macht nichts“ war der Kommentar von Ingmar. „Ich habe ja noch ein zweites Segel mit.“ Leider passte das auch nicht. Nach einigen Sekunden der Ratlosigkeit fanden wir zusammen mit Christoph Hamann eine Änderungsmöglichkeit. Hierzu benötigten wir einen Segelmacher, den wir bald auch auf dem Gelände fanden. Problem nur, dass seine Nähmaschine zur Reparatur war und sie erst gegen fünf Uhr abgeholt werden konnte. In Nachtarbeit änderte er beide Segel zu einem vernünftigen und fairen Preis. Das Segel kam dann sofort am frühen Vormittag auf den Vermessertisch. Alles in Ordnung! Zeit zum Durchatmen dachten Thomas und Günther. Leider wurde daraus nichts. Beide Segel von Marvin waren nicht vermessungsfähig! Das gleiche Problem wie bei Ingmar.
Marvin entschloss sich kurzer Hand ein neues Segel eines anderen Segelmachers zu kaufen. Leider gab es zuerst nicht die passenden Segelnummern. Als wir sie dann hatten, musste noch geklebt werden. Entspannung pur nach der erfolgreichen Vermessung des Segels . Alles war durch und endlich konnte noch trainiert werden, was bei den schwierigen Bedingungen auch nötig ist.
Am Abend gingen wir dann erstmals zum gemeinsamen Abendessen mit allen Teams. Entgegen den Erwartungen gab es kein Chaos. Es war toll organisiert, schmackhaft und ausreichend. Jeder ist satt geworden.
Morgen wollen wir noch trainieren und anschließend geht es zur feierlichen Eröffnungsfeier. Es wird morgen wohl das letzte Mal etwas länger geschlafen. Während der Regattatage klingelt der Wecker bereits um 06:30 Uhr, da es eine Stunde später bereits im Club Frühstück gibt.
Die Stimmung im Team ist super. Wir haben trotz des Stresses eine Superstimmung. Alle ziehen an einem Strang! An dieser Stelle möchten wir uns für die vielen guten Wünsche bedanken. Alle haben uns auf der anderen Seite der Welt gefreut.
Liebe Grüße
Günther
Bericht 2 vom 29.12.2011
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Der erste Segeltag ist geschafft. Nach einer ruhigen Nacht und einem improvisierten Frühstück in unserem Motel „Albatross“ ging es gegen 9:00 Uhr zur Übernahme der Far-East-Charterboote in den Hafen.
Das ging schnell und reibungslos. So hätte es weitergehen können. Tat es aber leider nicht. Die Vermessung sollte um 12:00 Uhr sein. Das „Basteln“ an den Charterbooten musste dann aber schneller gehen, da die Vermesser früher für uns Zeit hatten. Die Rümpfe waren zu leicht, weil sie noch nie im Wasser waren und seit 2 Monaten trocken gelagert waren. Service des Ausrichters und der Vermesser: Gewichte und Kleber wurden gestellt. Sogar das Kleben wurde von den Vermessern übernommen. Große Probleme dann bei den Segeln. Die falsch geklebte Nummer bei Daniel war das geringste Problem. Ingmars Segel (er hat zwei mit) waren beide, selbst mit zugekniffenen Augen, nicht vermessungsfähig. Kein Meisterstück des Segelmachers. Zum Glück fanden wir einen Kollegen, der noch bis 20:00 Uhr am Segel gearbeitet hat. Morgen ist die Nachvermessung. Wir hoffen das Beste.
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Nun zum Wichtigsten: dem Segeln! Thomas ging am Nachmittag bei starker Bewölkung und Nordwest-Wind in der Stärke von 4 bis 14 Knoten aufs Wasser. Die Einheimischen waren sich einig, dass es eine „total untypische“ Windrichtung sei. Auch der Regen, der dann noch dazu kam, sei erst für morgen erwartet. Wir durften es erleben. Das Training selbst war für alle lehrreich. Ungewöhnliche Welle und schwer kalkulierbarer Strom. Thomas und die Jungs sind sich einig, dass sie das in den Griff bekommen.
Geschafft, aber zufrieden ging es ins Motel zum Duschen. Die von Heide gekauften Nahrungsergänzungsmittel (Obst und Brot) konnten den ersten Hunger stillen. Die Restaurants im Hafen hatten am späten Nachmittag Hochkonjunktur, so dass wir erst gegen 21:00 Uhr das Abendessen bekamen. Todmüde ging es dann ins Bett.
Das Team freut sich auf die Meisterschaft und ist hochmotiviert. Unterstützt werden sie seit heute von „Frau Dr. Giesela“ unserem Talisman(frau). Sie soll, auf diese Anmerkung legt das Team großen Wert, ihre Doktorarbeit über die Hufkrankheit der Schafe nicht kopiert oder abgeschrieben haben.
Ab Sonntag geht die WM los. Wäre toll wenn ihr ab Mitternacht (in Europa) die Daumen drücken könntet. Wir freuen uns über jeden guten Wunsch. Lasst uns nicht hängen!
Günther
Bericht 1 vom 28.12.2011 aus Napier
Nach langem Trip von über 34 Stunden ist das WM-Team in Napier angekommen.
Vor dem Abflug hatten sich einige hessische Fans zur Verabschiedung am
Flughafen in Frankfurt eingefunden. Vielen Dank dafür
Der Flug über Singapur, Sydney und Auckland verlief reibungslos. Auch die
Segelröhren sind unbeschadet angekommen.
Auf dem Flughafen wurden wir von drei deutschen Auswanderern, die allerdings
schon viele Jahre in Neuseeland wohnen im Namen des Organisationsteams
empfangen. Der Weg zum Hotel „Albatross“ war kurz, so dass wir schnell
unsere Zimmer belegen konnten. Die Helfer unseres Teams stellen wir später
auch im Bild vor.
Das Hotel liegt ca. 1,2 Kilometer vom Hafen entfernt. Morgen um 12:00 ist
die Vermessung geplant. Vorher müssen wir noch das Frühstück organisieren.
Nach dem langen Flug fällt das Organisieren nicht so leicht.
Morgen werden wir hoffentlich etwas ausführlicher berichten können.
Ich bin jetzt müde und kann die Augen nicht mehr aufhalten.
Günther


















































































































































