15. September 2021

Wenn Fairness und Respekt vor anderen fehlen…

Duisburger Opti Cup 2021 bei der Seglergemeinschaft Lohheider See – zum Meldeschluss standen 24 A-und 25 B-Segler auf der Meldeliste. Die B-Segler segelten eine prima Regatta – bei der Siegerehrung auf dem Podest (v.l.) Jacob Fritzen (2.); Paul Hannker (1.);Paul Fiete Hickstein (3.). Für die A-Gruppe musste der Club die Regatta canceln …

(bmg) 123 A-Regatten, 193 B-und 72 C-Regatten sind im Regattakalender 2021 aufgeführt – organisiert wird dieses Mammutprogramm von ehrenamtlich arbeitenden Vereinsteams. Viel Zeit investieren sie für die Vorbereitung der Regatta und für die Veranstaltung selbst. In Zeiten der Corona-Pandemie war es eine ganz besondere Herausforderung. Auf eine harte Probe wurde dieses Vereinsengagement bei drei Opti A-Regatten im September gestellt. Segler meldeten sich gleichzeitig an einem Wochenende bei zwei, manchmal sogar bei drei Regatten an, sagten ihre Teilnahme kurzfristig oder auch gar nicht ab. „Das Verhalten der, seien wir ehrlich, ELTERN dieser Segler ist eine schallende Ohrfeige für die Veranstalter von Regatten sowie die übrigen Teilnehmer, die teils erhebliche Reisewege auf sich genommen haben“, schreibt uns der Vater eines Opti A-Seglers.

Hier drei September-Beispiele vom Duisburger Opti Cup (Seglergemeinschaft Lohheider See/NRW), von der Eicher Ente (Segelclub Eich/Rheinland-Pfalz) und vom Waldsee Cup (Wassersportverein in der SSG Langen/Hessen).

Duisburger Opti Cup: Der Sportwart schreibt: „Bis zum 29.08. hatten wir in der Opti A Klasse 24 Meldungen. Wir dachten, tolle Beteiligung!! Aber nachdem wir eine Erinnerung und eine Möglichkeit der Startgeldzahlung per eMail versandt hatten, hagelte es Abmeldungen, auch noch nach dem Meldeschluss. Hier ein paar Auszüge über Gründe zu Abmeldung:… meine Tochter hat sich entschieden keine Optiregatten mehr zu segeln.…. Er ist mittlerweile so groß, dass er sich vom Optisegeln abgemeldet hat!… Er hat jetzt immer wieder nicht am Training teilgenommen – und leider auch diese Woche wieder nicht – im Moment ist er wenig motiviert…“

8 A-Segler standen am Ende in der Meldeliste, die Seglergemeinschaft Lohheider See (SLS) cancelte die Regatta. „Derartiges Verhalten der Segler macht es immer schwieriger eine Regatta zu veranstalten. Jeder, der eine Regatta ausrichtet, weiß um den Aufwand, die Vorlaufzeiten und die Kosten, die auch dann entstehen, wenn angemeldete Segler ausbleiben“, so der Club-Sportwart Artur Schedlinski. Bei den B-Seglern gab´s keine kurzfristigen Absagen, sie segelten bei guten Bedingungen 5 Rennen. Nach diesen Erfahrungen nie wieder eine A-Regatta am Lohheider See? Der Gedanke kam im Verein auf. „Wir hoffen im nächsten Jahr wieder auf eine rege Beteiligung mit fairen Seglern“, so der SLS, allerdings sollen die Meldeformalitäten verschärft werden.

Eicher Opti Cup

Ähnliches wie am Lohheider See in Duisburg geschah am Eicher See/Rheinland-Pfalz. Aus der mail eines Opti-Vaters:  “ …..kurz vor dem Wochenende waren noch 12 Opti A-Segler gemeldet, dann gab es kurzfristig eine ‚verständliche‘ Stornierung, die Seglerin war ja auch zeitgleich am Lohheider See in Duisburg gemeldet.“ Der SCE-Jugendwart Dennis Baumgart berichtet: „Am Ende der Meldefrist waren 20 B-Optis und 7 A-Optis gemeldet. Dies waren deutlich weniger als noch eine Woche vorher, da kurzfristig leider sehr viele Absagen getätigt wurden. Obwohl dies für Opti A bedeutete, dass es dieses Jahr keine Rangliste geben würde, hat sich die Gruppe trotzdem entschlossen, gemeinsam die Wettfahrten auszusegeln – für mich ein tolles Signal.“

Waldsee Cup Langen

Unser drittes Beispiel für Unfairness bei der Regattaanmeldung kommt vom Waldsee Cup/Hessen. „Beim Veranstalter herrschten große Enttäuschung und Ärger über zahlreiche Opti-A Segler, die mal wieder auf mehreren Regatten gemeldet hatten und dann für Langen entweder kurzfristig bzw. gar nicht absagten. Half aber

nichts; am Ende gab es zu wenige Meldungen, ich meine es waren nur fünf oder sechs für Opti-A. Der Veranstalter sagte die Regatta schon vorher für Opti-A ab“, so der hessische DODV Regionalobmann Holger Zimmermann. Inder B-Gruppe gingen 15 Optisegler an den Start.

Die DODV ist über solche Beispiele schockiert. Sind Konsequenzen für die SeglerInnen oder deren Eltern wie Ausschluss von A-Regatten, Ausschluss von Meisterschaften oder anderen Großereignissen, Ausschluss aus der DODV erforderlich? Brauchen wir höhere Meldegelder, um Doppelmeldungen unattraktiv zu machen? Müssen wir viel Geld in ein zentrales Meldeportal stecken, das Doppelmeldungen technisch unmöglich macht? Die DODV hofft immer noch, dass solche Maßnahmen vermieden werden können.

Wir appellieren an den Sportgeist der Eltern und SeglerInnen : Würdigt die Arbeit der Vereine und fügt dem Segelsport durch euer Verhalten keinen Schaden zu. Denkt nicht kurzfristig, denkt daran, dass auch andere Kinder noch viele Jahre in kinderfreundlichen Vereinen Opti –Regatten segeln möchten.

Vorstand der Deutschen Optimist Dinghy-Vereinigung

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